17.11.2017

Interaction: Linzer Startup Rudy Games verknüpft Brettspiel mit App

Mit einer FFG-Förderung startet Rudy Games nun ein Forschungsprojekt zu Mixed Reality bei Brettspielen. Schon jetzt werden zwei teil-digitale Spiele angeboten.
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(c) Rudy Games: Das Team

Das Linzer Startup Rudy Games verknüpft seine analogen Spiele mit Apps. Das soll nicht nur den Spielspaß erhöhen. Über die App-Funktionen kann ein und dasselbe Spiel-Set von der Volksschule bis ins Altenheim individuell an die Spieler angepasst genutzt werden. Zudem führt die App etwa Statistiken über alle User, die für Schätzfragen herangezogen werden. Das aktuelle Spiel „Interaction“ bietet über die Kombination eine Vielzahl an angepassten Aufgaben, denen sich Spieler stellen müssen.

+++ Live Interview: Der Founder Manfred Lamplmair im Gespräch über Rudy Games +++

Neues Projekt dank FFG-Förderung

Bei dem einfachen Zusammenspiel zwischen Spiel und App soll es jedoch nicht bleiben. Vor Kurzem wurde eine FFG-Förderung über 380.000 Euro bewilligt. Mit dieser startet Rudy Games ein Forschungsprojekt. Dabei soll es konkret um Augmented bzw. Mixed Reality gehen. Founder Manfred Lamplmair erhofft sich, dass im Rahmen des Projekts gleich mehrere neue Spiele entstehen. Über das und mehr sprach er im Live-Interview mit dem Brutkasten.

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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