01.09.2025
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Innovation und Resilienz: Die Technikum Wien Academy liefert, was Unternehmen brauchen

Gerade in Zeiten rasanten technologischen Fortschritts und multipler Krisen wird Weiterbildung in Unternehmen immer wichtiger, um Schritt zu halten und resilient zu bleiben. Doch das Investment muss sich auszahlen, die vermittelten Inhalte wirklich die Needs treffen. Genau das will die Technikum Wien Academy bieten.
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Sylvia Geyer (m.) und Andreas Sackl (r.) im Talk mit Dejan Jovicevic (l.) | (c) brutkasten
Sylvia Geyer (m.) und Andreas Sackl (r.) im Talk mit Dejan Jovicevic (l.) | (c) brutkasten

Es ist wohl ein durchaus häufiges Szenario in heimischen Unternehmen: Die Notwendigkeit, mit der aktuell rasanten technologischen Entwicklung, momentan vor allem im Bereich KI, mitzugehen, wird eindeutig erkannt. Doch wo findet man die passenden Leute für diesen Transformationsprozess, die genau jene Lösungen hervorbringen können, die wirklich gebraucht werden? Die Antwort lautet viel häufiger, als so mancher glaubt: im eigenen Unternehmen.

Denn die Mitarbeiter:innen kennen die Bedürfnisse und Erwartungen der Kund:innen ebenso wie die Stärken und Schwächen des Produkts. Was ihnen freilich mitunter fehlt, sind spezifische – nicht nur technische – Skills, um organisationsübergreifend innovative Entwicklungen selbst umzusetzen.

Weiterbildung, aber wie?

Das wiederum lässt sich durch Weiterbildung lösen. Ganz trivial ist die Sache aber nicht. „Das Stichwort ist Anforderungsmanagement oder Stakeholderanalyse“, sagt Sylvia Geyer, Rektorin der FH Technikum Wien, im brutkasten-Talk. Soll heißen: Wer mit Weiterbildung im Unternehmen spezifische Ziele erreichen will, muss diese auch genau abstecken. „Man muss zunächst das Problem identifizieren, dann muss man wissen, wer die relevanten Stakeholder sind, und dann muss man gemeinsam eine Lösung schaffen, die den Anforderungen genügt und die den Unternehmenszielen zuträglich ist“, so Geyer.

Technikum Wien Academy: Maßgeschneiderte Weiterbildungs-Angebote für Unternehmen

Die FH Technikum Wien macht genau das mit der Technikum Wien Academy. In der FH werden mehr als 30 Studiengänge mit mehr als 100.000 Lehreinheiten pro Jahr – vielfach berufsbegleitend – angeboten. „Wir haben aber gesehen, dass Unternehmen noch spezifischere Wünsche und Needs haben, als wir in unseren regulären Studiengängen abdecken können“, erzählt die Rektorin.

Das sei einer der Gründe für den Ausbau der Academy gewesen, die auf die inhaltliche Expertise und die Forschungsergebnisse der FH zurückgreift. Neben einem umfassenden Angebot individueller berufsspezifischer Weiterbildungen, richtet die Academy sich auch direkt an Unternehmen. Das Ziel: in einem gemeinsamen Prozess maßgeschneiderte Lernformate schaffen, die sich an die realen Rahmenbedingungen anpassen und den Spagat zwischen Wissensaufbau und Arbeitsalltag ermöglichen.

Sylvia Geyer und Andreas Sackl im brutkasten-Talk

„Das geht von ein- bis dreitägigen Seminaren über spezifische Inhouse-Schulungen bis hin zu Master-Lehrgängen, die mehrere Jahre dauern“, erläutert Andreas Sackl, Kompetenzfeldleiter für Digital Enterprise and UX an der FH Technikum. Und auch bei den Unternehmen, die das Angebot der Technikum Wien Academy in Anspruch nehmen, gebe es eine große Bandbreite von KMU bis Großunternehmen.

