25.08.2020

ICEBERG innovation leadership award 2020: Einreichungen noch bis 18. September möglich

Im Rahmen des Austrian Innovation Forum, das vom 15. bis 16. Oktober im ERSTE Campus in Wien stattfindet, wird auch heuer wieder der ICEBERG innovation leadership award verliehen. Er zeichnet Innovationen österreichischer Unternehmen aus.
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Iceberg
(c) Succus

„Eine erfolgreiche Innovation ist wie die Spitze eines Eisbergs von weitem sichtbar. Der größere, nicht sichtbare Teil steht dafür, was es in einem Unternehmen braucht, um innovativ zu sein“, so die Initiatoren des ICEBERG leadership award.

Die Innovations-Challenge zeichnet jedes Jahr nachhaltige Innovationen österreichischer Unternehmen aus und möchte in Anlehnung an die Metapher des Eisbergs auch den nicht sichtbaren Teil von Innovationsarbeit sichtbar machen.

ICEBERG innovation leadership award

Der „ICEBERG innovation leadership award“ wird im Rahmen des Austrian Innovation Forum, das am 15. und 16. Oktober im Erste Bank Campus in Wien stattfindet, bereits zum dritten Mal vergeben. Das Austrian Innovation Forum hat sich in den letzten Jahren als führende Tagung für Innovation in Unternehmen in Österreich etabliert (der brutkasten berichtete).

Als Sieger des ICEBERG innovation leadership award 2019 ging übrigens „StrucInspect“ hervor. Das Joint Venture von Palfinger, VCE Vienna Consulting Engineers ZT und der Angst Group hat eine Lösung entwickelt, um Brücken mit Hilfe von Drohnen, Sensoren und künstlicher Intelligenz zu warten. (der brutkasten berichtete)

Das Motto des Austrian Innovation Forum

In und nach der Krise beschäftigt Unternehmen vor allem die Frage, wie sie einerseits effizient
das bestehende Geschäft optimieren und andererseits Freiräume und Risikobereitschaft für
eine erfolgreiche Zukunft schaffen können. Sie wollen beidhändig – gleichzeitig effizient und
flexibel – sein. Beim 10. Austrian Innovation Forum geht es daher unter dem Motto „AUFBRUCH!“ darum, wie das Kerngeschäft dauerhaft mit Innovation verbunden werden kann.

Teilnahmebedingungen

Einreichungen für den ICEBERG innovation leadership award sind bis zum 18. September 2020 möglich. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen bereits fünf Jahre tätig ist und 25 Mitarbeiter beschäftigt. Die fünf besten Einreichungen präsentieren bereits am Nachmittag ihre Innovationen vor dem AIF-Publikum.

Die vier Kriterien des ICEBERG Leadership Innovation Award:

Hier ein Überblick über die vier Kriterien, nach denen der ICEBERG Leadership Innovation Award verliehen wird. In der Jury wird auch Brutkasten Co-Founder und CEO Dejan Jovicevic sitzen.

  • Innovationsgrad
  • Rahmenbedingungen + Innovationskultur
  • Potential
  • Nachhaltigkeit: sozial, ökologisch, ökonomisch (Sustainable Development Goals)

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(c) Michael Meier - Maximilian Kindler, Gründer von incaseof.law.

Rund 600 Rauchfangkehrerbetriebe gibt es in Österreich, rund 350 davon arbeiten mit der Grazer Branchensoftware WinChim. Sie können überfällige Rechnungen nun direkt aus dem Verrechnungsmodul an das Wiener LegalTech incaseof.law übergeben. Die Plattform übernimmt den weiteren Prozess, vom außergerichtlichen Mahnverfahren bis zur gerichtlichen Durchsetzung.

Die beiden Unternehmen haben die Kooperation Anfang Oktober bekannt gegeben. Für das Startup von Gründer und CEO Maximilian Kindler ist WinChim nach eigenen Angaben die erste Branchensoftware, über die es eine ganze Branche erreicht.

