16.04.2025
BLOCKCHAIN

Innsbrucker Startup Charonium ist Teil von EU Blockchain Sandbox

Charonium wurde als eines von nur 20 Projekten in die „EU Blockchain Sandbox“ aufgenommen. Die Aufnahme in das Projekt ist ein Meilenstein für jedes Blockchain-Projekt, das regulatorischen Anspruch hat. Pro Jahr werden nur 20 Projekte aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten aufgenommen, die Kriterien sind demenstprechend streng.
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Co-Founder Nikolaus Stickler und Daniel Gosterxeier
Co-Founder Nikolaus Stickler und Daniel Gosterxeier © Julian Warenski

Charonium hat die Lösung für ein Problem, für das es lange keine Antwort gab: Das Innsbrucker Startup wurde 2022 gegründet und verspricht, digitales Erbe gerecht und sicher verteilen zu können. Digitale Vermögenswerte in Onlinekonten bei Neobanken (z.B. N26), Depots bei Neobrokern (z.B. Trade Republic) oder Kryptowährungen, NFTs und Tokens können überprüft werden. Dadurch könne auch „digitales Erbe“ gerecht verteilt werden, so das Startup. brutkasten hat darüber schon berichtet.  

Strenges Aufnahmeverfahren

Das Ziel des EU-Projektes ist es, Unternehmen mit Regulierungsbehörden (wie zum Beispiel FMA, ESMA und der EU-Kommission) in Dialog zu bringen. Dadurch sollen innovative Anwendungen nicht nur rechtlich geprüft, sondern proaktiv mitgestaltet werden. „Wir sind nicht nur dabei – wir gehören zu den 20 Projekten in Europa, die als zukunftsweisend genug gelten, um mit den höchsten Regulierungsstellen zusammengebracht zu werden. Das ist ein großer Schritt – nicht nur für uns, sondern für die rechtssichere Zukunft digitaler Nachlässe“, sagt Nikolaus Stickler, Co-Founder und Geschäftsführer von Charonium.

Nur Projekte mit einem validierten Proof of Concept sowie einer klaren regulatorischen Relevanz werden aufgenommen. Außerdem müssen sie einen Beitrag zu den politischen Zielen der EU leisten, um aufgenommen zu werden.

In geschütztem Rahmen

Die EU Blockchain Sandbox bietet einen geschützten Testbereich für Blockchain-Innovationen. Wie in einem Experimentierraum können Unternehmer:innen neue Blockchain-Anwendungen unter realen Bedingungen testen und erhalten gleichzeitig rechtliche Beratung. Dadurch soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Regulierungsbehörden gefördert und innovative Blockchain-Lösungen unterstützt werden.

“Es gibt zahlreiche Visionen rund um die Blockchain-Technologie – doch nicht alle sind umsetzbar, regulatorisch notwendig oder gesellschaftlich sinnvoll“, sagt Daniel Gosterxeier, Co-Founder und CFO von Charonium. Die EU-Blockchain Sandbox trenne Zukunftsmusik von konkreter Realität. So könne identifiziert werden, was regulatorisch notwendig und praktisch realisierbar ist.

Die EU Blockchain Sandbox ist Teil der umfassenden Blockchain-Strategie der EU. Dadurch soll Europa zu einem führenden Zentrum für Blockchain-Innovation werden.

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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