03.03.2023

Kein Schummeln mehr für Teenies: Instagram verschärft Altersüberprüfung

Instagram führt jetzt auch in Europa neue Methoden zur Altersüberprüfung ein. Dabei kommt auch eine KI zum Einsatz, die das Alter anhand der Gesichtszüge erkennen soll.
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Instagram,Altersüberprüfung
(c) Gerd Altmann auf Pixabay

Was einst vor Clubs in Diskussionen über gefälschte Ausweise mit Türsteher:innen ausartete, spielt sich im digitalen Zeitalter auch auf Social-Media-Plattformen wie etwa Instagram ab. Laut Angaben von Meta gibt es offenbar immer wieder Fälle von Jugendlichen, die Instagrams Altersuntergrenze von 13 Jahren umgehen wollen. Durch gefälschte Altersangaben verschaffen sie sich Zugang zur App. Mit den neuen Tools zur Altersüberprüfung könnte das nun der Vergangenheit angehören.

Nach einer Testphase in den USA, Brasilien und Japan läuft die neue Altersüberprüfung auf Instagram nun auch in mehreren europäischen Ländern, Mexiko, Kanada, Südkorea und Australien an. In den kommenden Monaten soll Instagram diese global einsetzen.

KI erkennt Alter anhand der Gesichtszüge

Die Altersüberprüfung kann auf drei verschiedene Arten erfolgen. Als erste Option können Nutzer:innen einen Identitätsnachweis in Form eines Reisepasses oder Führerscheins hochladen. Instagram speichert diesen für 30 Tage und löscht ihn anschließend aus datenschutzrechtlichen Gründen.

Alternativ erfolgt die Altersüberprüfung über Video-Selfie. Dazu arbeitet Instagram mit dem britischen Digital-Identity-Unternehmen Yoti zusammen. Nutzer:innen laden dabei ein Video von sich hoch, das von einer KI-gestützten Software gescannt wird. Diese speziell trainierte Künstliche Intelligenz (KI) soll anhand der Gesichtszüge das Alter der Nutzer:innen abschätzen. Laut Angaben auf der Unternehmenswebsite liegt die Trefferquote bei Sechs- bis Elfjährigen, die korrekterweise auf unter 13 geschätzt werden, aktuell bei knapp 99 Prozent.

Die dritte Möglichkeit ist, sich von drei verschiedenen erwachsenen Instagram-Freund:innen das Alter bestätigen zu lassen. Diese müssen über 18 sein und unabhängig voneinander dieselbe Alterskategorie für den:die Nutzer:in angeben. Bei Übereinstimmung gilt das Alter als bestätigt.

Altersüberprüfung bietet Schutz vor übergriffigen Nachrichten

Seit 2021 gibt es auf Instagram eine verpflichtende Altersangabe als Jugendschutzmaßnahme. Im selben Jahr führte Instagram weitere Beschränkungen für User:innen unter 16 ein. Diese können nur private Profile erstellen und beispielsweise keine Direktnachrichten (DMs) von fremden Erwachsenen erhalten. Eine weitere Maßnahme von Instagram zu erhöhtem Jugendschutz ist das eingeschränkte Empfangen von Ads.

96 Prozent der Falschangaben verhindert

Instagrams neue Methoden zur Altersüberprüfung sollen in der Testphase bereits 96 Prozent der Versuche von Jugendlichen, sich über 18 zu schummeln, verhindert haben. Instagram selbst, beziehungsweise dessen Werbekund:innen, profitieren natürlich auch von den akkuraten Altersangaben der User:innen. So können sie ihre Werbeinhalte treffsicherer ausspielen und ihre Zielgruppe besser erreichen.

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Der Alpike ist aus Carbon gefertigt und wiegt 5,5 Kilogramm © Alpike

Ein Bergaufstieg, wie er im Buche steht: In der Ferne sind noch Kuhglocken zu hören und es sind nur noch wenige Schritte bis zum langersehnten Gipfelkreuz. Doch während die Anstrengung des Aufstiegs langsam vom euphorischen Gipfelgefühl abgelöst wird, schleicht sich ein anderer, weniger angenehmer Gedanke ein: Und jetzt das alles wieder runter. Die Knie schmerzen schon beim bloßen Gedanken, die Motivation lässt nach, und die Vorstellung des langweiligen Forstwegs zieht sich in Gedanken schon in die Länge. Genau damit soll dank Alpike jetzt Schluss sein: Mit dem Scooter am Rücken soll der Spaß am Berg, wenn es nach Lukas Jungmann und seinem Partner Edwin Meindl geht, beim Abstieg erst richtig losgehen.

