15.12.2020

Impact Hub Vienna startet Onlineshop für nachhaltige Produkte & Dienstleistungen

Der Impact Hub Vienna launcht zusammen mit dem Impact Hub Amsterdam und anderen Impact Hub-Standorten den Online-Shop WEBEEM.com für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Aktuell läuft eine Testphase mit 20 Unternehmen und 100 Produkten.
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Impact Hub Vienna
(c) Impact Hub Vienna

Über die letzten zehn Jahre entwickelte sich der Impact Hub Vienna zu einer der wichtigsten Unterstützungs-Plattformen für Social Entrepreneurs in Österreich und Umgebung. Allein in Wien umfasst die aktive Community über 1.000 Innovatoren, Experten und Partner aus den unterschiedlichsten Branchen und Sektoren. 

Seit seinem zehnjährigen Bestehen setzte der Impact Hub Vienna rund 30 Akzelerations-Programme um und skalierte unter anderem den Social Imapct Award, der von Peter Vandor von der Wirtschaftsuniversität Wien ins Leben gerufen wurde – der brutkasten berichtete zum zehnjährigen Jubiläum über die Bilanz der Plattform.

Onlineshop WEBEEM.com

Nun steht ein neues Projekt an: Gemeinsam mit dem Impact Hub Amsterdam und anderen Impact Hub Standorten wurde der Online-Shop WEBEEM.com für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gelauncht. Ziel ist das „Sichtbarmachen“ des regionalen und nachhaltigen Wirtschaftens.

Der Name WEBEEM leitet sich aus dem englischen Wort für Trompete (Beem) ab und steht laut dem Impact Hub für „die gemeinschaftliche Verbreitung konsequenter Alternativen“ zu Amazon, Zalando & CO.

Testballon mit 20 Unternehmen

Für den Anfang gibt es 20 Unternehmen und über 100 Produkte. Mit dabei sind aktuell auch österreichische Startups, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben – angefangen von Beeanco bis hin zu Alpengummi. Zudem sind auch zahlreiche internationale Startups gelistet, wie Marktfee und Future aus Deutschland oder AmsterdamMade aus den Niederlanden.

Junge Unternehmen mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen können sich ab sofort auf der Homepage registrieren, um bei der nächsten Phase ab Januar mit dabei zu sein. Laut dem Impact Hub Vienna können sich nicht nur Startups, sondern auch etablierte KMU registrieren.

Am 13. Jänner 2021 veranstaltet der Brutkasten übrigens seinen dritten Termin der digitalen Eventreihe für KMU. Das Thema: Nachhaltig Wirtschaften. Ihr könnt euch hier kostenlos registrieren.


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Der Prototyp auf dem PROTEAS-Forschungsgelände des Cyprus-Instituts in Zypern © Waldstein

„Ich habe erstmal aus Meerwasser destilliertes Wasser getrunken. Es schmeckte sehr gut“, berichtet Carl Albrecht Waldstein, Geschäftsführer der Wiener Seawater BV GmbH im brutkasten-Gespräch über die gelungene Inbetriebnahme der ersten solaren Meerwasser-Entsalzungsanlage des Desertgreener-Projekts in Limassol, Zypern.

Mit einer Kombination aus Parabolspiegeln und energetischem Recycling will man dem weltweiten Wassermangel, der aktuell über 2 Milliarden Menschen betreffe, begegnen. Was vor zwei Jahrzehnten an einer verdorrenden spanischen Küste als kühnes Gedankenspiel begann, soll nun globale Wucht entfalten.

Die Vision: Wasser für eine wachsende Welt

„Wir saßen am Ufer des Meeres an der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns unendlich viel Meer und hinter uns trocknete alles aus. Also haben wir gesagt, das kann nicht sein, dass das Wasser vor uns die Probleme hinter uns nicht löst“, erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge der Lösung eines der herausforderndsten Probleme unserer Zeit.

Die Technologie soll Süßwasser so günstig verfügbar machen, dass nicht nur Trinkwasser gesichert wird, sondern auch die wasserintensivere Landwirtschaft, Industrie und der Bergbau versorgt werden können. Bereiche, die klassische Entsalzung aus Kostengründen kaum bedient. Das Potenzial reicht laut Waldstein von der Rettung versalzter Agrarflächen über die Begrünung von Wüstenregionen bis zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Ammoniak als Dünger- und Treibstoffalternative.