Viele kleine Rechnungen, wenig Zeit

Die Leistungen der Rauchfangkehrer sind gesetzlich vorgeschrieben, die Tarife reguliert. Daraus ergibt sich ein eigenes Forderungsbild: sehr viele kleine, wiederkehrende Rechnungen an Privathaushalte und Hausverwaltungen. Die Betriebe zählen im Schnitt sechs Beschäftigte, offene Rechnungen verfolgt meist der Inhaber selbst. Eine klassische Inkassobeauftragung zahle sich bei Kleinbeträgen oft nicht aus, heißt es weiter.

„Unsere Anwender wollen kehren, messen und beraten, nicht Zahlungserinnerungen schreiben. Mit incaseof.law ist der offene Posten in unserer Buchhaltungssoftware mit einem Klick erledigt, der Rest passiert im Hintergrund“, sagt Martin Haidenthaler, Gründer von WinChim. Das Unternehmen wurde 1999 in Graz gegründet und ist nach eigenen Angaben Marktführer unter den Rauchfangkehrerbetrieben in sieben Bundesländern.

„Rauchfangkehrer sind das Paradebeispiel für eine Branche, in der Forderungsmanagement bisher schlicht nicht stattfindet, weil es sich nicht auszahlt. Über WinChim erreichen wir die Betriebe dort, wo ihre Rechnungen entstehen. Ab jetzt kommt das Geld dorthin, wo es hingehört: auf das Konto des Betriebs.“

Die Inkassokosten trägt der säumige Schuldner

Laut Aussendung zahlt die Plattform eingehende Beträge ohne Abzüge an den Betrieb aus. Woran incaseof.law dann verdient, erklärt Kindler auf brutkasten-Anfrage: „Der Rauchfangkehrer zahlt uns nichts, weder Provision noch Gebühr. Unser Umsatz kommt ausschließlich vom säumigen Schuldner, und zwar aus den Inkassokosten und den Verzugszinsen.“

Diese Kosten sind laut Kindler durch die Verordnung über die Höchstsätze der Inkassoinstituten gebührenden Vergütungen gedeckelt. Zudem müssen sie nach dem Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) in einem angemessenen Verhältnis zur Forderung stehen. Die Verordnung würde es ihm zufolge auch erlauben, dem Auftraggeber eine Gebühr zu verrechnen. Darauf verzichte man ausnahmslos.

Was das für Schuldner:innen bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel des Gründers. Bei einer offenen Rechnung über 80 Euro fallen mit der ersten Zahlungsaufforderung rund 25 Euro inklusive Umsatzsteuer an, dazu Verzugszinsen von wenigen Cent. Das entspricht einem Aufschlag von rund 31 Prozent. Wer nach der ersten Aufforderung zahlt, bleibt laut Kindler bei diesem Betrag. Bezahlt werden kann über ein Online-Portal, auf Wunsch in Raten über bis zu zwölf Monate. Zu den Kosten bei weiteren Mahnschritten oder im gerichtlichen Verfahren machte Kindler keine Angaben.

Noch keine Zahlen für die Branche

Zahlen für die Rauchfangkehrerbranche gibt es noch nicht, die Anbindung ist erst seit Anfang Oktober aktiv. Kindler erwartet aber eine sehr hohe Quote, weil die Leistung gesetzlich vorgeschrieben, dokumentiert und zu regulierten Tarifen verrechnet sei: „Echten Streit über die Forderung gibt es da kaum. Meistens ist die Rechnung schlicht liegen geblieben.“

Zahlt ein Schuldner trotz mehrerer Mahnschritte nicht, geht der Fall laut Kindler auf derselben Plattform ins gerichtliche Forderungsmanagement über, mit Anbindung an den Elektronischen Rechtsverkehr in Österreich und Deutschland.

Weitere Branchen im Blick

Seit Mai können Kund:innen der Finanzautomatisierungsplattform ibana das Inkasso direkt aus deren Plattform beauftragen (brutkasten berichtete).

Als weitere Branchen sieht sich das Startup laut Kindler Hausverwaltungen, das Gesundheits- und Pflegeumfeld und das Handwerk an und entwickelt dafür eigene Produktlinien. „Die Logik ist überall gleich: viele kleine Rechnungen, kleine Betriebe, kaum Zeit für das Mahnwesen“, so Kindler. Weitere Anbieter will incaseof.law nennen, sobald die Verträge stehen.

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