05.06.2020

innovation.network.talk DX bringt Female Power mit dem brutkasten in die Hofburg

Am 18. Juni findet das digitale female-only Event Innovation.network.talk #3 DX unter der Patronanz der First Lady, Doris Schmidauer, in der Wiener Hofburg statt. Ein spannendes Programm mit hochkarätigen Gästen erwartet die Teilnehmerinnen, die in einer digitalen Experience zusehen und sich austauschen können. Der brutkasten ist Eventpartner und technischer Umsetzer dieser Veranstaltung. Gemeinsam mit 4gamechangers wird das Programm zusätzlich auch über die Media Kanäle gestreamt. 
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innovation.network.talk DX

Sanofi hat gemeinsam mit dem Wiener Frauennetzwerk „Club alpha“ das erfolgreiche female-only Format „Innovation.Talks“ gegründet: Eine Eventreihe, bei der sich Frauen auf Executive Ebene aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Innovation befassen und austauschen. Seit der Gründung punktet die Female-Only-Konferenz durch beeindruckende Talks von hochkarätigen Speakerinnen, spannende Diskussionen und einem Top-Level Netzwerk. 

Digitale Event-Experience

Die nächste Ausgabe dieses Erfolgsformats – Innovation.network.talk #3 DX – findet am 18. Juni von 9:30 bis 12:30 in der Wiener Hofburg statt und wird aufgrund der Coronakrise digital umgesetzt. Auch diesmal stehen wieder spannende Innovations- und Zukunftsthemen im Mittelpunkt. 

+++Alle aktuellen Events im Eventkalender des brutkasten+++

Die Teilnahme und Interaktion ist für die Teilnehmerinnen digital möglich – allerdings nur auf Einladung. Die Teilnehmerinnen können sich über den Chat untereinander austauschen sowie die Talks und Diskussionen kommentieren. Per Videochat- Funktion können ebenso persönliche Einzelgespräche geführt werden, um sich auch persönlich kennenzulernen. Für das breitere Publikum werden die Talks und Podien über die Kanäle des brutkasten und von 4gamechangers ausgestrahlt. 

First Lady, prominente Führungskräfte, zwei Ministerinnen und ein Überraschungsgast

Gastgeberin des Events ist Österreichs First Lady, Doris Schmidauer, als Moderatorin führt Corinna Milborn durch den Tag. Zwei hochaktuelle Key Notes werden von den Wissenschafterinnen, Rektorin Prof.in Dr.in Sabine Seidler und Univ. Doz. Dr. Ulrike Furmira-Mühlberger (WIFO) gehalten. Für die kurze Impuls-Talks haben sich zwei Ministerinnen für das Event angekündigt.

Eine davon Umweltministerin Leonore Gewessler, die zweite ist Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Die Ministerinnen werden auch in den anschließenden Panels mitdiskutieren, uA mit mit Michaela Fritz (Vizerektorin Medizinische Universität Wien), Iris Rauskala (Sektionschefin im  Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung) und Cornelia Daniel (Gründerin Dachgold). Die finale Agenda und Speakerinnen-Lineup wird demnächst bekannt gegeben.

Auch ein Überraschungsgast wurde angekündigt. 

Zehn Invite-Only-Plätze werden vergeben

Die Teilnahme an dem hochkarätigen Event – inklusive Möglichkeit zum Networking – ist nur auf Einladung möglich. Der brutkasten verlost jedoch zehn Invite-only-Plätze an motivierte Frauen aus der Community. Details zur Verlosung folgen in Kürze.

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Nina Smidt, geschäftsführende Vorständin der Siemens Stiftung, bei den Impact Days 2026 im Wiener Rathaus | (c) brutkasten

Wenn über Social Entrepreneurship gesprochen wird, geht es oft um Europa und darum, was der Kontinent in den Globalen Süden tragen kann. Nina Smidt dreht die Perspektive um. Die geschäftsführende Vorständin und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung leitet die gemeinnützige Stiftung seit 2020 und plädiert für Co-Konstruktion auf Augenhöhe: Was kann Europa umgekehrt von Sozialunternehmen in Subsahara-Afrika oder Lateinamerika lernen?

