11.01.2023

Diese Österreicherin wird neue Programmchefin von RTL

Inga Leschek kommt von Netflix und übernimmt mit März die Programmgeschäftsführung für den deutschen TV-Sender RTL und dessen Streamingplattform RTL+.
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Inga Leschek, neue Programmgeschäftsführerin bei RTL
Inga Leschek | Foto: RTL/Marina Weigl

Eine Österreicherin zeichnet sich ab März verantwortlich für die Programmgestaltung bei RTL: Inga Leschek kehrt nach etwas mehr als einem Jahr bei Netflix wieder zu RTL zurück, wo sie zuvor bereits tätig gewesen war. Die 45-jährige Programmmacherin berichtet in ihrer neuen Funktion an Stephan Schmitter, den Geschäftsführer für Programm und Marken bei RTL Deutschland.

Bei Netflix hatte sie die Position „Director Nonfiction DACH & CEE“ seit Oktober 2021 inne. Davor war sie Geschäftsführerin Geschäftsführerin der Produktionsunternehmen RTL Studios (vormals Norddeich TV) und 99pro media, die sie ab 2020 zusammengeführt hatte.

Formate wie „Ninja Warrior“ auf RTL oder „Guidos Deko Queen“ auf VOX entstanden unter ihrer Leitung. Davor hatte bis 2013 die Produktionsfirma Tresor TV geführt. Zu Beginn ihrer Karriere hatte sie auch als Produktsleiterin beim ORF sowie als Herstellungsleiterin bei ATV gearbeitet.

Bisher ranghöchste weibliche Führungskraft bei RTL

Nach Angaben des deutschen Medienportals DWDL.de ist Leschek nun bisher ranghöchste weibliche Führungskraft in der Geschichte von RTL. „Nach einer extrem spannenden und lehrreichen Zeit bei Netflix, die ich nicht missen möchte, fühlt es sich nun an, wie nach Hause zu kommen“, wird die neue Programmchefin in einer Aussendung von RTL zitiert. Sie sei sehr glücklich über „die herausfordernde Aufgabe“, die linearen und digitalen Inhalte von RTL und RTL+ ausrichten und mitgestalten zu dürfen.

Ihr neuer Vorgesetzer Schmitter bezeichnet Leschek als „absolute Wunschbesetzung“. Als gemeinsame Ziele nennt er unter anderem, die Marktführerschaft von RTL im TV-Bereich in der Zielgruppe von Zielgruppe von 14 bis 59 Jahren zurückzuerobern sowie weiteres Wachstum bei der Streaming-Plattform RTL+ im Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten wie Netflix.

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Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

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