27.08.2025
HEALTH

Improic: Vater-Sohn-Startup startet Kooperation mit deutschem Hersteller für Zahnimplantate

Das Innsbrucker Startup Improic widmet sich mit einer Lösung der Pflege von Zahnimplantaten. Damit erregte es die Aufmerksamkeit eines deutschen Herstellers für ebenjene und ging mit ihm eine Vertriebspartnerschaft ein.
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Improic, Zahnimplantat
© Improic - Gert Grubwieser (l.), Lukas Grubwieser (GF und Co-Founder) und zweiter Geschäftsführer und Co-Founder Lukas Prenner (r.).

Die Geschichte von Improic begann mit einer Frage, die dem Innsbrucker Kieferchirurgen Gert Grubwieser gestellt wurde. Patient:innen wollten wissen, womit sie am besten ihre Zahnimplantate pflegen könnten. Damals gab es nichts. Der Mediziner wusste, dass 43 Prozent der Menschen mit Zahnimplantaten eine Zahnfleischentzündung bekommen, die sich ausbreiten und bis zum Verlust des Implantates führen kann.

Improic: Kooperation mit bredent medical

Grubwieser startete folglich ein Forschungsprojekt mit der Universität Innsbruck und entwickelte eine Zahnpasta mit Mikrosilber, die Bakterien im Mund signifikant reduzieren und Entzündungen verhindern soll. Sein Sohn Lukas Grubwieser übernahm mit Lukas Prenner die Geschäftsführung, den Verkauf und das Marketing. Seit 2024 ist Improic am Markt erhältlich. Marktführer in Österreich und Deutschland sei man eigenen Angaben nach bereits, der Rest Europas soll folgen.

Laut Global Insights wird die globale Marktgröße für Zahnimplantate von 2024 auf 4,9 Milliarden USD geschätzt. Der Markt wird voraussichtlich von 5,2 Milliarden im Jahr 2025 auf 9,6 Milliarden im Jahr 2034 wachsen.

Das Innsbrucker Startup möchte da mitwachsen, und ein erster Schritt ist eine Kooperation mit bredent medical, einem deutschen Hersteller für Zahnimplantate. Bei einem Treffen auf der internationalen Dentalmesse im März 2025 habe es gleich gefunkt: „Zunächst werden wir eine Vertriebspartnerschaft bilden, bei der bredent auch die Produkte von Improic allen Partner-Zahnärzten in Österreich und Deutschland vorstellen und erklären wird“, sagt Lukas Grubwieser. „Davon werden wir beide profitieren.“

Langfristig suchten die Tiroler einen strategischen Partner, um die weitere Expansion zu finanzieren. Derzeit befinden sich sieben Prozent der Improic Dental GmbH in Streubesitz. Die Bewertung liegt dabei im Millionenbereich.

„Besonders anfällig“

Zudem möchte Improic der großen Konkurrenz in diesem Feld beweisen, dass die Nische der Implantatträger ein relevantes Problem hat, das die Mikrosilber-Rezeptur lösen kann, und damit den hohen Preis (Anm.: Zahnpasta EUR 9,90, Mundgel EUR 13,90 und Mundspülung EUR 14,90) rechtfertigt.

„Wir erwarten, dass die großen Marken erst aufmerksam werden, nachdem wir im großen Stil gezeigt haben, dass unsere Nische ein eigenes Produktsortiment nachfragt, das besser wirkt und profitabel aufgebaut werden kann“, so Grubwieser.

Warum die Träger:innen von Zahnimplantaten besonders anfällig für Entzündungen sind, liegt daran, dass bei den Implantaten – im Gegensatz zu natürlichen Zähnen – der Zahnfleischrand seine Schutzfunktion gegen Bakterien nicht mehr vollständig wahrnehmen kann; die immunologische Barriere ist somit eingeschränkt.

Improic mit Wirkkomplex

Das menschliche Gebiss sei den Foundern nach evolutionär nicht für eine Lebenserwartung von 70-90 Jahren gebaut und hat einen natürlichen Feind: Bakterien, die Entzündungen verursachen und zum Verlust von Zähnen oder Zahnimplantaten führen können. Improic bekämpft die Bakterien, die Entzündungen auslösen, mit einem Wirkkomplex (klinisch getestet), der neben Inhaltsstoffen wie Salbei auch Mikrosilber enthält, das schon die alten Ägypter zur Heilung nutzten. Zwölf Stunden lang gibt das Mikrosilber positiv geladene Ionen-Teilchen ab, die an die Zellmembran von Mikroorganismen wie Bakterien andocken, deren Stoffwechsel stören, die Zellteilung hemmen und sie so unschädlich machen.