Sylvia Geyer ergänzt: „Viele Unternehmen wie z.B. die Wiener Stadtwerke, ATOS, A1, Voestalpine Böhler Edelstahl, auch Versicherungen, Banken oder Öffentliche nutzen das Angebot. Es geht darum, ihre eigene Marke zu stärken und ganz klar Flagge zu zeigen: Sie wollen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterentwickeln, möchten mit ihnen – wie ich zu sagen pflege – den langen Weg gehen, sich in bessere Positionen bringen.“

Consulting als weiteres Angebot

Im Zentrum bleibt dabei das ganz konkrete Eingehen auf die spezifischen Anforderungen im Unternehmen. Und hier kommt noch ein weiteres Puzzle-Stück im Angebot der Technikum Wien Academy für Unternehmen ins Spiel: Consulting. „Unternehmen kommen mit expliziten Business Cases, Aufgabenstellungen und Problemstellungen zu uns und wir consulten, wie Technologie dafür eingesetzt werden kann“, erklärt die Rektorin. Auch hier brauche es ein solides Anforderungsmanagement, um passende langfristige Lösungen zu finden.

„Der erste Schritt ist es, ein Bewusstsein zu schaffen“, führt Andres Sackl aus. „Man muss sich mit dem Problem beschäftigen, recherchieren, und Zeit und Ressourcen investieren. Das ist die Basis, um danach etwas Nachhaltiges und Effizientes einführen zu können.“ Technologie fungiere letztlich als Enabler, doch: „Sie ist super wichtig, aber kein Selbstzweck. Denn meistens scheitert’s in diesem Prozess nicht an der Technologie“, so Sackl. Sylvia Geyer wirft dazu ein Sprichwort ein: „A fool with a tool is still a fool.“ Und das gelte auch im KI-Zeitalter.

Mehr als nur Technik am Technikum

In diesem Sinne verfolgt das Technikum Wien auch einen Bildungsansatz, der sich im gesamten Angebot von den regulären FH-Studiengängen über individuelle Weiterbildungen in der Technikum Wien Academy bis hin zu unternehmensspezifischen Formaten wiederfindet. „Wir bleiben natürlich als Technikum auf die Technik fokussiert. Uns ist aber ebenso wichtig, dass auch Persönlichkeitsbildung und wirtschaftliche Skills dabei sind“, so Rektorin Geyer.

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Zwei der PlanRadar-Co-Founder, Sander van de Rijdt und Ibrahim Imam | (c) PlanRadar
Zwei der PlanRadar-Co-Founder, Sander van de Rijdt und Ibrahim Imam | (c) PlanRadar

Das Unternehmen konnte sein Standing innerhalb Österreichs in den vergangenen Jahren konstant halten: 2013 in Wien gegründet zählt PlanRadar zu den erfolgreichsten Scaleups im Land – nicht zuletzt wegen seiner anhaltenden internationalen Expansion. Nun legte das Unternehmen seinen Jahresabschluss 2025 und einen begleitenden Lagebericht vor, die nicht nur Einblicke in die Finanzen geben.

Umsatz steigt auf 33,64 Millionen Euro

Aber zunächst zu den zentralen Kennzahlen: Im vergangenen Jahr erzielte die Wiener PlanRadar GmbH, die nach wie vor als Muttergesellschaft der internationalen Gruppe fungiert, Umsatzerlöse in Höhe von 33,64 Millionen Euro nach 31,97 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von 5,24 Prozent. Und das „trotz eines herausfordernden Marktumfelds“ im europäischen Kernmarkt, wie die Geschäftsführung im Lagebericht festhält. Zu beachten ist hier, dass es sich um den Einzelabschluss der GmbH handelt und für die internationalen Tochtergesellschaften keine Zahlen vorliegen. Der ausgewiesene Umsatz enthält auch sogenannte Intercompany-Umsätze, da die Muttergesellschaft ihren Vertriebstöchtern konzernintern Lizenzgebühren für die Softwarenutzung verrechnet.

Als wesentliche Treiber der Entwicklung im Jahr 2025 nennt das Unternehmen „sowohl die Akquise neuer Kunden als auch die Erweiterung bestehender Verträge“. Während der europäische Markt unter den Nachwehen des Rückgangs im Wohnungsbau gelitten habe, sei die Konjunktur in den Wachstumsmärkten MENA (Middle East / Northern Africa) und APAC (Asia Pacific), wo Großprojekte für eine erhöhte Nachfrage sorgten, dynamischer verlaufen, heißt es weiter. Gerade in der MENA-Region hat sich die Gesamtlage bekanntermaßen seitdem geändert: Im Lagebericht weist die Geschäftsführung explizit auf eine erhöhte geopolitische Unsicherheit infolge des Konflikts im Iran hin. Zudem musste ein konzerninternes Darlehen an die Tochtergesellschaft in Dubai bereits vollständig abgeschrieben werden.

