03.11.2022

InovaReal bietet Immobilien-Verwaltung per Smartphone

Das österreichische Startup InovaReal entwickelte einen digitalen Immobilienmakler, mit dem man Immobilien von überall auf der Welt direkt vom Mobiltelefon aus verwalten kann.
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InovaReal, Immobilien am handy
(c) InovaReal - Die Immo-App von InovaReal soll alles rund um die Immobilie erleichtern.

Das Startup InovaReal mit Sitz in Wien hat eine Plattform geschaffen, auf der User:innen alles rund um die Immobilie digital abwickeln können. Darunter Verkauf, Vermietung, Investments und weitere damit verbundene Dienstleistungen. Verträge werden online unterzeichnet und sollen in Zukunft auch auf der Blockchain-Technologie Usus werden.

InovaReal: Idee seit 2018

Bislang hätten mehr als zehn Investoren aus Europa sowie Übersee ihr Interesse an der Zusammenarbeit bekundet. Die Gründer gehen davon aus, dass sie die notwendigen Investitionen für eine weltweite Expansion innerhalb weniger Monate aufbringen können.

Die erste Idee zur Umsetzung kam bereits 2018 von Martin Pavelek und Lukáš Makovský, die die Beschwerden und Komplikationen ihrer Kunden und Partner bei verschiedenen Transaktionen in der Welt der Immobilien wahrnahmen. Folglich haben sie in den letzten zwei Jahren intensiv an der Entwicklung der App gearbeitet.

Immobilien-App für B2B und B2C

„Die App, die sowohl für das B2B- als auch für das B2C-Segment konzipiert ist, soll die Arbeit der Immobilienmakler nicht ersetzen, sondern vielmehr unterstützen. Der Nutzer kann nicht nur Immobilien online besichtigen (VR), sondern auch Mietverträge direkt in der App abschließen und unterschreiben. Es wird möglich sein, Vertragsbeziehungen zu tracken, Vermieter und Mieter zu bewerten – ähnlich wie bei Tripadvisor. Es werden digitale Aufzeichnungen über alle Reparaturen und Änderungen an der Wohnung während des Vertragsverhältnisses zur Verfügung stehen“, erklärt Makovský.

Zusätzliche Dienstleistungen wie Versicherungen, Schlüsseldienst oder Installateur werden ebenfalls über die App verfügbar sein. Ziel ist es, dass die Kunden ihre Immobilien in verschiedenen Teilen der Welt direkt von ihrem Mobiltelefon aus verwalten können (One-Stop-Shop).

InovaReal plant Online-Auktionen

„In Zukunft sollen in der App auch Online-Auktionen auftauchen bzw. die Möglichkeit, über Crowdfunding zu investieren“, sagt Pavelek.

Aktuell strebt man nach einer Investition, die helfen soll, global zu expandieren (zunächst in Tschechien, der Slowakei und in der DACH-Region). Die Gründer sehen eigenen Worten nach aber bereits heute ein großes Potenzial in Ländern wie Polen, Italien, Brasilien und Mexiko.

Mehrere internationale Büros im Sinn

Die Vision ist es, in allen dieser vier Länder ein Büro zu eröffnen und Arbeitsplätze für lokale Mitarbeiter zu schaffen. Dies sei, so die Founder, vielleicht der Grund, warum Partner wie Uniqa oder eine ungenannte führende österreichische Bank Interesse an einer Zusammenarbeit mit InovaReal bekundet hätten. Die Firma beabsichtigt aber auch, andere große Unternehmen wie das schwedische Unternehmen IKEA anzusprechen. Die App ist im AppStore und bei Google Play als Beta-Version verfügbar.

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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