Perspektivisch positioniert sich Desertgreener damit als Anbieter einer Basisinfrastruktur, die – wenn sie im großen Maßstab umsetzbar ist – wasserarmen Regionen weltweit neue wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

Wasserkreislauf der Natur als Vorbild

Statt auf energieintensive Umkehrosmose zu setzen, soll die Anlage im Kleinen kopieren, was die Natur im Wasserkreislauf im Großen macht: Sonne verdampft Meerwasser, der Dampf kondensiert wieder zu Süßwasser. Bewegliche, der Sonne nachgeführte Spiegel bündeln dafür die Sonnenstrahlen direkt auf einen mit Meerwasser gefüllten Behälter und bringen es zum Kochen. Laut Unternehmen werden so über 90 Prozent der Sonnenenergie direkt genutzt.

Der entstehende, salzfreie Dampf wird von einer Turbine abgesaugt und in ein Röhrensystem gepresst. Dabei kondensiert er sofort wieder zu Wasser und gibt seine Wärme an das noch kochende Meerwasser zurück. „Wir schicken 83 Prozent der Energie ständig im Kreis“, erklärt Waldstein. Dadurch lasse sich mit derselben Menge Sonnenenergie ein Vielfaches an Wasser verdampfen, statt sie nach einmaliger Nutzung zu verlieren.

Finanzierung über Utility-Token

Um die kapitalintensive Serienproduktion nun vorzubereiten, meidet die Seawater BV GmbH bewusst Banken und Venture Capital. Man wolle unabhängig bleiben: „Wir wissen, wir stören auch viele“, so Waldstein. Stattdessen gelangt man über den Verkauf des eigenen „DGRX“ Utility-Tokens bereits an über zehn Millionen Euro, wie der Gründer im Interview erwähnt.

Verkauft wird der Token über die DGRX Sales GmbH, welche daraus wiederum schrittweise Anteile an der Seawater BV GmbH erwirbt (bis zu 24%). Weitere sechs Millionen Euro sollen nun über die Token-Finanzierung folgen, um die Serienproduktion voranzutreiben.

1,8-Milliarden-Bewertung von „Big Four“-Prüfungsgesellschaft

Zu den anvisierten Kunden zählen Regierungen, Kommunen sowie große Agrar- und Bergbaukonzerne. „Um den Markt mache ich mir null Sorgen. Wo ich hintippe, schreien die Leute, wann könnt ihr liefern“, kommentiert Waldstein die Nachfrage. Laut ihm bewertete eine „Big Four“-Prüfungsgesellschaft die Firma Ende 2025 mit 1,8 Milliarden US-Dollar. Mit der aktiven Pilotanlage steige der Wert laut Waldstein kalkulatorisch auf 2,9 Milliarden Dollar.

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AI Summaries

Impact Hub Vienna startet Onlineshop für nachhaltige Produkte & Dienstleistungen

  • Über die letzten zehn Jahre entwickelte sich der Impact Hub Vienna zu einer der wichtigsten Unterstützungs-Plattformen für Social Entrepreneurs in Österreich und Umgebung.
  • Seit seinem zehnjährigen Bestehen setzte der Impact Hub Vienna rund 30 Akzelerations-Programme um und skalierte den Social Imapct Award, der von Peter Vandor von der Wirtschaftsuniversität Wien ins Leben gerufen wurde.
  • Nun steht ein neues Projekt an: Gemeinsam mit dem Impact Hub Amsterdam und anderen Impact Hub Standorten wurde nun der Online-Shop WEBEEM.com für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gelauncht.
  • Für den Anfang gibt es 20 Unternehmen und über 100 Produkte.
  • Junge Unternehmen mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen können sich ab sofort auf der Homepage registrieren, um bei der nächsten Phase ab Januar mit dabei zu sein.
  • Laut dem Impact Hub Vienna können sich nicht nur Startups, sondern auch etablierte KMU registrieren.

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