29.10.2025
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IBM übernimmt das Innsbrucker Cloud-Tech-Startup Txture

Das in Innsbruck gegründete Unternehmen Txture bietet eine umfassende Plattform für Cloud-Transformation und -Modernisierung. Nun wurde es an IBM verkauft.
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(c) Txture: Die Gründer Thomas Trojer und Matthias Farwick

Der US-Technologiekonzern IBM hat die österreichische Startup Txture mit Sitz in Innsbruck übernommen. Txture wurde 2017 als Spin-off des Instituts für Informatik der Universität Innsbruck gegründet und hat eine Plattform entwickelt, die Unternehmen bei der Analyse, Migration und Modernisierung ihrer Hybrid- und Multi-Cloud-Landschaften unterstützt. Seit der Gründung konnte das Unternehmen mehrere Millionen-Investments abschließen.

Zuletzt kommunizierte das Unternehmen rund um die beiden Gründer Thomas Trojer und Matthias Farwick ein Millionen-Investment im Juni 2021. Zeitgleich mit dem Investment wurde damals auch der Launch eines neuen Produkts und der Start einer US-Tochter-Gesellschaft in Boston verkündet (brutkasten berichtete).

Txture soll Angebote von IBM Consulting ergänzen

Bereits seit 2020 arbeitet Txture eng mit IBM Nordcloud zusammen, um groß angelegte Modernisierungsprogramme für globale Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen durchzuführen. Txture bringt laut einer Aussendung von IBM leistungsstarke Ressourcen mit, die die Angebote von IBM Consulting in den Bereichen Anwendungsmigration und -modernisierung (AM&M) sowie Cloud-Technologiestrategie ergänzen soll.

„Die Zusammenarbeit mit IBM ist ein logischer nächster Schritt in unserer Mission, den Weg zur Cloud und von dort zur KI für Unternehmen weltweit zu vereinfachen und zu beschleunigen“, sagt Matthias Farwick, CEO und Mitgründer von Txture. „Durch die Kombination unserer leistungsstarken Plattform mit dem fundierten Fachwissen und der globalen Reichweite von IBM werden wir einen viel größeren Kundennutzen schaffen, als wir ihn allein hätten erreichen können.“

Zu den zentralen Mehrwerten zählen automatisierte Bewertungen bestehender IT-Systeme, datenbasierte Modernisierungsroadmaps, deutlich reduzierte manuelle Arbeitsschritte und eine höhere Transformationsqualität. Darüber hinaus ermöglicht Txture, Nachhaltigkeitsfaktoren – wie den IT-CO₂-Fußabdruck – direkt in die Modernisierungsplanung einzubeziehen.

Die Bilanz von Txture

Txture hat laut eigenen Angaben weltweit über 100 Cloud Transformationsprojekte ermöglicht und im Rahmen von Kundenaufträgen über 50.000 Anwendungen verarbeitet. Dadurch konnten globale Systemintegratoren und Unternehmenskunden die Transformation beschleunigen und die Qualität der Ergebnisse verbessern.

„Der Weg von Txture vom Universitäts-Spin-off zum weltweit führenden Unternehmen im Bereich Cloud-Transformation ist ein Beispiel für unser Engagement, in hochwirksame Digitalisierungsplattformen zu investieren, die sowohl technologische Exzellenz als auch Marktrelevanz erreichen“, so Georg Schoder, CEO der red-stars.com data AG, die an Txture als Investor beteiligt war. Zur Höhe der Kaufsumme wurden öffentlich keine Angaben gemacht.

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Valentin Neuhauser & Matthias Nadrag arbeiten gemeinsam an der Bekämpfung von Energiearmut. © enixi

Zwei Player im Kampf gegen Energiearmut in Österreich arbeiten nun zusammen: enixi-Gründer Matthias Nadrag, der 2023 bereits mit energiespenden.at eine Plattform für Stromspenden startete (brutkasten berichtete), und Valentin Neuhauser, der seit 2022 die Projektleitung und seit Jänner 2026 die Funktion des Obmanns von Robin Powerhood, eine spendenbegünstigte Energiegemeinschaft, inne hat. Im Forschungsprojekt „Energiespenden 2.0″ wollen sie gemeinsam mit Salzburg Research und OurPower ein Modell entwickeln, das armutsgefährdete Haushalte über gespendete Energie in Vollversorgung bringt.

Von der Bezahlhilfe zur Vollversorgung

„Die bisherige Frage war immer: Wie helfen wir beim Bezahlen? Wir stellen eine andere Frage: Müssen energiearme Haushalte überhaupt eine Rechnung bekommen?“, sagt Nadrag. Er bringt eigenen Angaben zufolge mehr als zwölf Jahre Erfahrung in Bürgerbeteiligung und Marktprozessen der Energiewirtschaft ein und verantwortet die technische Umsetzung des Projekts.

Neuhauser hat für Robin Powerhood laut eigenen Angaben bereits starke Partner gewinnen können, darunter Caritas, Rotes Kreuz und die Volkshilfe. „Die Bereitschaft zu teilen ist vorhanden – jetzt müssen wir dafür sorgen, dass diese Energie auch wirklich ankommt“, ergänzt er.

Öffentliche Förderung

Gefördert wird „Energiespenden 2.0″ vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie dem Klima- und Energiefonds im Programm „Energieforschung 2025″. Die Abwicklung übernimmt die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Nadrag hatte mit enixi zuletzt im April 2026 ein sechsstelliges Investment geholt und im Juli 2026 die B2B-Strombörse RegioStrom angekündigt (brutkasten berichtete).

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