Insider Navigation ist “Austria’s Next Top Startup”
Eine Expertenjury wählte am Dienstag das Wiener Startup Insider Navigation aufgrund hoher Innovationskraft und guter Skalierbarkeit zu “Austria’s Next Top Startup”.
Bereits zum fünften Mal fand am Dienstag im A1 Headquarter die Wahl zu “Austria’s Next Top Startup” statt. Sechs Startups pitchten vor einer Expertenjury. Als Sieger des Wettbewerbs ging Insider Navigation hervor.
Gebäudenavigation und Maschinenwartung
Mit Hilfe von Augmented Reality macht es das Wiener Startup möglich, mit dem Smartphone durch Gebäude, wie etwa Flughäfen, zu navigieren. Durch eine Software erkennt das Kamerabild den Standort im Gebäude und blendet Wegweiser im Live-Bild ein. Das selbe Konzept kann auch in der Industrie zum Einsatz kommen, wenn es etwa darum geht, Maschinenwartung zu vereinfachen.
Futurezone-Chefredakteurin Claudia Zettel, der interimistische A1-CEO Marcus Grausam, Chef des A1 Start Up Campus, Mario Mayerthaler sowie Markus Kreisel, der auch die Keynote der Veranstaltung gehalten hatte, bildeten die Jury. Die Entscheidung sei nicht einfach gewesen, da die Qualität der Pitches insegesamt sehr hoch war. Nach vielen Diskussionen habe man sich für Insider Navigation entschieden, da das Startup eine „hohe technische Innovationskraft“ sowie eine gute Skalierbarkeit biete.
10.000 Euro Preisgeld
Als Preis erhält Insider Navigation drei Jahre Unterstützung von A1 inklusive Mentoring und Büroräumlichkeiten sowie ein Preisgeld von 10.000 Euro. Durchsetzen konnte sich das Orientierungs-Startup gegen vier andere vorher per online Voting ausgewählte Unternehmen: Innerspace, Ondewo, room2go, SchoolFoy sowie GoSEPP, das eine Wildcard bekommen hatte.
Erste Mission ausgebucht: Wiener Startup stellt Satelliten-Hardware in unter neun Monaten fertig
Das Wiener Spacetech-Startup Tumbleweed hat die Hardware für seine erste Satellitenmission „Oasis Alpha“ in unter neun Monaten fertiggestellt. Das 2024 gegründete Unternehmen vereinfacht mit vorzertifizierten Transportboxen den industriellen Zugang zur Forschung in der Schwerelosigkeit. Die erste Mission ist bereits ausgebucht.
Erste Mission ausgebucht: Wiener Startup stellt Satelliten-Hardware in unter neun Monaten fertig
Das Wiener Spacetech-Startup Tumbleweed hat die Hardware für seine erste Satellitenmission „Oasis Alpha“ in unter neun Monaten fertiggestellt. Das 2024 gegründete Unternehmen vereinfacht mit vorzertifizierten Transportboxen den industriellen Zugang zur Forschung in der Schwerelosigkeit. Die erste Mission ist bereits ausgebucht.
Wer im Orbit forschen oder produzieren will, sieht sich meist mit langwierigen Freigabeprozessen und Branchenbürokratie konfrontiert, heißt es in einer Aussendung des Wiener Space-Tech Startups. Tumbleweed will diese Prozesse nun beschleunigen und hat in unter neun Monaten die Hardware für die erste kommerzielle Mission „Oasis Alpha“ fertiggestellt. Die Übergabe an den Startdienstleister Exolaunch, der bereits über 790 Satelliten-Transporte abgewickelt hat, ist erfolgt.
Tumbleweed nutzt für seine Missionen sogenannte „Pods“. Dabei handelt es sich um standardisierte Behälter, die wie Frachtcontainer für den Weltraum funktionieren. Kunden können ihre Experimente direkt in diese Boxen einsetzen, ohne tiefgehendes raumfahrttechnisches Fachwissen besitzen zu müssen. Die gesamte technische Integration sowie die behördlichen Zulassungsverfahren werden von Tumbleweed übernommen, wie es von Unternehmensseite heißt.
Laut dem Startup reduziert sich der Gesamtaufwand für Kunden dadurch um das Siebenfache im Vergleich zu einer selbst organisierten Weltraummission. Guillaume Brault, CTO des Startups, erklärt den strategischen Ansatz dahinter: „Unser Ziel ist es, den Weg in die Schwerelosigkeit so einfach zu machen wie den Paketversand auf der Erde“. Die Kundenpreise für den kleinsten „Pod Nano“ Behälter mit den Maßen 10 x 10 x 2.5 cm beginnen auf der Website des Unternehmens bei 15.000 Euro.
Unterschiedliche Anwendungsfälle
Die Anwendungsfälle für die Forschung in der Mikrogravitation sind vielfältig, da physikalische, biologische und chemische Prozesse dort ohne schwerkraftbedingte Einflüsse wie Auftrieb oder Sedimentation ablaufen. Unternehmen nutzen diese Bedingungen gezielt, um beispielsweise neue Medikamente zu entwickeln, hochwertigere Proteinkristalle zu züchten oder neuartige Materialien wie ultradünne ZBLAN-Glasfaserkabel und künstliche Netzhäute herzustellen.
Die erste Satellitenmission ist bereits komplett ausgebucht. Zu den vier internationalen Kunden aus der Pharma-, Biotech- und Materialforschung zählen die Technische Universität Delft (TU Delft), das European Space Resources Innovation Centre (ESRIC), das Spring Institute for Forests on the Moon sowie das Unternehmen MassBalance.
Von der Mars-Forschung zum Erdorbit
Das Unternehmen wurde im November 2024 gegründet und beschäftigt derzeit ein 15-köpfiges Expertenteam an den Standorten Wien und Delft in den Niederlanden. Bevor sich das Startup auf die kommerzielle Mikrogravitationsforschung im Erdorbit konzentrierte, wurde zum Beispiel an windbetriebenen Mars-Robotern im Rahmen des Projekts „Tumbleweed Mars“ gearbeitet.
Während Oasis Alpha für den Start vorbereitet wird, nimmt Tumbleweed bereits Buchungen für die Folgemission „Oasis Beta“ entgegen. Julian Rothenbuchner, CEO von Tumbleweed, betont die Notwendigkeit schnellerer Prozesse: „Wenn das Weltall eine Plattform für die Produktion werden soll, muss es sich auch im Tempo der Industrie bewegen“.
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