15.03.2018

innovate4nature: 6 Finalisten stehen fest

90 Einreichungen hatte es gegeben. Zwölf Startups kamen in die Vorauswahl. Nun wurden von einer Jury die sechs innovate4nature-Finalisten gewählt.
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innovate4nature-Finalisten
(c) Lea Fabienne: Die innovate4nature-Finalisten

Aus knapp 90 Einreichungen wurden nun bei der Startup- und Ideen-Challenge innovate4nature die sechs besten Business-Ideen für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt gekürt. Dafür pitchte eine Vorauswahl von zwölf Teams vor einer Jury aus Biodiversitäts- und Startup-Experten. Neben der Kommunikationsexpertin Saskia Wallner, dem Biodiversitätsexperten Thomas Wrbka, der Finanzexpertin Christa Maier sowie dem Startup Sales Berater Jens Köster, war heuer auch Heinrich Prokop von Clever Clover unter den Jurymitgliedern. Diese wählten die innovate4nature-Finalisten nach den Kriterien „Biodiversitäts-Impact“, „Business-Modell“, „Innovation“ und „Team“ aus.

+++ Nachhaltig durchstarten: 4 Anlaufstellen für Green Startups in Österreich +++

(c) Lea Fabienne: Die Jury

Das sind die innovate4nature-Finalisten 2018

• Alles Powidl im Zwetschkenreich möchte die Vielfalt an österreichischen Primitivpflaumen erhalten
• almgrün setzt sich für eine biologische und solidarische Landwirtschaft ein
• Alpengummi produziert einen 100 Prozent natürlichen Kaugummi, der rein aus nachwachsenden regionalen Rohstoffen besteht
• markta ist ein digitaler Bauernmarkt, der regionale LebensmittelproduzentInnen mit regionalen KonsumentInnen verbindet
• Das Pflanzen-Urinal möchte ein öffentliches Urinal mit integrierter vertikaler Pflanzenkläranlage produzieren
• SEEDPAP setzt auf blühende, nachhaltige Verpackungen

5000 Euro und umfassendes Programm

Die innovate4nature-Finalisten erhielten ein Preisgeld von je 5000 Euro und nehmen an einem umfassenden Programm mit einer Reihe von Coachings und Workspace im Impact Hub Vienna teil. Gemeinsam mit erfahrenen Experten werden die sechs Teams in den nächsten Monaten an ihren Business-Modellen feilen. Am 26. September 2018 findet das Grande Finale statt, bei dem sie den Fortschritt ihrer Idee präsentieren. Den Gesamtsiegern winkt ein Geldpreis in der Höhe von 10.000 Euro und eine Mitgliedschaft im Impact Hub Vienna sowie gezielte Unterstützung bei der Vorbereitung zum erfolgreichen Start des Unternehmens.

innovate4nature wird vom WWF Österreich gemeinsam mit dem Impact Hub Vienna organisiert. Unterstützung gibt es vom BMNT, der Europäischen Union und SPAR.

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Die Hone-Gründer vl.: Carlo Kobe, Moritz Stephan und Oliver Brady | (c) Hone
Die Hone-Gründer vl.: Carlo Kobe, Moritz Stephan und Oliver Brady | (c) Hone

Er war gerade einmal 17 Jahre alt, als brutkasten 2017 erstmals über ihn berichtete. Damals hatte der Wiener Moritz Stephan gemeinsam mit Konstantin Klinger, mittlerweile Co-Founder und CEO des millionenfinanzierten Londoner Startups Seamflow, sein erstes Startup-Projekt gestartet. Mit dem Bücher-Lieferservice Lobu wollten die beiden Schüler der Wiener Hochbegabten-Schule Sir Karl Popper Schule damals Amazon und Co. lokal die Stirn bieten und holten sich wenig später eine kleine Investmentzusage bei 2 Minuten 2 Millionen.

Ein weiteres Mal war von Stephan im Jahr 2020 als Co-Founder des 2016 gegründeten Wiener Neustädter SpaceTech-Startups Tumbleweed zu lesen, das einen windbetriebenen Marsrover bauen wollte. Noch im selben Jahr verließ er aber laut seinem LinkedIn-Profil das Startup. Kein Wunder, war er doch seit 2019 an der Elite-Uni Stanford inskribiert. Eine weitere Gründung, diesmal mit Y-Combinator-Teilnahme, und einige Jobs, unter anderem bei Sarah Buchners Trunk Tools und zuletzt beim AI-Scaleup Cognition, folgten. Im Mai dieses Jahres ging Stephan schließlich gemeinsam mit den Co-Foundern Oliver Brady und Carlo Kobe, mit dem er bereits zuvor gemeinsam gegründet hatte, mit dem KI-Startup Hone an den Start.

„AI Engines“ als nächste Ausbaustufe über KI-Agenten

Das Produktversprechen von Hone: „AI Engines“, die im Unternehmen Ownership für konkrete Resultate übernehmen. „Chatbots geben Antworten. Agenten erledigen Aufgaben. Engines liefern Ergebnisse, und wir geben ihnen die Verantwortung, echten Wert zu schaffen – gemessen in Dollar anstatt in Tokens oder Vibes“, so der Claim des Startups. „Man richtet sie auf eine Geschäftskennzahl aus, und die Engine übernimmt den Rest. Sie arbeitet sich selbst ein, baut die notwendigen Agenten, Fähigkeiten und Wissensspeicher auf, arbeitet mit den richtigen Personen zusammen und wird durch Erfahrung immer besser.“

Von den Unternehmen festgelegte Regeln, an welchen Stellen es menschliche Bestätigung braucht, etwa im Umgang mit sensiblen Daten, sollen dabei für die notwendige Sicherheit sorgen. Man schließe mit „AI Engines“ letztlich eine „große Lücke“ zwischen dem, wozu Frontier-KI fähig ist und dem, was Unternehmen tatsächlich damit herausholen, heißt es von Hone.

„Fünf weitere Moritze“

Das Konzept überzeugte nun auch eine Reihe von Investoren: Mit Benchmark und Index Ventures übernehmen zwei US-VCs den Lead in einer 60 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde nur vier Monate nach der Gründung. Elad Gil, Hanabi, Definition, Diffusion, Lux, SV Angel, and Align komplettieren die Finanzierungsrunde.

In einem Blog-Beitrag von Index Ventures zum Investment heißt es, man habe Stephan bereits in seiner Zeit beim vorigen Arbeitgeber Cognition als Ausnahmetalent kennengelernt. „Weithin als Umsetzungsmaschine angesehen, war er ein Ein-Mann-Entwicklungsteam. Sein Name wurde im Unternehmen zum Synonym für Exzellenz und Produktivität; man sagte nur halbscherzhaft, dass Cognition ‚fünf weitere Moritze‘ bräuchte“, schreiben Shardul Shah und Mark Xu von Index unter anderem.

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