10.05.2021

Ikonity: NÖ-Marktplatz für nachhaltige Kleidung zeigt Lieferketten aller Produkte

Kürzlich startete das niederösterreichische Startup Ikonity seinen Marktplatz, mit dem man neue Maßstäbe in Sachen Mode-Nachhaltigkeit setzen will.
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Das Ikonity Team v.l.n.r. Matthias Dollfuss, Maximilian Horvatits und Michael Muttenthaler
Das Ikonity Team v.l.n.r. Matthias Dollfuss, Maximilian Horvatits und Michael Muttenthaler | (c) Digitalsports Fotografie

T-Shirt, Jeans und Co sind die am häufigsten genutzten Beispiele, um die Komplexität internationaler Lieferketten und den (negativen) Umwelt-Einfluss davon aufzuzeigen. Dass vom Baumwollfeld bis zum fertigen Produkt im Geschäft eine ganze Reihe von Playern rund um die Welt involviert sind, ist zwar allgemein bekannt. Wie es bei genau dem Produkt aussieht, das man gerade in Händen hält, oder im Online-Shop begutachtet, ist für den Endkunden aber zumeist überhaupt nicht nachvollziehbar. Das niederösterreichische Startup Ikonity bietet mit seinem „Cradle-2-Cradle-Marktplatz für nachhaltige Mode“ einen Gegenentwurf dazu.

Ikonity: Zu Beginn nur Neuware – bald auch Altkleider

„Cradle-2-Cradle steht dabei für den Ansatz von durchgängiger Kreislaufwirtschaft und soll verdeutlichen, dass nachhaltiges Wirtschaften ein zentrales Element des Unternehmens ist“, erklärt Maximilian Horvatits, der das Unternehmen gemeinsam mit Matthias Dollfuss und Michael Muttenthaler aus dem CreativePre-IncubatorProgramm (CPI) am FH-Campus in Wieselburg heraus gegründet hat. Im Ikonity-Online-Marktplatz werden die Lieferketten aller Textilprodukte transparent auf der Produktseite dargestellt. „Damit wird ersichtlich, wie die Produkte hergestellt werden, und dem Kunden können so die Auswirkungen des Angebotes nähergebracht werden, um dem Kleidungsstück wieder die gebührende Wertigkeit zu geben“, heißt es vom Startup.

Weil Ikonity die Page erst kürzlich launchte, ist derzeit nur Neuware – nachhaltig produziert und von österreichischen Designerinnen und Designern – dort erhältlich. Die Bezeichnung „Marktplatz“ zeigt aber schon, wo die Reise hinführen soll: Schon bald soll auch Second Hand-Kleidung dort erhältlich sein. Bereits jetzt kann man sich für die erste Welle des Altkleider-Retourenservice anmelden.

Aus zwei Projekten entstanden

Ikonity ist erst im Frühjahr 2021 aus der Zusammenführung zweier Projekte im CPI in Wieselburg entstanden. Die Gründer Muttenthaler und Horvatits starteten dort im Vorjahr mit Ecoist eine Vergleichsplattform für nachhaltige Mode. Im Jahr davor hatte Gründer Dollfuss mit seiner Partnerin Elena Vacano die Vertriebsplattform Ikonity für junge Designer gegründet und wurden damit auch als bestes Studierenden-Projekt Österreichs beim i2b-Businessplan-Wettbewerb ausgezeichnet. Mit dem Zusammenschluss wolle man eine Kombination aus Vertriebsplattform und transparenter Darstellung der Nachhaltigkeit als Vergleichsplattform entstehen lassen, heißt es vom Unternehmen.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Wiener Krypto-Unternehmen Bitpanda erweitert seine Plattformarchitektur. Mit der Einführung des sogenannten Model Context Protocol (MCP) und einer neuen API-Integration (Application Programming Interface) können Anleger:innen künftig externe KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude nutzen, um unter anderem ihre Portfolios per Spracheingabe zu steuern.

Investieren ohne Programmierkenntnisse

Im Kern handelt es sich bei dem MCP laut Bitpanda um ein offenes, standardisiertes Schnittstellenprotokoll, über das kompatible KI-Assistenten Anfragen in natürlicher Sprache verarbeiten und ohne Programmierung direkt mit API-Endpunkten interagieren können. Privatanleger:innen ohne technischen Hintergrund können dadurch in natürlicher Sprache Kontostände abrufen, Positionen im Blick behalten oder Trades vorbereiten, ohne eigenen Code schreiben zu müssen.

Bitpanda selbst bezeichnet diesen Schritt als „nächste strukturelle Entwicklungsstufe finanzieller Schnittstellen“, die sich von passiven Chatbots zu aktiven Werkzeugen wandeln. Für Entwickler:innen steht eine klassische API bereit, um maßgeschneiderte Finanzanwendungen zu programmieren.

Elf Werkzeuge für KI-Assistenten

Konkret stellt der Bitpanda-MCP-Server nach der Verbindung elf native Tools bereit, die sich in drei Kategorien gliedern: Für Markt- und Portfoliodaten stehen unter anderem Funktionen zum Abrufen von Kursen, verfügbaren Assets und der eigenen Portfolio-Historie bereit. Im Bereich Staking und Earn lassen sich zum Beispiel aktive Positionen einsehen sowie Staking- und Unstaking-Vorgänge auslösen.

Sicherheit und Systemlimits

Die Künstliche Intelligenz agiert jedoch nicht autonom. Jeder Systemzugriff erfordert laut Bitpanda einen API-Key mit individuell festgelegten Berechtigungen, sogenannten „Scopes“. Das Trading basiert auf einem Request-for-Quote-Modell (RFQ): Ein Trade muss von der KI zuerst als Preisangebot angefragt und anschließend vom Menschen oder durch vorab definierte Regeln ausdrücklich bestätigt werden.

Dadurch bleiben alle Aktionen innerhalb des regulierten MiCAR-Rahmens der EU, heißt es vom Unternehmen. Christian Trummer, Chief Scientist und Mitgründer von Bitpanda meint: „Agentic Finance kann zu einer zentralen Schnittstelle für Finanzdienstleistungen werden. Wir werden diese Entwicklung in Europa verantwortungsvoll mitgestalten.“

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