20.12.2017

innovate4nature: WWF sucht Startups und Ideen

Bis 16. Februar können sich Startups beim von WWF, Spar und Impact Hub initiierten Wettbewerb anmelden. Gesucht werden Konzepte, die die biologische Vielfalt fördern.
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innovate4nature wwf sucht startups
(c) fotolia.com - Chinnapong

„Weltverbesserer? Treehugger? Idealist?“ – in seiner Ausschreibung zum zweiten Durchgang von „innovate4nature“ spielt der WWF mit Klischees zu Umweltschützern. Dezidiert richtet sich der Call nicht nur an bereits gegründete Startups. Gesucht werden Unternehmensideen und Projekte. Und zwar solche, die „sowohl der Natur als Lebensraum, als auch dem Artenschutz zugutekommen“. Beim ersten Durchgang kamen etwa ein Sammelgerät für Fallobst, eine spezielle Beschichtung für Glas, um Vogelschlag zu vermeiden und ein Bienenstock-Monitoring-System ins Finale.

+++ Wie mit Big Data das Bienensterben verhindert werden soll +++

„Biodiversität unentbehrlich für wirtschaftlichen Wohlstand“

„Biodiversität ist Grundstein und Motor zugleich für die Ökosystemleistungen, die die Basis zur Erfüllung der grundlegenden Bedürfnisse von uns Menschen schaffen. Dazu zählen Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser, fruchtbare Böden zur Produktion von gesunden Nahrungsmitteln, Blütenbestäubung, eine hohe Luftqualität und Erholung“, schreibt der WWF. Doch auch für den wirtschaftlichen Wohlstand der Gesellschaft sei die Biodiversität unentbehrlich, da sie das Fundament für zahlreiche Wirtschaftssektoren bilde. Daher hänge der Erfolg von vielen Unternehmen in vielerlei Hinsicht von Ökosystemen und deren Artenvielfalt ab.

Coaching und bis zu 15.000 Euro Preisgeld

Beim nunmehrigen Durchgang von innovate4nature, den der WWF gemeinsam mit Spar und Impact Hub und unterstützt vom Umweltministerium umsetzt, soll es sechs Finalisten geben. Diese bekommen Coachings und Betreuung vom Impact Hub. Zudem erhalten sie (equity free) Preisgeld bis zu 15.000 Euro. Die Anmeldung ist noch bis 16. Februar möglich.

⇒ Mehr Informationen und Anmeldung


+++ Die Sieger des Wettbewerbs greenstart +++

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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