01.09.2026
INVESTMENT

INLEAP Photonics: Deutsches Deep-Tech-Startup sichert sich 20 Millionen für Drohnenabwehr

Das Unternehmen aus Hannover setzt bei der Abwehr von Drohnen auf Laser. Hauptinvestor bei der Seed-Finanzierungsrunde über rund 20 Millionen Euro ist UVC Partners. INLEAP Photonics soll sich laut CEO und Co-Founder Marius Lammers „als zentraler europäischer Anbieter etablieren.“
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Das Gründungsteam von INLEAP | (c) INLEAP

Egal, ob in Leipzig, Brüssel oder Kopenhagen, Drohnen stellen für Europas Flughäfen und Infrastruktur eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Genau hier setzt INLEAP Photonics an: Das Spin-off aus dem Laserzentrum Hannover entwickelte eine laserbasierte Drohnenabwehr. Zuletzt sicherte sich INLEAP Photonics eine Seed-Finanzierungsrunde über rund 20 Millionen Euro. Lead-Investor ist UVC Partners. Weitere Investoren wie HTGF, Balnord oder Scale Capital kommen aus ganz Europa. Zu den Kunden des Spin-offs zählen unter anderem das deutsche Bundesministerium der Verteidigung und die Bundeswehr.

Mehr Testkapazitäten und ausgebaute Belegschaft

Das frische Kapital und eine gestiegene Nachfrage sorgen bei INLEAP für erhöhte Fertigungs- und Testkapazitäten, die Belegschaft wird weiter aufgestockt. „Unsere Technologie ist im Markt angekommen und verzeichnet einen starken Auftragseingang. Jetzt investieren wir in Fertigung, Qualitätssicherung, Sales und Service, damit wir die Nachfrage bedienen und unsere Systeme in größeren Stückzahlen liefern können“, sagt CEO und Co-Founder Marius Lammers.

INLEAP Photonics möchte künftig die Skalierung seiner Technologie vorantreiben. „Der Schritt in die Serienfertigung erfordert mehr als nur zusätzliche Kapazitäten. Jede Einheit muss unter denselben Bedingungen gefertigt, geprüft und abgenommen werden können“, sagt Felix Wellmann, CTO und Co-Founder. Lammers geht noch einen Schritt weiter und betont: „Wir werden INLEAP Photonics als zentralen europäischen Anbieter für Laser-Effektoren etablieren.“

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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