19.02.2026
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inoqo: Wiener Startup fusioniert mit der Sustainability-Intelligence-Plattform Mondra

Mondra und inoqo fusionieren zur Schaffung einer Product-Intelligence-Plattform für die Unterstützung von Klimaschutz und Lieferkettenresilienz im globalen Lebensmittelsystem.
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Markus Linder | (c) FH des BFI Wien/Rösler

Mondra, die Scope-3-SaaS-Lösung für den Einzelhandelssektor, und inoqo, die europäische Sustainability-Intelligence-Plattform aus Wien, haben eine strategische Fusion bekannt gegeben. Dieser Schritt soll die beiden Unternehmen zu einer einzigen, integrierten globalen Einheit vereinen, die sich der Beschleunigung der Dekarbonisierung und der Resilienz des globalen Lebensmittelsystems widmet.

inoqo: Nachhaltigkeit messbar machen

Durch die Fusion entsteht eigenen Worten nach eine „dominante operative Basis auf dem europäischen Festland für die kombinierte Organisation“, wodurch sie eine wachsende globale Kundschaft aus Lebensmitteleinzelhändlern, deren Herstellern sowie den von ihnen vertriebenen CPG-Marken bedienen könne.

„Wir haben inoqo gegründet, um Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette messbar und umsetzbar zu machen“, sagt Markus Linder, Gründer und CEO von inoqo. „Die Fusion mit Mondra ist die konsequente Verwirklichung dieser Vision. Durch die Bündelung unserer Stärken sind wir nicht länger nur zwei Marktführer, sondern eine einzige, globale Kraft, die die Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit der notwendigen Intelligence ausstattet, um eine resiliente und nachhaltige Zukunft aufzubauen.“

Linder tritt Führungsteam bei

Durch die Verbindung von inoqos Impact-Datenbank mit Mondras Technologie soll die Partnerschaft zudem die robustesten Fähigkeiten des Marktes in den Bereichen produktbezogene Wirkungsbewertung, Lieferantenengagement und Umsetzung skalierter Klimamaßnahmen im Einzelhandelsunternehmen bieten.

Die kombinierte Organisation wird künftig unter der Marke Mondra operieren und dabei ein global verteiltes Team mit Kernstandorten in London, Wien und Indien nutzen. Die Integration konzentriert sich konkret auf die Zusammenführung von Produkt-Roadmaps und Datensystemen, um eine einheitliche, KI-gestützte Plattform bereitzustellen, die die für eine Net-Zero-Zukunft erforderliche Transparenz schaffe.

Im Rahmen dieses Übergangs wird Linder dem Führungsteam von Mondra beitreten, wo er eine zentrale Rolle bei der Förderung des internationalen Wachstums und der strategischen Vision des Unternehmens spielen soll.

Fusion als „transformativer Schritt“

Zu den Kunden der gemeinsamen Organisation zählen führende Lebensmitteleinzelhändler wie Tesco, M&S, Co-op, ASDA, Lidl, Aldi, dm drogerie markt, Pets at Home und Sainsbury’s; bedeutende Lieferanten wie Avara, Samworth Brothers, Greencore, Pilgrim’s, Dunbia, Cranswick und Bakkavor; sowie globale Marken wie Starbucks und Nando’s.

Jason Barrett, CEO von Mondra, kommentiert diesen Schritt wie folgt: „Diese Fusion ist ein transformativer Schritt in unserer Mission, dem globalen Lebensmittelsystem zu helfen, messbare Wirkung in großem Maßstab zu erzielen. Durch den Zusammenschluss mit inoqo schaffen wir ein vereintes Kraftzentrum, das erstklassige Technologie mit den umfassendsten Impact-Daten der Branche kombiniert. Gemeinsam setzen wir den maßgeblichen Standard für Sustainability Intelligence und helfen unseren Kunden, schneller und mit größerer Erkenntnistiefe als je zuvor zu handeln.“

Die Transaktion unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen und soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

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Spätestens seit seinem Börsengang im Direct Market Plus der Wiener Börse vor etwa einem Jahr ist das Welser Scaleup Reploid einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seitdem folgten eine Reihe von News, darunter mehrere hochrangige Personalien, Finanzierungen und neue Kooperationen. Nun untermauert das Unternehmen, das Insektenzuchtanlagen für die Verwertung von biologischem Abfall zu Dünger und Tierfutter baut, seine Ambitionen mit aktuellen Zahlen.

38 Mio. Euro Umsatz, neun Mio. Euro Gewinn

Der Umsatz konnte demnach im Vorjahr von fünf Millionen Euro im Jahr 2024 auf 38 Millionen Euro gesteigert werden, das Ergebnis vor Steuern von einer Million auf zwölf Millionen. Damit stehe 2025 ein Jahresüberschuss von neun Millionen Euro zu Buche. Dabei handelt es sich noch um vorläufige Zahlen für das Vorjahr – die finalen Ergebnisse sollen im August veröffentlicht werden. „Es ist uns gelungen, die für das Geschäftsjahr 2025 gesetzten ambitionierten Ertragsziele zu erreichen. Dies unterstreicht die Tragfähigkeit unseres hoch skalierbaren Geschäftsmodells“, kommentiert Gründer und CEO Philip Pauer in einer Aussendung.

Neue Tochtergesellschaft und neues Joint Venture

Rund um die Veröffentlichung dieser Zahlen gab es von Reploid in den vergangenen Tagen zudem eine ganze Reihe von Ankündigungen. So wurde etwa mit der Reploid Regreen GmbH eine eigene Gesellschaft für das Düngergeschäft mit ausgegründetem ehemaligen Borealis-Manager Andreas Steinbüchler als Geschäftsführer ausgegründet. Außerdem verkündete man den Start einer Partnerschaft mit der deutschen PreZero in Form eines Joint Ventures.

Nordamerika als „zentraler Wachstumsmarkt“

Kommuniziert wurden überdies Pläne zu einer Expansion nach Nordamerika, das als „zentraler Wachstumsmarkt“ bezeichnet wird. Dazu wurde der im Insektenzuchtbereich erfahrene kanadische Manager Keith Driver als Head of Business Development, North America, bestellt. CEO Pauer zu den Expansionsplänen: „Wie auch in anderen Regionen gewinnen dort die Behandlung von Lebensmittelabfällen sowie die Produktion von Insektenprotein, hochwertigen Fetten und organischen Düngemitteln zunehmend an Bedeutung. Das bildet eine starke Grundlage für den Ausbau unseres Geschäfts in dieser Region.“

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