22.08.2018

Iceberg Innovation Leadership Award 2018: Anmeldungen offen

Im Rahmen des Austrian Innovation Forums 2018 wird erstmals der Iceberg Innovation Leadership Award vergeben. Wir sprachen mit Co-Initiator Helmut Blocher.
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Iceberg Innovation Leadership Award
(C) Tirza Podzeit/ alpha awards - Helmut Blocher und Stefan Böck prämieren innovative Unternehmen mit dem Iceberg Innovation Award.
kooperation

„Erfolgreiche Innovationen sind die Spitze des Eisbergs. Damit bahnbrechende Innovation sichtbar wird, braucht es eine Menge, das nach Außen kaum zu sehen ist“ – diese Überlegung steht hinter dem Iceberg Innovation Leadership Award. Er wird heuer zum ersten Mal im Rahmen des Austrian Innovation Forums am 11. Oktober 2018 in den Räumlichkeiten der Sky Stage des Tech Gate Vienna verliehen. Einreichungen sind per Online-Tool noch bis zum 18. September 2018 möglich. Auf die Sieger warten, neben dem Iceberg Award, Sachpreise und Interviews mit Medienpartnern wie etwa dem brutkasten. Der brutkasten sprach mit Helmut Blocher, Gründer SUCCUS I Wirtschaftsforen, Initiator des Austrian Innovation Forums und – neben Stefan Böck,  Founder und CEO von alpha awards – Veranstalter des Awards.

+++ Maurits van Tol über österreichischen Innovationsgeist  +++

Etwas Disruptives

„Beim Innovation Leadership Award geht es um nachhaltige und bahnbrechende Innovationen. Also solche, die auch eine entsprechende Resonanz am Markt hervorrufen und nicht nur etwa eine interne Prozessverbesserung sind. Etwas Disruptives sollte es im Idealfall sein”, sagt Blocher. „Es kann jeder mitmachen: Startups, Mittelständer und Großunternehmen. Uns geht es vor allem darum, zu zeigen, was es alles braucht damit Innovationen gelingen. Etwa Mut und die Bereitschaft auch Fehler zuzulassen, also das richtige Mindset“. Der siebenköpfige Jury gehören u.a. Jens Bode von Henkel, Elisabeth Stampfl-Blaha von Austrian Standards und Andreas Gnesda, teamgnesda an.

Iceberg Innovation Leadership Award: SDGs im Fokus

Teilnehmen können Unternehmen und Organisationen mit Sitz in Österreich, deren Maßnahmen, etwa Projekte, Rahmenbedingungen oder Aktivitäten im Zeitraum vom 01.01.2017 bis 31.07.2018 eingeführt wurden und die Ergebnisse vorweisen können. Zudem sollte die Neuerung, mit der man sich bewirbt, nachhaltig im Sinne der SDGs (Sustainable Development Goals) sein. Gewünscht wird ein drei bis sechsminütiger Video-Pitch, in der Teilnehmer ihre Innovation vorstellen.

Kosten & Jury

Die Einreichgebühr für den Iceberg Innovation Leadership Award beträgt 680 Euro. Sie inkludiert zugleich auch eine Eintrittskarte für das Austrian Innovation Forum. Aus allen Einreichungen werden die Top 5 nominiert und der Sieger im Rahmen der Award-Show des Austrian Innovation Forum prämiert.


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signteq-Gründer Simon Schnabl | © Daniel Willinger | dwphoto.at
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Digitale Identifikation, regulatorische Prüfungen (u.a. KYC und KYB) und rechtsgültige digitale Verträge – damit überzeugte das 2019 gegründete Wiener RegTech-Unternehmen schon bislang Banken wie die Raiffeisen Bankengruppe und die Bawag, Versicherungen wie Wüstenrot, Fintechs wie froots und Conda, Krypto-Unternehmen wie Cryptonow und WhiteBIT und öffentliche Institutionen wie Wiener Wohnen. Neben Österreich ist man etwa auch in Deutschland, der Schweiz und mehreren Ländern in Südost- und Osteuropa aktiv.

„Know Your Agent“ als zusätzliches Geschäftsfeld

Eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des Angebots soll nicht nur die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) spielen, die bis Ende dieses Jahrs von allen EU-Staaten bereitgestellt werden muss. Mit „Know Your Agent“ (KYA) will signteq auch ein zusätzliches Geschäftsfeld aufbauen, das den Boom-Bereich Agentic AI aus RegTech-Perspektive adressiert. „Heute müssen Unternehmen wissen, wer ihr Kunde ist. Morgen müssen sie zusätzlich wissen, welcher KI-Agent für wen handelt, wozu er berechtigt ist und wer dafür verantwortlich ist“, erläutert Simon Schnabl, Gründer und Geschäftsführer von signteq.

Steinberger, Giretzlehner, Compass-Verlag u.a. investieren

Für diese Pläne und die weitere internationale Expansion holte sich signteq nun eine nicht genau bezifferte siebenstellige Kapitalspritze. Mit OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger gewann das Unternehmen dabei nicht nur einen denkbar prominenten Investor, sondern auch eine der international zentralen Figuren im neuen Zielmarkt Agentic AI. Hinzu kommen in der aktuellen Runde der bereits seit 2024 beteiligte Compass-Verlag, Runtastic-Mitgründer René Giretzlehner, die Franz-MayrMelnhof-Saurau Beteiligungs GmbH und weitere nicht genannte Investor:innen.

Steinberger kommentiert in einem Statement: „KI-Agenten werden schon bald eigenständig für Menschen und Unternehmen handeln. Damit wird Vertrauen zur Schlüsselfrage: Wer steckt hinter einem Agenten – und was darf er? signteq baut dafür heute schon die Infrastruktur und denkt digitale Identität konsequent weiter: von Know Your Customer zu Know Your Agent. Diese Kombination aus starkem Kerngeschäft und klarer Zukunftsvision hat mich überzeugt.“

„Was wir in Österreich aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international“

„Digitale Identität ist längst zu einer zentralen Infrastruktur für digitale Geschäftsmodelle geworden. Was wir in Österreich gemeinsam mit Banken, Versicherungen, Technologieunternehmen und der öffentlichen Hand aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international – mit Europa als starkem Ausgangspunkt“, kommentiert Gründer Simon Schnabl. Zugute kommen sollen dem Unternehmen neben der erwähnten EUDI-Wallet, die Teil der eIDAS 2.0-Verordnung ist, noch weitere Regulierungen aus diesem Gesetzespaket sowie die kommendes Jahr anwendbare europäische Geldwäscheverordnung AMLR.

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