Die 2008 von der Siemens AG gegründete Stiftung arbeitet operativ und international und entwickelt Programme gemeinsam mit lokalen Partner:innen. 2019 hat sie mit WeTu in Kenia ein eigenes Sozialunternehmen gegründet, das am Viktoriasee an inzwischen 16 solarbetriebenen Hubs sauberes Trinkwasser, Solarenergie und E-Mobilität anbietet.

brutkasten hat Smidt im Rahmen der ViennaUP bei den Impact Days 2026 im Wiener Rathaus getroffen. Im Gespräch geht es um Wirkungsmessung, die Rolle von KI für Sozialunternehmen und darum, was österreichische Gründer:innen im Impact-Bereich von Initiativen aus dem Globalen Süden mitnehmen können.


brutkasten: Frau Smidt, die Siemens Stiftung ist seit 2008 aktiv, Sie führen sie seit 2020. Warum gibt es diese Stiftung – und worin unterscheidet sie sich von anderen großen Stiftungen?

Die Siemens Stiftung wurde 2008 von der Siemens AG als gemeinnützige Stiftung gegründet. Von Beginn an war sie international und operativ ausgerichtet. Als Stiftung arbeiten wir heute in Deutschland, in Afrika, Lateinamerika und seit knapp drei Jahren auch in Indien. Und wir sind eine operative Stiftung. Wir vergeben also nicht nur Mittel, sondern entwickeln Programme gemeinsam mit lokalen Partnern, evaluieren sie und passen sie an. Diese Co-Konstruktion ist für uns zentral.

Sie arbeiten in den Handlungsfeldern Grundversorgung, Digitalität und Klima. Wo kommt Social Entrepreneurship ins Spiel?

Wir fokussieren auf drei Handlungsfelder – Digitalität, Grundversorgung und Klima und setzen unser Portfolio mit den Kompetenzzentren Bildung, Sozialunternehmertum und Kultur um. Im sozialunternehmerischen Bereich konzentrieren wir uns auf Subsahara-Afrika, konkret auf Kenia, Uganda, Tansania, Ghana und Nigeria. In der Bildung sind wir vor allem in Lateinamerika, Deutschland und Indien aktiv.

Wie definieren Sie ein Sozialunternehmen? In Österreich entsteht gerade ein eigenes Label, der Diskurs ist in Bewegung.

Für uns steht der Mehrwert für die lokale Community im Vordergrund: Zugang zu sauberem Trinkwasser, Hygieneprodukten, Mobilitätslösungen. Diese Unternehmen sind profitorientiert – das ist Teil unternehmerischer Verantwortung – aber mit klarem Fokus auf Social Impact. Wir setzen ganz bewusst nicht bei der Ideation an, da gibt es schon viel. Und wir gehen auch nicht in die große Skalierung, dafür sind eher Entwicklungsbanken sowie Impact und Angel Investoren da. Wir sind in dem, was wir oft Missing Middle nennen: Unternehmen, die schon Umsatz generieren, aber noch nicht aus eigener Kraft finanziell unabhängig existieren können. Wir fördern philanthropisch, also über Grants.

Sie haben 2019 mit WeTu in Kenia ein eigenes Sozialunternehmen gegründet – wie läuft das?

WeTu heißt auf Swahili „unseres“. Wir betreiben am Lake Victoria inzwischen 16 Solar and Hubs, direkt in den Fischer-Communities. Wir stellen sauberes Trinkwasser bereit, betreiben solarbasierte Ice Rooms (sog. WeIce solar driven cold room model), vermieten Solarlaternen und stellen elektrische Lastenfahrräder, die den Fang vom See zu den Märkten transportieren. Mittlerweile arbeiten dort fast 200 Menschen lokal. Zwei der drei Geschäftsfelder tragen sich finanziell, nur der Wasserbereich muss noch subventioniert werden. Damit haben wir uns auch selbst bewiesen: Der sozialunternehmerische Ansatz funktioniert. Wir reden nicht nur darüber, wir machen es.