Für den Körper sei das unbedenklich: Mit einer Größe von etwa zehn Mikrometern (μm), was einem Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares entspricht, können die Mikrosilber-Partikel nicht durch die Hautbarriere dringen, heißt es. Im Labor habe es das Wachstum der Zielkeime, die Entzündungen verursachen, gestoppt. Auch bei klinischen Tests mit Patient:innen habe es in 80 Prozent der Fälle einen signifikanten Rückgang der entsprechenden Leitkeime im Mund gegeben.

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QuantumDiamonds
Die Gründer von QuantumDiamonds: Fleming Bruckmaier (links) und Kevin Berghoff (rechts). Copyright: QuantumDiamonds GmbH.

Das Münchner Spinoff QuantumDiamonds holt sich insgesamt 91 Millionen Euro. 76 Millionen der Gesamtfinanzierung stammen aus einer Förderung im Rahmen des European Chips Acts der Europäischen Kommission, die gemeinsam vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Freistaat Bayern bereitgestellt wird. Weitere 15 Millionen Euro sind Eigenkapital aus einer Series-A-Finanzierungsrunde, an der sich neben Bayern Kapital mit dem ScaleUp-Fonds Bayern auch der Lead-Investor World Fund sowie IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund, Onsight Ventures sowie mehrere Angel-Investoren beteiligt haben.

QuantumDiamonds mit Skalierungsplänen

Mit den Mitteln aus der Runde plant QuantumDiamonds, seine Technologie weiter zu skalieren und sein Ingenieurteam zu erweitern. Zudem wird das Unternehmen noch im Jahr 2026 den ersten Abschnitt eines neuen 152-Millionen-Euro-Produktionsstandorts in München in Betrieb nehmen.

QuantumDiamonds möchte sich allgemein als einer der am schnellsten wachsenden Entwickler von innovativer Präzisionsmesstechnik für die Chip-Industrie positionieren. Es wurde im Jahr 2022 als Spinoff der Technischen Universität München (TUM) gegründet.

Auf Basis synthetischer Diamanten

Die Technologie der Münchner kombiniert Quantensensorik und Bildgebung auf Basis von synthetischen Diamanten. Im Ergebnis könne QuantumDiamonds so komplexe Chip-Architekturen effizient und zerstörungsfrei prüfen, heißt es vom Unternehmen. Dabei nutzt das Quantensensorikverfahren des Spinoffs Stickstoff-Vakanzzentren in synthetischen Diamanten, um Magnetfelder mit höchster Präzision zu erkennen. Auf diese Weise lassen sich bisher nicht erkennbare Fehler in komplexen 3D-Chip-Architekturen identifizieren – mit einer Genauigkeit im Nanometerbereich, wie es heißt.

QuantumDiamonds arbeitet eigenen Angaben zufolge mit neun der zehn weltweit führenden Chip-Hersteller zusammen und unterstützt diese dabei, Fehlerursachen frühzeitig zu identifizieren, ihre Prozesseffizienz zu steigern und Energiekosten sowie Emissionen zu reduzieren. Dafür hat das Unternehmen im März und April 2026 nach Taiwan und Kalifornien expandiert.

„Quantensensorik in Chip-Fabriken weltweit zu etablieren“

„Diese Finanzierung ist ein wichtiger Schritt, um Quantensensorik in Chip-Fabriken weltweit zu etablieren“, sagt Kevin Berghoff, CEO und Mitgründer von QuantumDiamonds. „Das Feedback der führenden Chip-Hersteller spricht für sich: Sie sehen in der Technologie von QuantumDiamonds eine Effizienzsteigerung, die mit aktueller Technik nicht erreichbar wäre. Mit bereits laufenden Projekten in den USA und Taiwan und dem Hochfahren der Serienproduktion in München nimmt Europa nicht nur an der nächsten Phase des Chip-Zeitalters teil, sondern gestaltet diese maßgeblich mit.“

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