02.04.2026
TTTECH

„Im Weltall gibt es keinen ÖAMTC“ – Technologie aus Österreich fliegt zum Mond

Bei der ersten Crew-Mission der NASA Richtung Mond seit mehr als 50 Jahren verlässt man sich auch auf Technik aus Österreich. Das Wiener High-Tech-Unternehmen TTTech liefert den Kern des Datennetzwerks der NASA-Orion-Raumkapsel und ihres europäischen Servicemoduls.
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NASA, TTTECH
© NASA/Sam Lott

Heute ist erstmals seit 53 Jahren wieder eine Crew zu einer NASA-Mondmission aufgebrochen. Der zehntägige Flug um den Mond ist ein wichtiger Meilenstein des internationalen Artemis-Programms, denn erstmals nach langjähriger Entwicklung und Erprobung werden die Orion-Raumkapsel und ihr Launch-System für den Serieneinsatz verwendet. Produkte von TTTECH stellen hier die sicherheitskritische Datenkommunikation sämtlicher Lebenserhaltungs- und Steuerungssysteme sicher.

„Ausfallssichere Computersysteme Grundvoraussetzung“

„Artemis ist das Raumfahrtprogramm unserer Generation, das nach über 50 Jahren Menschen zum Mond zurück und später zum Mars bringen wird. Es schafft die Voraussetzung einer kommerziellen Nutzung der Ressourcen des Mondes. Ausfallssichere Computersysteme sind hier eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Mission. Wir sind unglaublich stolz, hier mit anderen Technologieführern aus den USA und Europa einen Beitrag dazu leisten zu können“, sagt Christian Fidi, Leiter des Bereichs Luft- und Raumfahrt bei TTTECH.

Bereits im November 2022 startete die „Artemis I“-Mission erfolgreich ins All. Hier wurden die NASA-Orion-Raumkapsel und ihr europäisches Servicemodul erstmals zusammen eingesetzt und in Vorbereitung des nun stattfindenden ersten bemannten Fluges „auf Herz und Nieren“ geprüft.

Mit Artemis II soll nun der Grundstein für die erste Mondlandung seit der letzten Apollo-Mission im Jahr 1972 gelegt werden, die 2028 mit Artemis IV erfolgen soll. Dann werden erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen den Mond betreten – und das soll erst der Anfang der zukünftigen Forschungs- und Explorationsaktivitäten am Mond sein.

TTTECH unterstützte bereits ESA- und Airbus-Partner

Die NASA Orion Raumkapsel wird vom US-Unternehmen Lockheed Martin gebaut, das Flugsteuerungssystem liefert Honeywell Aerospace. TTTECH und Honeywell Aerospace arbeiten seit Jahrzehnten zusammen. In Europa hat TTTECH jahrelang die Projektpartner der europäischen Raumfahrtagentur ESA und Airbus dabei unterstützt, alle Datenverbindungen im europäischen Servicemodul und zur Orion-Kapsel zu testen. Das österreichische Unternehmen baut dabei auf mehr als 25 Jahre branchenübergreifende Erfahrung in der Luft- und Raumfahrt, der Industrie, Energiewirtschaft und kritischen Infrastruktur, sowie auch bei mobilen Maschinen und dem automatisierten Fahren.

„Im Weltall gibt es keinen ÖAMTC, keine Wartungsmöglichkeiten. Elektronische Systeme müssen so ausgelegt und abgesichert sein, dass sie nicht nur über Jahrzehnte lang einwandfrei funktionieren, sondern auch der Strahlung im Weltraum widerstehen können“, sagt Fidi. „Unsere Lösungen haben wir dank der ESA-Beiträge Österreichs und der Unterstützung der FFG entwickeln und auf den Markt bringen können. Heute werden sie in allen Modulen des Lunar Gateway und weit darüber hinaus eingesetzt – so leistet auch die österreichische Raumfahrtindustrie einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der bemannten Raumfahrt.“

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Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

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