Vom eigenen Bedürfnis zum Produkt

Lukas Jungmann führt das Designbüro Aberjung, Edwin Meindl das Konstruktionsbüro Micado und beide zieht es fast jedes Wochenende auf einen der unzähligen Berge ihrer Heimatregion Osttirol. „Ich glaube, die schönsten Storys entstehen, wenn du selber eigentlich das für dich baust“, erzählt Jungmann. Die erste Skizze des Alpikes lässt sich auf das Jahr 2021 datieren. Über die Jahre ist ein komplett aus Carbon gefertigtes Gefährt entstanden, das knapp fünf Kilogramm wiegt und sich am Gipfel in wenigen Sekunden aufbauen lässt. Zum Vergleich: Fünf Kilo entsprechen in etwa einer ausgewachsenen Hauskatze oder einem kleinen Hund, etwa einem Mops.

© Alpike

Fahrgefühl jenseits der Forstwege

Der Alpike grenzt sich bewusst von bisherigen, oft sperrigen Konzepten ab. Er kommt ohne Motor und ohne Sattel aus, was den Rider:innen ein besonderes Sicherheitsgefühl geben soll: Man steht dicht über dem Boden und könnte bei Hindernissen jederzeit sicher abspringen. Jungmann beschreibt den technischen Ansatz so: „Wir sind eine Mischung aus Fahrrad und Roller, ohne Motor. Es soll jetzt nicht nur eine Krücke sein, damit man irgendwie den Berg runterkommt, sondern es ist ein Performance-Gerät, was Spaß machen soll.“

Zudem soll das kompakte Design völlig neue Routen abseits breiter Wege eröffnen. „Wenn es steigiger wird, dann wirst du nicht das Mountainbike schultern und tragen“, erklärt Jungmann. Mit dem Alpike ließen sich hingegen auch schmale Steige bewältigen und Felspassagen durch leichtes Tragen überwinden, was mit dem Mountainbike schlichtweg unmöglich wäre.

Der geschulterte Alpike © Alpike

Skitourengeher:innen als potentielle Zielgruppe

Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf dieses Premium-Geräts, das für 3.900 Euro netto die Besitzer:in wechseln soll. Die ideale Zielgruppe sieht der Gründer in gut verdienenden Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die im Beruf stehen und bereit sind, nennenswerte Summen in hochwertige Sportausrüstung zu investieren. Von denen gäbe es in Osttirol einige, erklärt der Gründer.

Ein besonderes Potenzial liegt hierbei in einem aktuellen Markttrend: Da die Winter kürzer werden und der klassische Skitourenmarkt droht nach und nach einzubrechen, positioniert sich der Alpike als Sommer-Alternative. „Die Skitourengeher:innen investieren relativ fest in ihren Sport und haben eigentlich keine Alternative im Sommer. Die Leute haben mit dem Alpike dann trotzdem das Gefühl, rauf zu gehen und runter zu fahren, wie sie das vom Skitouren gewohnt sind“, so Jungmann.

© Alpike

Motorisierte, urbane Produktabwandlung

Neben der antriebslosen Sport-Variante bietet Alpike laut Website auch die „Urban“-Edition an – eine elektrische Last-Mile-Lösung für den städtischen Alltag. Sie wiegt zehn Kilogramm, leistet bis zu 1,8 kW und erreicht laut Unternehmen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h sowie eine Reichweite von 25 Kilometern. Der 260-Wh-Akku ist herausnehmbar und soll in 30 Minuten vollständig aufgeladen sein. Wie die Sport-Version lässt sich auch die Urban-Edition werkzeugfrei in 15 Sekunden zusammenfalten.

Launch für nächstes Frühjahr geplant

Bislang haben die Gründer die Entwicklung weitgehend ohne externes Kapital vorangetrieben und rund eine Million Euro, maßgeblich in Form von unbezahlten Arbeitsstunden, investiert. Derzeit laufen Verhandlungen, um einen externen Investor an Bord zu holen, der den finalen Go-to-Market-Schritt finanzieren soll.

Frisches Kapital wird nun für das Marketing, den Bau von großen Werkzeugen für die Serienfertigung sowie den Zusammenbau benötigt. Aktuell will man das Gerät als Mountainbike klassifizieren lassen. Im Frühjahr des nächsten Jahres soll der Alpike offiziell in den Handel kommen.

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