Zudem gab es 2025 laut Lagebericht Konsolidierungsmaßnahmen in mehreren Märkten. So wurden die Tochtergesellschaften in Brasilien und der Schweiz im Geschäftsjahr 2025 geschlossen, in Deutschland läuft eine Liquidation und der Rückzug aus Russland dauere aufgrund bürokratischer Hürden weiter an.

Sprung beim Betriebsergebnis (EBIT)

Auf operativer Ebene konnte die PlanRadar GmbH ihre Profitabilität deutlich steigern. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg laut Jahresabschluss von 2,52 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,98 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Zuwachs von knapp 58 Prozent. „Diese Entwicklung spiegelt die fortgesetzte Ausrichtung des Unternehmens auf effizientes Wachstum wider“, heißt es von der Geschäftsführung dazu im Lagebericht.

Hauptverantwortlich für die verbesserte operative Marge war eine erhöhte Kosteneffizienz. Laut der im Lagebericht enthaltenen Kostenanalyse blieben die Marketingkosten im Verhältnis zum Umsatz konstant bei drei Prozent, während der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz von 48 Prozent im Vorjahr auf 42 Prozent sank. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg gleichzeitig von 144 auf 157 Personen. Ein Wermutstropfen blieb dabei laut Bericht die Zahlungsmoral mancher Kunden: Wegen Uneinbringlichkeit mussten 2025 Forderungen in Höhe von 344.000 Euro abgeschrieben werden – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 190.000 Euro im Jahr 2024.

Negativer Finanzerfolg sorgt unterm Strich für Minus

Dem positiven Betriebsergebnis steht beim Finanzerfolg ein Minus von 4,71 Millionen Euro gegenüber (2024: minus 5,55 Millionen Euro). Dieser Posten ist maßgeblich durch Aufwendungen aus Finanzanlagen in Höhe von 6,72 Millionen Euro geprägt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Ausleihungen an (internationale) Tochtergesellschaften. Dem standen teilweise Wertzuschreibungen bei Finanzanlagen in Höhe von rund 393.000 Euro gegenüber. Zudem wurde ein Teil des Darlehens an die italienische Tochtergesellschaft zur Finanzierung in Eigenkapital umgewandelt, womit die Wiener Muttergesellschaft einen entsprechenden Forderungsverzicht übte.

Unterm Strich ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von minus 732.699 Euro. Der Verlust konnte gegenüber dem Vorjahresfehlbetrag (-3,02 Millionen Euro) dabei um mehr als 75 Prozent reduziert werden. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags aus Vorjahren (-52,89 Millionen Euro) lag der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2025 bei minus 53,62 Millionen Euro.

17 Millionen Euro liquide Mittel

Zur Einordnung der finanziellen Gesamtlage und der Risikostruktur verweist das Unternehmen auch auf seine Barreserven und den operativen Zahlungsstrom. Die liquiden Mittel erhöhten sich demnach auf rund 17 Millionen Euro (2024: ca. 15 Millionen Euro). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg auf 5,38 Millionen Euro nach 3,66 Millionen Euro im Jahr 2024.

„Wachstumsaussichten bleiben optimistisch“

Für die Weiterentwicklung setzt PlanRadar laut Lagebericht weiterhin auf Produktinnovationen und Expansion. Im Geschäftsjahr 2025 wurden 4,06 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben und durchschnittlich 37 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Neben KI-gestützten Funktionen hebt das Unternehmen die Markteinführung der Technologie „PlanRadar SiteView 360°“ hervor.

Und wie geht es weiter? „Trotz der anhaltenden Herausforderungen bleiben unsere Wachstumsaussichten aber optimistisch. Das Unternehmen strebt eine moderate Umsatzsteigerung an, während wir unsere Dienstleistungen über die Bauindustrie hinaus auf Branchen wie Facility Management und Brandschutz ausweiten“, heißt es von der Geschäftsführung.

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