20.04.2021

iDwell: Wiener PropTech wächst dank Digitalisierungs-Boom um 300 Prozent

Das Wiener Startup iDwell digitalisiert das Management rund um Immobilien und hat damit in der Coronazeit viele neue Kunden gewonnen.
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Das Team von iDwell © iDwell
Das Team von iDwell © iDwell

Das Wiener Startup iDwell digitalisiert die gesamte Verwaltung rund um Immobilien und hat damit in der Coronazeit ein massives Wachstum hingelegt. Die Pandemie hat einen Digitalisierungsschub im Immobilienmanagement gebracht und damit den Kundenstamm des PropTechs um 250 Prozent wachsen lassen. Den Umsatz konnte das Jungunternehmen 2020 nach eigenen Angaben um 300 Prozent steigern.

“Viele Unternehmen mussten ihr Datenmanagement sowie die Kommunikation mit allen Parteien im Verwaltungsprozess kurzfristig digitalisieren, um Mitarbeitern im Home Office dezentralen Zugriff auf Telefon, E-Mails, Datenbanken und Dokumente zu ermöglichen”, sagt iDwell-Gründer und CEO Alexander Roth. Das Startups bietet eine Softwarelösung an, die die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Eigentümern, Mietern, Verwaltung, Handwerkern und Bauträgern abwickelt. So können beispielsweise Mängel oder Störungen wie Wasserschäden oder technische Probleme digital gemeldet und an die richtige Stelle weitergeleitet werden. Alexander Roth hat iDwell 2017 gegründet. 2018 sicherte sich das PropTech ein Investment in siebenstelliger Höhe von primeCrowd.

Wachstum auch in Deutschland

Auf die starke Nachfrage in der Coronazeit hat iDwell auch mit einer kurzfristigen Anpassung des Preismodells reagiert. Durch einen Verzicht auf die einmaligen Einrichtungskosten wurde dem Kundewachstum ein zusätzlicher Schub verliehen – vor allem auch in Deutschland. 55 Prozent der Kunden stammen mittlerweile aus Deutschland, darunter große Immobilienverwalter wie Rüden Immobilien in Berlin oder Dettling Immobilientreuhand in Nürnberg. Kommendes Jahr will iDwell die Zahl der verwalteten Wohnungen auf mehr als eine Million verdoppeln.

Handwerker-Plattform integrieren

Auch das Produkt will Roth weiterentwickeln und eine Auftragsplattform für Handwerker integrieren. Dort sollen Verwalter und Bewohner direkt einen passenden Handwerker auswählen und beauftragen können. “Dies vereinfacht nicht nur das Dienstleister-Management für Verwaltungen und optimiert ihren Kundenservice, sondern bietet auch eine zusätzliche Möglichkeit zur Monetarisierung der Plattform. Aktuell sind bereits 20.000 Dienstleister aus der DACH-Region im iDWELL System registriert”, so Roth.

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Denise Mayr, Gründerin von topergo © Denise Mayr

Jede:r, der schon einmal auf Jobsuche war, kennt die endlos scheinenden Listen der gängigen Jobportale. Seit Jahrzehnten wird im Web in dieser Form nach Stellen gesucht. Denise Mayr aus Südtirol will der Jobsuche jetzt eine neue Perspektive geben: Mit topergo stellt sie die gängige Darstellung infrage und verlegt die Stellensuche kurzerhand in ein vertrautes Interface: eine interaktive Landkarte à la Google Maps.

Visuelle Standortsuche im Fokus

Das topergo-Webinterface © topergo

Statt vager Ortsangaben markieren Pins die konkreten Arbeitsplätze in der Umgebung. Jobsuchende sollen so auf einen Blick erkennen, welche Stellen in der Nachbarschaft offen sind. „Mir persönlich war das Listen-System zu unübersichtlich. Das gibt es im Grunde seit den 2000ern unverändert“, erklärt die Gründerin im Gespräch. Die Bewerbung erfolgt mit einem Klick: Über den Button öffnet sich direkt der Mail-Client mit vordefiniertem Betreff. Registrieren müsse man sich laut Mayr nicht.

Auch die umgekehrte Richtung ist vorgesehen: Arbeitssuchende können sich als Symbole auf der Karte sichtbar machen, damit Betriebe sie direkt ansprechen. Aktuell dominieren vor allem Inserate aus der Gastronomie und der IT-Branche, wie die Gründerin uns im Gespräch schildert.

B2B-Modell soll monetarisieren

Für Jobsuchende soll das Angebot dauerhaft kostenlos bleiben. Das Geschäftsmodell richtet sich laut der Gründerin rein an Arbeitgeber: Um die Plattform zu etablieren und eine hohe Angebotsdichte zu erreichen, seien die ersten 1.000 Pins gratis. Anschließend sei geplant, dass Betriebe ein monatliches Modell pro Stellen-Pin zahlen, ergänzt durch Premium-Optionen zur optischen Hervorhebung.

Neben einer nativen App mit integriertem Job-Alert für Pendler steht laut Mayr die geografische Expansion im Fokus: Nach dem Start in Südtirol ist der Ausbau nach Österreich, Deutschland und schließlich ganz Europa geplant.

Eigeninitiative neben dem Klassenzimmer

„Mich interessiert es extrem, Dinge zu schaffen. Ich lebe dafür“, betont die 18-jährige Gründerin, die kurz vor der Matura steht. Ohne Investoren oder Team will sie die Skalierung nun aus eigener Kraft weiter vorantreiben.

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