17.11.2017

Interaction: Linzer Startup Rudy Games verknüpft Brettspiel mit App

Mit einer FFG-Förderung startet Rudy Games nun ein Forschungsprojekt zu Mixed Reality bei Brettspielen. Schon jetzt werden zwei teil-digitale Spiele angeboten.
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(c) Rudy Games: Das Team

Das Linzer Startup Rudy Games verknüpft seine analogen Spiele mit Apps. Das soll nicht nur den Spielspaß erhöhen. Über die App-Funktionen kann ein und dasselbe Spiel-Set von der Volksschule bis ins Altenheim individuell an die Spieler angepasst genutzt werden. Zudem führt die App etwa Statistiken über alle User, die für Schätzfragen herangezogen werden. Das aktuelle Spiel „Interaction“ bietet über die Kombination eine Vielzahl an angepassten Aufgaben, denen sich Spieler stellen müssen.

+++ Live Interview: Der Founder Manfred Lamplmair im Gespräch über Rudy Games +++

Neues Projekt dank FFG-Förderung

Bei dem einfachen Zusammenspiel zwischen Spiel und App soll es jedoch nicht bleiben. Vor Kurzem wurde eine FFG-Förderung über 380.000 Euro bewilligt. Mit dieser startet Rudy Games ein Forschungsprojekt. Dabei soll es konkret um Augmented bzw. Mixed Reality gehen. Founder Manfred Lamplmair erhofft sich, dass im Rahmen des Projekts gleich mehrere neue Spiele entstehen. Über das und mehr sprach er im Live-Interview mit dem Brutkasten.

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Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons
Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons

Im Vergleich zu Österreich hatte Deutschland die Nase bei Startup-Finanzierungen auch in Relation zur Gesamtbevölkerung zuletzt deutlich vorne. Im Vergleich zu den USA steht Österreichs großes Nachbarland aber vor demselben Problem, das auch hierzulande nur allzu gut bekannt ist: Während die Frühphasenfinanzierung im Land noch recht gut abgedeckt werden kann, sind die großen Kapitalbeträge für spätere Wachstumsphasen oft nur in Übersee zu holen – und das immer wieder in Verbindung mit einer Verlegung des Firmensitzes.

„Deutlich mehr privates Kapital“

„Mein Ziel ist, dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können“, sagte der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil nun gegenüber der Nachrichtenagentur „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) im Vorfeld eines Treffens mit der ostdeutschen Startup-Szene. Mit besseren steuerlichen Bedingungen für Startup-Investments wolle die deutsche Regierung daher dafür sorgen, „dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt“.

Zuletzt große Budget-Zusagen für staatliche Finanzierungsvehikel

Zudem sollen größere Startup-Finanzierungen durch deutsche Staatsfonds mehr privates Kapital mobilisieren. Dazu stehen mehrere Vehikel bereit, die zuletzt mitunter Budget-Zusagen im neun- bis zehnstelligen Bereich bekommen haben, etwa „Scale-up Direct“ von KfW Capital, für das bis Ende 2030 eine Milliarde Euro vorgesehen ist, womit Einzelinvestments bis zu 50 Millionen Euro umgesetzt werden können.

Beteiligungsfreibetrag in Österreich weiterhin nur am Wunschzettel

Wie die angedachten steuerlichen Begünstigungen konkret aussehen sollen, ist aktuell noch nicht bekannt. Ein typisches Modell wäre ein Beteiligungsfreibetrag nach Vorbild des Vereinigten Königreichs, wie er auch von den österreichischen Startup-Stakeholdern seit Jahren gefordert wird. Hierzulande schaffte es diese Maßnahme abermals nicht ins laufende Regierungsprogramm – dem Vernehmen nach vor allem wegen Widerständen des Koalitionspartners SPÖ. Dass nun im Nachbarland mit Lars Klingbeil ein sozialdemokratischer Minister einen solchen Vorschlag von sich aus aufs Tapet bringt, ist in diesem Kontext durchaus bemerkenswert.

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