05.09.2025
THEMENPARTNERSCHAFT

„Warum brauchen wir Innovation? Sie ist so wichtig wie die Luft zum Atmen“

Michael Sedlak und Lukas Valika sind die Innovationstreiber des Burgenlands. Wie die beiden damit auch den Startup Burgenland Accelerator stärken, die Gründerszene im Burgenland fördern – und warum die Innovationsfähigkeit unseres Ökosystems davon profitiert.
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Michael Sedlak (l.) und Lukas Valika. | © Wirtschaftsagentur Burgenland

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2025 “Schubkraft” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


„Warum brauchen wir Innovation? Sie ist quasi so wichtig wie die Luft zum Atmen!“ Das sind klare Worte von Michael Sedlak. Seit 15 Jahren steht er für das Thema Innovation im Burgenland und unterstützt Unternehmen bei Förderungen, Partnerschaften und strategischer Weiterentwicklung: Wer sich nicht immer wieder neu erfindet, bleibt auf der Strecke. Innovation ist laut ihm nicht nur der Motor für wirtschaftliches Wachstum, sondern auch für gesellschaftlichen Fortschritt. Doch dafür braucht es mehr als nur gute Ideen – nämlich Know-how, finanzielle Unterstützung, ein starkes Netzwerk und verlässliche Partner.

All das bietet die Wirtschaftsagentur Burgenland mit Angeboten wie Startup Burgenland. Dieses trägt zu einer Erhöhung der Gründungsquote im Burgenland bei: Die Zahl der dort registrierten Startups hat sich von 2021 bis 2024 mehr als verdoppelt – von 39 auf 88. Besonders dynamisch entwickeln sich auch die Bereiche Gesundheit, Pflege, erneuerbare Energie sowie Landwirtschaft und Ernährung; im Einklang mit der FTI-Strategie Burgenland 2030.

Obwohl das Burgenland traditionell kein Industriestandort ist, funktioniert Innovation dennoch – vor allem dank flexibler, anpassungsfähiger Unternehmen. Ein Beispiel: Peischl Fahrzeugbau aus Stegersbach hat sich vom Pferdekutschenbetrieb vor 200 Jahren zur modernen Produktionsfirma für Lkw-Anhänger gewandelt.

Michael Sedlak und Lukas Valika unterstützen nicht nur Startups im Rahmen des Accelerators, sondern auch bereits etablierte Unternehmen – von der Förderberatung bis hin zur Innovationsstrategie. Damit bietet man ein Rundum-sorglos-Paket – mit starken Partnern wie der aws, der FFG oder dem Österreichischen Patentamt.

Ihr Innovationsmanagement umfasst Netzwerkpflege ebenso wie praktische Unterstützung in der Fläche: „Wir helfen branchenübergreifend, coachen, vernetzen und begleiten Ideen in den Markt“, sagt Sedlak. Über das Programm „Burgenland Innovationsfit“ beispielsweise erhalten innovative Ideen und Konzepte von Schüler:innen, Gründer:innen bis hin zu Unternehmen Feedback und Unterstützung zur Projektumsetzung – teils auch in Kooperation mit den lokalen Bildungseinrichtungen. Initiativen wie die Youth Entrepreneurship Week oder Kooperationen mit HTLs fördern den Unternehmergeist im Burgenland frühzeitig, bestätigt Valika.

Das Flaggschiffprogramm Startup Burgenland hingegen begleitet Founder auf dem Weg in den Markt und bietet ihnen individuelles Coaching in Bereichen wie Sales, Funding oder Medienarbeit – ergänzt durch gezielte Vernetzung mit Partnern und Kunden: „Kapital, Kunden, Know-how“ ist dort nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Praxis.

Ein weiterer Impulsgeber für regionale Innovation ist der Innovationspreis Burgenland. Fast jedes Jahr ist ein Projekt aus dem Accelerator unter den Preisträgern. Ziel sei es, junge, innovative Unternehmen ins Burgenland zu holen, Arbeitsplätze zu schaffen und Kooperationen mit etablierten Playern zu stärken.