Impact-Messung ist ein Dauerthema. Wie weisen Sie tatsächlich Wirkung nach?

Wir haben vor zwei Jahren ein neues MEAL-System aufgesetzt: Monitoring, Evaluation, Administration und Learning. Jedes Projekt im aktuellen Drei-Jahres-Zyklus wird darauf unterlegt. Wichtig ist die Kombination: Quantitative Zahlen – wie viele Lernende, wie viele Sozialunternehmen unterstützt – haben begrenzte Aussagekraft. Bei Bildung und Social Entrepreneurship greift die Veränderung systemisch und braucht Zeit, oft Jahre. Deshalb arbeiten wir auch mit Vergleichsstudien. Die Kernfrage ist immer: Was hat sich für die Zielgruppe tatsächlich zum Besseren verändert?

Sie diskutieren beim Deutschen Stiftungstag öffentlich über KI. Was bedeutet das für Sozialunternehmen?

Zwei Anwendungen sehe ich konkret. Erstens im Bildungsbereich im Bereich der Anwendung von KI-Tools für kontextegebundenes Lernen und Lehren. Zweitens im Bereich Fundraising: KI kann helfen, gezielter im Konsortium mit anderen Stiftungen und Partnern lokale Initiativen zu finanzieren. Bei vielen unserer Sozialunternehmen vor Ort – etwa im Wasserbereich – ist KI dagegen noch nicht der Hauptfokus. In E-Mobility und Circularity sehe ich es eher.

Was möchten Sie Gründer:innen in Österreich mitgeben, die im Impact-Bereich arbeiten?

Wir reden oft darüber, was Europa nach Afrika oder Lateinamerika tragen kann. Die viel spannendere Frage ist die andere Richtung: Was können wir aus diesen Regionen lernen? Ein Bildungs-Sozialunternehmer in Österreich kann sehr genau hinschauen, wie Initiativen in Subsahara-Afrika oder Lateinamerika konkret laufen, welche Lösungen dort entstehen. Co-Konstruktion heißt für mich nicht Einbahnstraße. Wo können wir voneinander lernen, wo gemeinsam etwas bewegen? Genau dafür sind wir bei der Vienna UP – um Erfahrungen zu teilen und Partner kennenzulernen. Mit österreichischen Akteur:innen sind wir bisher noch in keiner formalen Kooperation, aber das Interesse ist groß.

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AI Summaries

innovation.network.talk DX bringt Female Power mit dem brutkasten in die Hofburg

  • Sanofi hat gemeinsam mit dem Wiener Frauennetzwerk „Club alpha“ das erfolgreiche female-only Format „Innovation.Talks“ gegründet: Eine Eventreihe, bei der sich Frauen auf Executive Ebene aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Innovation befassen und austauschen.
  • Seit der Gründung punktet die Female-Only-Konferenz durch beeindruckende Talks von hochkarätigen Speakerinnen, spannende Diskussionen und einem Top-Level Netzwerk.
  • Die nächste Ausgabe dieses Erfolgsformats – Innovation.network.talk #3 DX – findet am 18. Juni von 9:30 bis 12:30 in der Wiener Hofburg statt und wird aufgrund der Coronakrise digital umgesetzt.
  • Die Teilnahme und Interaktion ist für die Teilnehmerinnen digital möglich – allerdings nur auf Einladung. Für das breitere Publikum werden die Talks und Podien über die Kanäle des brutkasten und von 4gamechangers ausgestrahlt.
  • Gastgeberin des Events ist Österreichs First Lady, Doris Schmidauer, als Moderatorin führt Corinna Milborn durch den Tag.
  • Der brutkasten verlost jedoch zehn Invite-only-Plätze an motivierte Frauen aus der Community.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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  • Der brutkasten verlost jedoch zehn Invite-only-Plätze an motivierte Frauen aus der Community.