11.04.2022

influence.vision: Millioneninvestment für Wiener Startup von deutschem TV-Riesen

Die Banijay Gruppe Deutschland steigt bei influence.vision aus Wien ein. Nun will man bei Influencer Marketing-Angebote eng zusammenarbeiten.
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Marcus Wolter (Banijay), Branko Markovic und Florian Bösenkopf (beide influence.vision)
Marcus Wolter (Banijay), Branko Markovic und Florian Bösenkopf (beide influence.vision) | © Steffen Z Wolff

2017 gegründet, betreibt das Wiener Startup influence.vision einen Marktplatz, in dem Unternehmen mit Influencer:innen vernetzt werden. Content Creators können auf der Plattform ihre Angebote, Engagement und Reichweite direkt an Kund:innen pitchen. Das Startup bietet zudem auch eine individuelle Kampagnen-Beratung sowie ein integriertes Reporting zur Messung der Conversion- und Kampagnenziele. Dabei arbeitet man mit Influencer:innen auf YouTube, TikTok, Instagram und Facebook sowie Podcast-Betreiber:innen zusammen. influence.vision ist neben dem Heimatmarkt Österreich auch in Deutschland und Kroatien aktiv. Marken-Kunden sind unter anderem Dyson, refurbed oder Universal Pictures. Mehr als 1.000 Kampagnen mit über 10.000 Influencer:innen wurden bereits über die Plattform umgesetzt

„Schlag den Star“- und „Wer wird Millionär?“-Produzent Banijay steigt ein

Nun nahm das Startup ein nicht näher beziffertes siebenstelliges Investment von der Banijay Gruppe Deutschland auf. Diese ist nach eigenen Angaben der größte Produzent von kreativem TV-, Digital und Live-Content und produziert zahlreiche bekannte Formate wie etwa „Schlag den Star“ (ProSieben), „TV total“ (ProSieben), „Masked Singer“ (ProSieben), „Kitchen Impossible“ (VOX), „Wer wird Millionär?“ (RTL) und „Promi Big Brother“ (Sat.1). „influence.vision ist die beste Plattform, um Brands mit Influencern zu verbinden. Der Marktplatz von influence.vision ist eine konsequente, strategische Ergänzung unseres Öko-Systems“, kommentiert Marcus Wolter, CEO Banijay Germany, in einer Aussendung.

„Was Google für Suchmaschinen ist, soll influence.vision für die Creator Economy sein“

influence.vision Co-Founder & Co-CEO Branko Markovic umreißt die Vision: „Der internationale Markt für Influencer Marketing wird im Jahr 2022 auf 16,4 Milliarden Dollar geschätzt und wächst jährlich um 40 Prozent. Wir wollen hier den Standard setzen: Was Google für Suchmaschinen ist, soll influence.vision für die Creator Economy sein. Dazu ist ein internationales Netzwerk wie die Banijay Gruppe der perfekte Partner“. Sein Co-Founder & Co-CEO Florian Bösenkopf ergänzt: „Die Banijay Gruppe und ihre Kreativen gestalten seit vielen Jahren den Zeitgeist unserer Gesellschaft mit. Wir als Tech-Player können damit die besten Content Creator und Künstler unter einer Marke verbinden und die kreativsten Konzepte für Werbekunden entwickeln“.

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v.l.: Ronald Pranz (COO & CFO), Nikolaus Weber (CEO) und Alexander Ortner (CTO) © 36Agency

Jede Firma sucht nach ihr: Effizienz. Keyvero hilft dabei, diese in Unternehmen zu verbessern. Mit seiner AI Office Solution dokumentiert das Unternehmen, was im Unternehmen passiert und wo Zeit und Qualität verloren gehen. Im vergangenen September beteiligte sich Ronald Pranz mit einem Investment an dem Wiener Startup. Über die Höhe wollte der Investmentbanker aus strategischen Gründen nichts sagen. Nächste Woche stünden Kooperationsverhandlungen mit einem asiatischen Unternehmen an. Nun verlautbarte Keyvero, dass Pranz als COO und CFO bei dem Unternehmen einsteigt.

„Definitiv gut, auch operativ mitzuwirken“

„Bei unserem ersten Auftritt bei Austrian Advantage ist das Produkt sehr gut angekommen und es hat gleich Fahrt aufgenommen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es definitiv sinnvoll ist, auch operativ mitzuwirken“, sagt Pranz gegenüber brutkasten, der auch Inhaber der runprosale GmbH ist, die sich auf Vertriebs- und Finanzstrategien spezialisiert hat. Bei Keyvero lege er seinen Fokus auf die Ausweitung der Marktposition im DACH-Raum und darauf, die nächsten internationalen Wachstumsschritte einzuleiten.

„Eine wesentliche Basis für den gemeinsamen Erfolg bieten die langjährigen Erfahrungswerte seines
Unternehmens, auf die wir in unserer Zusammenarbeit setzen“, sagt Nikolaus Weber, Co-Founder von Keyvero.

Gegründet, um Unternehmen zu entlasten

Keyvero wurde 2026 von Weber und Alexander Ortner gegründet. „Jedes Unternehmen hat Abteilungen, in denen KI heute schon spürbar entlasten könnte. Den meisten Betrieben fehlt jedoch das notwendige Know-how oder die Motivation, um KI in ihre Prozesse zu integrieren. Um diesen Firmen zu helfen, haben wir Keyvero gegründet“, sagt Weber.

Aus den unterschiedlichen Abteilungen in Unternehmen würden unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an KI-Assistenzlösungen resultieren. Die Module von Keyvero arbeiten vernetzt innerhalb des Unternehmens und lernen aus den Informationen der Mitarbeitenden, um diese gezielt zu entlasten. Dabei helfe Keyvero jungen Unternehmen, schneller zu wachsen und etablierten, ihre Marktposition zu stärken.

„Der KI-analytische Ansatz soll unseren Kunden zeigen, wo ein KI-Modul in der Firma überhaupt
Sinn ergibt, um Qualität und Quantität zu optimieren“, heißt es von Keyvero. Pranz ergänzt: „Für die Unternehmen ist es wichtig, sich mit unseren KI-Assistenz-Modulen zu befassen und sie Schritt für Schritt in ihren täglichen Arbeitsablauf einzubauen.“

Keyvero biete auch das Modul Telefonassistenz an, das Wissen über Kundenverhalten strukturiert liefere. Für viele Unternehmen sei das der Einstieg in die Zusammenarbeit mit dem Wiener Startup.

Implizites Wissen nutzbar machen

Ende des Jahres soll der nächste Entwicklungsschritt folgen: Keyvero möchte einen KI-Assistenten auf den Markt bringen, der undokumentierte Arbeitsabläufe und implizites Wissen der Mitarbeitenden nutzbar macht. Dabei würden unterschiedliche unstrukturierte Datenquellen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen oder Dokumente, analysiert werden. Das soll unentdeckte Potentiale sichtbar machen. Ein weiteres Keyvero-KI-Modul könne daraufhin selbstständig Lösungen umsetzen.

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