Sonnenerde – der Gewinner des Innovationspreises Burgenland 2023 | © Wirtschaftsagentur Burgenland

Wir erkennen: Das Ökosystem rund um die Wirtschaftsagentur Burgenland funktioniert. Und das nicht nur dank der hervorragenden Verzahnung in der heimischen Wirtschaft: „Ein wichtiger Teil unseres USPs ist: Wir sind am Land. Wir haben kurze Wege – bei uns bekommt man schnell Termine, auch mit politischen Entscheidungsträgern“, betont Valika.

Der Startup Burgenland Accelerator legt besonderen Wert auf langfristige Beziehungen: Auch nach dem Programm bleibt das Team von Startup Burgenland in engem Kontakt mit den Startups, unterstützt sie bei neuen Chancen und holt passende Partner ins Gespräch. „Bei uns gibt’s keine ‚One size fits all‘-Lösungen. Jeder bekommt ein maßgeschneidertes Paket“, so Sedlak.

Die sechs Startups des laufenden Batch 5 des StartUp Burgenland Accelerators. | © Wirtschaftsagentur Burgenland

Die Innovationskraft des Burgenlands genießt mittlerweile überregionales Ansehen: „Menschen erkennen den Bedarf an Innovation und setzen ihn konsequent um. Und mit unserem Netzwerk und Coaching schaffen sie es erfolgreich in den Markt“, bestärkt Valika.

Auch 2026 können sich Startups für einen neuen Batch des Startup Burgenland Accelerators bewerben. Gesucht werden skalierbare Ideen und engagierte Teams. Startup Burgenland appelliert an alle, die sich auf die gemeinsame achtmonatige Reise begeben wollen: „Innovation braucht volles Commitment. Wer die Extrameile geht, findet bei uns die richtigen Voraussetzungen und umfassende Unterstützung – und kann mit uns das Ökosystem von morgen mit gestalten.“


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Digicusts neue Führungsebene (v.l.) Manuel Strausz, Thomas Übellacker, Matthias Pfeiler, Tolga Erkoç und Bernhard Klug

Nachdem das niederösterreichische Unternehmen Digicust im Dezember 2025 seine Gesamtsumme an Investments und Förderungen auf 2,3 Millionen Euro ausbauen konnte, folgt nun die organisatorische Anpassung. Ziel ist es laut Unternehmen, klare Verantwortlichkeiten für das globale Wachstum zu schaffen.

Führungskräfte aus den eigenen Reihen

Das neue Führungsteam rekrutiert sich vorwiegend aus den eigenen Reihen. Co-Founder Thomas Übellacker übernimmt die Position des CTO und Managing Directors. In der Wiener Szene ist Übellacker kein Unbekannter: Er gründete zuvor das KI-Startup Texterous und initiierte 2025 Wiens erste „Start-up-WG“, ein 480 Quadratmeter großes Loft inklusive Pool und Sauna, in dem mehrere Gründer:innen gemeinsam leben und arbeiten. Die technische Architektur leitet Co-Founder Manuel Strausz als Chief Software Architect. Er begleitet Digicust bereits seit den Anfängen im Jahr 2020 und war zuvor beim Softwareunternehmen Fabasoft tätig.

Den Vertrieb verantwortet künftig Tolga Erkoç als Chief Sales Officer, der seit 2024 an Bord ist und davor unter anderem für Xing tätig war. Die Rolle des Chief Marketing Officers übernimmt Bernhard Klug, der zuvor Marketing-Erfahrung beim CleanTech-Unternehmen neoom sowie auf selbstständiger Basis sammelte. Mitgründer Matthias Pfeiler fokussiert sich als CEO weiterhin auf die übergeordnete Unternehmensstrategie sowie auf Investor Relations.

„Ab einem gewissen Punkt braucht nachhaltiges Wachstum klare Verantwortlichkeiten“, erklärt Pfeiler. Mit diesem Team sei man laut dem CEO „ideal aufgestellt“, um das Unternehmen als Automatisierungsschicht für weltweite Zollprozesse zu etablieren.

Expansion nach Millionen-Finanzierung

Digicust entwickelt modulare KI-Komponenten für die Dokumentenverarbeitung, um manuelle Aufwände und Fehlerquoten bei Speditionen zu reduzieren. Bereits in der Vergangenheit lag der Fokus des Startups stark auf der Zoll-Digitalisierung und dem damit verknüpften internationalen Rollout.

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