12.04.2021

ImmoCheckout: Millioneninvestment für Tiroler PropTech-Startup

Das Startup ImmoCheckout mit Sitz in der Werkstätte Wattens holt sich die Bachmaier Invest GmbH als strategischen Investor an Bord.
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ImmoCheckout - v.l.n.r.: Gründer Benjamin Speckbacher, Investor Thomas Bachmaier, Gründer Stefan Schiessl
v.l.n.r.: Gründer Benjamin Speckbacher, Investor Thomas Bachmaier, Gründer Stefan Schiessl | (c) Christoph Endres

Mit seiner Software-Lösung für den Immobilien-Vertrieb sieht sich das 2018 gegründete Tiroler Startup ImmoCheckout als „die digitale Komplettlösung für die Vermarktung von Immobilienprojekten“. Bei Endkunden will man durch eine „emotionale Darstellung“ punkten. Für die B2B-Kunden biete man ein Komplettsystem. „Durch die digitalen End-to-End Prozesse erleichtern wir mit unserer Lösung zeitraubende,
analoge Abläufe für Bauträger, Makler, Mietverwalter und deren Kunden“, meint Co-Founder Stefan Schiessl.

Strategischer Investor für ImmoCheckout

Nun holte sich das Startup mit Sitz in der Werkstätte Wattens einen strategischen Investor an Bord. Die Münchner Bachmaier Invest GmbH investiert einen nicht näher genannten siebenstelligen Betrag. Eigentümer Thomas Bachmaier gründete im Jahr 2000 thinkproject und entwickelte das Unternehmen zu einem der weltweit führenden Anbieter von Construction Intelligence Lösungen. Er soll neben Kapital seine langjährige Erfahrung beim Aufbau von SaaS-Plattformen und ein weitreichendes Netzwerk in der Bau- und Immobilienbranche in das Unternehmen einbringen.

„Die Digitalisierung des Immobilienvertriebes bietet riesiges Potenzial für Kunden und damit für Lösungen wie ImmoCheckout. Neben den deutschsprachigen Märkten sehe ich auch große Chancen für eine internationale Expansion“, kommentiert der neue Investor. Noch geht es laut Startup aber darum, mit dem neuen Partner das Produkt weiterzuentwickeln und „den österreichischen sowie deutschen Markt konsequent aufzubauen“. Zu den aktuellen Referenzkunden des Startups mit acht Mitarbeitern zählen der Konzern Vivawest in Gelsenkirchen, die Firma Bodner aus Kufstein und die Sparkasse Dachau.

Boomender PropTech-Sektor

Der PropTech-Sektor boomt in den vergangenen Jahren, was durch die Coronakrise tendenziell verstärkt wurde. Zahlreiche weitere Startups biten teils sehr unterschiedliche Lösungen im Bereich. Das wohl herausstechendste ist PlanRadar, das im vergangenen Jahr eine 30 Millionen Euro Serie A-Kapitalrunde an Land ziehen konnte.

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
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Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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