18.06.2020

innovate4nature-Finalisten: Räucherlachs aus Karotten und Diversity-Sense

Die sechs Finalisten der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs innovate4nature stehen fest. Wie immer wurden Projekte und Startups gesucht, die die Artenvielfalt fördern - diesmal mit Fokus auf Insekten.
/artikel/innovate4nature-finalisten-2020
Keine Mærchen - einer der innovate4nature-Finalisten
(c) Keine Mærchen; So sieht der Räucherlachs aus Karotten aus
kooperation

67 Einreichungen Einreichungen hat es gegeben. Nun stehen die sechs Finalisten der innovate4nature insects edition fest. Die aus Biodiversitäts- und Startup-Fachleuten zusammengesetzte Jury bestand aus Christa Maier (Erste Group – George Labs) für den Bereich Finanzierung, Julia Weber (ÖBB Immobilien – Mein.Bahnhof) und Markus Haas (WKO, Nachhaltigkeit in der Wirtschaft) für den Bereich Innovation, Gründung und Team sowie Thomas Frank (BOKU – Institut für Zoologie) für Biodiversität und Insekten.

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6 innovate4nature-Finalisten kämpfen für den Artenschutz

„Der Verlust der Artenvielfalt hat gravierende Konsequenzen für uns alle. Daher müssen wir nicht nur den Schutz der Biodiversität verbessern, sondern auch neue Lösungen für ein naturverträgliches Wirtschaften finden“, sagt Elisa Gramlich von der Umweltschutzorganisation WWF Österreich, die den Wettbewerb gemeinsam mit dem Impact Hub Vienna veranstaltet. Gesucht wurden bei dieser Ausgabe von innovate4nature sowohl Startups als auch Non-Profit-Projekte, die einen Beitrag zum Insektenschutz leisten. Die sechs Finalisten haben sehr unterschiedliche Lösungen:

  • Artenhof (OÖ) arbeitet an einem Vorzeigebetrieb für eine krisensichere Bio-Landwirtschaft.
  • diversifyr (Wien, Tirol) arbeitet am Design einer Sense als „urban gardening tool“ für ein insekten- und bodenschonendes Mähen.
  • Keine Mærchen (OÖ) verwandelt überschüssige Bio-Karotten in eine leckere Alternative zu Räucherlachs.
  • Network for Nature (NÖ, Wien) arbeitet an einem regionalen Netzwerk von Menschen, die sich gemeinsam in ihrer Umgebung für den Erhalt und Ausbau von Biodiversitätsflächen einsetzen.
  • Regionales Wiesensaatgut für die Vielfalt (Burgenland) entwickelt Methoden zur Gewinnung von artenreichem und regionalen Wiesensaatgut für neue Blumenwiesen.
  • Tagfaltermonitoring Österreich (Wien) will ein standardisiertes und flächendeckendes Monitoring für einen Überblick über den Zustand und die Entwicklung der Tagfalter in Österreich einführen.

Coaching, Mentoring und Preisgeld

Gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten werden die ausgewählten Teams in den nächsten Monaten im Rahmen von Coachings und Workshops im Impact Hub Vienna an ihren Business-Modellen feilen, bevor im November das große Finale stattfindet. Die Finalisten erhalten zudem ein erstes Preisgeld von jeweils 1500 Euro. Dem Gewinner-Team winkt ein Preisgeld von weiteren 5000 Euro sowie eine Mitgliedschaft im Impact Hub Vienna und gezielte Unterstützung bei der Vorbereitung zum erfolgreichen Start des Unternehmens.

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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innovate4nature-Finalisten: Räucherlachs aus Karotten und Diversity-Sense

  • 67 Einreichungen Einreichungen hat es gegeben.
  • Nun stehen die sechs Finalisten der innovate4nature insects edition fest.
  • Gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten werden die ausgewählten Teams in den nächsten Monaten im Rahmen von Coachings und Workshops im Impact Hub Vienna an ihren Business-Modellen feilen, bevor im November das große Finale stattfindet.
  • Die Finalisten erhalten zudem ein erstes Preisgeld von jeweils 1500 Euro.
  • Dem Gewinner-Team winkt ein Preisgeld von weiteren 5000 Euro sowie eine Mitgliedschaft im Impact Hub Vienna und gezielte Unterstützung bei der Vorbereitung zum erfolgreichen Start des Unternehmens.

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