21.06.2019

apti-Award: iDWELL zum „innovativsten PropTech Startup 2019“ gewählt

Die Austrian PropTech Initiative (apti) suchte im Rahmen des apti-Award 2019 das beste PropTech Startup Österreichs. Bei einem Final Pitch im Talent Garden Vienna am 18. Juni kämpften die sechs gewählten Finalisten um den Sieg. Schlussendlich konnte sich das Wiener Startup iDWELL durchsetzen.
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iDWELL
(c) Jana Madzigon - apti: Der apti Vorstand zusammen mit der apti-Award Jury und allen Startup Finalisten.

Das Wiener PropTech-Startup iDWELL hat eine Multi-Channel CRM Software für die Verwaltung von Immobilien entwickelt. Ziel dahinter ist es, sämtliche Vorgänge in der Immobilienverwaltung zu automatisieren und auf einer Plattform abzubilden. Dafür hat das Startup im Herbst 2018 ein Millionen-Investment des Innovationsnetzwerks PrimeCrowd an Land ziehen können (der brutkasten berichtete). Zudem erhielt iDWELL im Februar eine sechsstellige Förderung für die Umsetzung eines Projekts zur Implementierung von künstlicher Intelligenz (der brutkasten berichtete).

+++ Millionen-Investment von PrimeCrowd für Wiener Startup +++

Am Beginn der Woche wurde das Startup im Rahmen des apti Award zum „innovativsten PropTech Startup 2019“ gekürt. Der Pitching-Event wurde von der Austrian PropTech Initiative (apti) veranstaltet und ging im Talent Garden Vienna über die Bühne. Die Initiative wurde gegründet um die Digitalisierung im Immobilienbereich zu forcieren. Dafür werden Startups mit Entscheidern aus der Immobilienwirtschaft, Politik, Bussiness Angels und PropTech Funds vernetzt.

iDWELL setzt sich gegen 50 Bewerber durch

Für den apti-Award sind laut der Austrian PropTech Initiative rund 50 Bewerbungen eingegangen. Die Bewerbungsphase lief von März bis Ende Mai, wobei zum Schluss sechs Startups zum Final-Pitch im Talent Garden Vienna eingeladen wurden. Die sechs ausgewählten PropTech-Startups durften vor einer fünfköpfigen Jury pitchen, bestehend aus Markus Schafferer (Schafferer Holding), Rudi Fries Jr. (Fries Holding), Markus Ertler (Business Angel), Erich Ebenkofler (Die Presse) und Eugen Otto (Otto Immobilien). Die Startups hatten insgesamt zehn Minuten Zeit, um die Jury von ihren Geschäftsideen und technischen Lösungen zu überzeugen.

Der Siegerpreis und PropTech Vienna

Durch den Sieg konnte sich iDWELL ein Werbebudget bei „Die Presse“ und dem „Immobilien Magazin“ im Wert von 15.000 Euro sichern. Außerdem erhält das Startup einen Platz bei der PitchBox im Rahmen der PropTech Vienna, die am 7. November 2019 stattfinden wird. „Die PropTech Vienna hat sich als führende und am meisten besuchte globale Veranstaltung für technologische Innovation und digitale Transformation im Immobiliensektor etabliert. Es wird über aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Bereich PropTech diskutiert“, so Ferdinand Dietrich, Vorstandsmitglied der Austrian PropTech Initiative. 


=> zur Page der Austrian PropTech Initiative

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Das fonio.ai Team © fonio.ai

fonio.ai, die Wiener Plattform für KI-gestützte Kundenkommunikation, hat nach eigenen Angaben binnen zwölf Monaten die Marke von 10 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) überschritten. Damit zählt das 2024 von Daniel Keinrath und Matthias Gruber gegründete Unternehmen laut eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden KI-Startups Europas. Der Meilenstein folgt auf eine Seed-Runde über 17 Millionen Dollar, die fonio.ai im Juni 2026 unter Führung von 20VC bei einer Bewertung von 140 Millionen Dollar abschloss.

Eine „Fully Loaded CAC Payback Time“ als Geheimrezept

CEO und Mitgründer Daniel Keinrath begründet das Tempo im Gespräch mit brutkasten unter anderem mit einer internen Grundregel: „Wir machen extrem viel Zeugs manuell und repetitiv, bis wir merken, das können wir automatisieren und dann automatisieren wir es richtig“, so Keinrath. Neue Produkte würden zudem gemeinsam mit Kund:innen entwickelt, statt sie fertig zu bauen und erst danach zu verkaufen.

Ausschlaggebend für die aktuelle Investitionsstrategie sei eine Kennzahl: Die „Fully Loaded CAC (Customer Acquisition Cost) Payback Time“. Also die Zeit, bis sich die Kosten für die Kund:innen-Akquise amortisieren, wobei neben den reinen Werbekosten auch Activation-Kosten, Churn und Marge eingerechnet werden, liege laut dem Gründer bei fonio.ai konstant unter zwölf Monaten. Solange das der Fall sei, wolle man das frische Kapital so schnell wie möglich in Produkt, Marketing und Sales stecken: „Ich versuche tatsächlich im Moment so viel Geld auszugeben wie möglich, weil alles andere wäre im Moment irrational“, so Keinrath.

Neue Standorte in Europa und den USA

Nach zehn Märkten, in denen fonio.ai bereits aktiv ist, sollen im September physische Büros in Barcelona und Warschau folgen. Noch heuer sollen laut Keinrath London und München dazukommen, abhängig von der Entwicklung des US-Geschäfts womöglich auch ein Standort an der US-Ostküste, etwa in New York.

„Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“

Auf die Frage, ob das Wachstum so weitergehen könne, entgegnet Keinrath, man hätte die Risiken auf alle Fälle am Schirm. Intern rät Keinrath zu Vorsicht: „Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“, sagt er lachend. Man wolle daher innerhalb des Wachstums Risiken minimieren und keine Firma mit unkontrolliertem Kund:innen-Verlust aufbauen. Langfristig rechnet Keinrath mit einer Marktkonsolidierung, vergleichbar mit der Entwicklung im Telekommarkt Anfang der 2000er-Jahre. Man müsse schnell genug wachsen, um kleinere Konkurrenten zu übernehmen, bevor man am Ende womöglich selbst zum Übernahmeziel werde, meint er.

Kein Kompromiss beim Hiring

fonio.ai wuchs von der ersten Einstellung im Juni 2025 auf mittlerweile 81 Mitarbeiter:innen, aktuell sind laut Unternehmen 52 weitere Positionen offen. Bei knapp 10.000 Bewerbungen pro Monat liege die Annahmequote bei etwa 0,2 Prozent, so Keinrath: „Es tut so weh innerlich“, trotzdem Absagen zu erteilen, die Unternehmenskultur habe aber Priorität.

Zusätzlich sucht fonio.ai laut Keinrath aktuell intensiv nach einer Head of Growth-Person mit entsprechender Skalierungserfahrung, dotiert mit bis zu 250.000 Jahresgehalt plus „Significant Equity“, betont Keinrath. Man nehme hier viel Geld in die Hand, weil es sich um ein sehr spezielles Profil handle, nach dem man suche. „Dafür kommen nur eine Handvoll Personen in Europa in Frage“, meint der Gründer. Das nächste Ziel sei ein ARR von 100 Millionen Dollar innerhalb von 18 bis 24 Monaten.

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