20.08.2020

Hermann Hauser holt Vater des iPods zur I.E.C.T. Summer School

Das österreichisch Team rund um Hermann Hausers Venture Capital Unternehmen I.E.C.T. möchte heuer 25 internationalen DeepTech Forschern die Unternehmensgründung erleichtern. Die sechste Auflage der Summer School on Entrepreneurship 2020 wird im hauseigenen Portal network.iect.at abgehalten und ist zum ersten mal teilweise für öffentliche Zuseher geöffnet.
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I.E.C.T. Summer School
Hermann Hauser, Gründer des I.E.C.T. und Initiator der jährlichen Summer School | (c) I.E.C.T.

„Unser intensivstes Programm komplett online abhalten zu müssen, war ein Schock. Im Nachhinein war es das beste, was uns passieren konnte“, sagt die Klara Brandstätter, Geschäftsführerin des I.E.C.T. – Hermann Hauser nach zwei Tagen Online-Intensiv Programm.

Was sie meint: Die Qualität der Mentoren, der Experten und auch der Startups sei von einem ohnehin bereits sehr hohen Level noch einmal gestiegen – und das sei auch dem Online-Format zu verdanken. „Wenn du den Vater des iPods mit seinen 30 Jahren Entrepreneurship-Erfahrung als Mentor hast, bringt dich das schon weiter“ – Tony Fadell, der 18 Generationen lang Senior Vice President der iPod Abteilung bei Apple war, ist einer von knapp 20 international renommierten Mentoren und Experten der heurigen Summer School, die heuer von zuhause mit den I.E.C.T. Startups arbeiten.

Das gilt auch für Hermann Hauser selbst, der aus Neuseeland mit den Wissenschaftler und Gründern arbeitet. Heuer aktiv mit dabei ist auch Hauser UK-based Amadeus Capital, eines der größten Venture Capital Unternehmen im Bereich europäischer Hochtechnologie.

Online Summer School 2020 für Besucher geöffnet

Auch wenn das Kern-Team der Summer School, wie in den vergangenen Jahren, aus dem Tiroler Startup-Hub Werkstätte Wattens aus operiert, sind zum ersten mal Gäste aus aller Welt zugelassen – einige Events sind heuer vollkommen öffentlich. Andere Veranstaltungen können nach der Anmeldung im Online Portal des IECT auf Anfrage besucht werden.

„Wir wollten heuer DeepTech-Interessierten einen Einblick in die Programm-Welt des IECT geben“, erklärt Namensgeber Hermann Hauser im Videocall. Viele Ressourcen seien in den Aufbau des Online System geflossen, auch wenn man, wie Brandstätter hinzufügt „noch lange nicht am Ende der Reise angelangt“ sei. „Auch in den kommenden Monate und Jahren wird uns der Ausbau des IECT Network intensiv beschäftigen.

Aus der Werkstätte Wattens in Tirol leitet ein 10-köpfiges Team die Summer School
2020

Internationale Forscher gründen DeepTech Startups

Aus 11 Nationen und von 5 Kontinenten kommen die Startups der heurigen IECT Summer School. Die Projekte beschäftigen sich mit Foodprinting, synthetische Biologie, IoT, Robotics und viele andere mehr. Aber österreichische Projekte sind dabei, wie jenes der Wienerin Anna Pölzl: „Wir entwickeln eine Cloud-basierte Softwarelösung, die die Energiekosten von gebauten Fabriken senkt“, erklärt sie.

Gründerin Anna Pölzl mit I.E.C.T. GF Klara Brandstätter beim online 1-on-1

Cambridge-Methoden für Österreich

„Das Vorbild unserer Summer School läuft seit vielen Jahren in Cambridge, England und hat eine Reihe spannender Startups hervorgebracht“, erklärt Hermann Hauser und bezieht sich dabei auf das erfolgreiche Ignite-Programm. „Ich freue mich darauf, diesen Erfolg in meiner Heimat Tirol zu wiederholen und mit einer großen Gruppe junger Menschen zusammenzuarbeiten, um ihre Ideen in erfolgreiche Unternehmen umzusetzen. Auch herausragende Ideen erfordern viel Arbeit, bevor sie ein Unternehmen sind.“

Für das 2020 Programm wurde die Architektur des Programm durch weitere Cambridgeforschung bereichert. „Das Triple Chasm Model der beiden Cambridge Urgesteine Uday Phadke und Shailendra Vyakarnam bildet die theoretische Grundlage der Summer School“, erklärt Brandstätter und ergänzt „Das System soll Startups und Mentoren eine gemeinsame Sprache geben.“ Auch die online Tools zur Startup-Skalierung würden sich dieser Cambridge-Forschung bedienen.

Die I.E.C.T. – Summer School on Entrepreneurship startete am 13.8 und läuft noch bis 27.8.


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Goldene Houskapreis-Statue, Foto: Alexander Müller

Gute Forschung entsteht in Österreich viel. Was seltener gelingt, ist der Schritt danach: dass aus einer Erkenntnis ein Produkt wird, ein Verfahren, ein Unternehmen. Genau an dieser Schnittstelle setzt der Houskapreis der B&C Privatstiftung an. Ausgezeichnet werden Projekte, die wissenschaftliche Qualität mit konkreter wirtschaftlicher Wirkung verbinden. Mit einem Gesamtpreisgeld von 760.000 Euro ist er Österreichs größter privater Preis für anwendungsnahe Forschung.

Nun geht der Preis in seine 22. Runde. Die Einreichphase für den Houskapreis 2027 ist im September gestartet und läuft bis einschließlich 28. Oktober 2026. Eingereicht wird ausschließlich online unter www.houskapreis.at.

Warum der Fokus auf Anwendung? Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung, erklärt es so: „Forschung und Innovation sind wesentliche Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Gerade in einem zunehmend technologiegetriebenen internationalen Umfeld wird es für Österreich entscheidend sein, wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die wirtschaftliche Praxis zu überführen. Dafür braucht es wissenschaftliche Exzellenz ebenso wie unternehmerisches Denken und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Mit dem Houskapreis zeichnen wir Projekte aus, die diese Verbindung erfolgreich herstellen und wirtschaftliche Wirkung entfalten.“

Forschungspreis in drei Kategorien

Vergeben wird der Houskapreis 2027 in den Kategorien Hochschulforschung, Außeruniversitäre Forschung sowie Forschung & Entwicklung in KMU. Teilnahmeberechtigt sind österreichische staatliche und private Universitäten inklusive Fachhochschulen, Christian Doppler Labors, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), heimische außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Gemeinsame Voraussetzung: Die wesentlichen Forschungsleistungen müssen in Österreich erbracht worden sein.

Auch der Houskapreis 2027 wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergeben, am 20. April 2027 in Wien | (c) Alexander Müller

Wie weit ein Projekt sein muss, hängt von der Kategorie ab. In der Hochschulforschung reicht es, wenn die wirtschaftliche Umsetzung unmittelbar bevorsteht oder bereits erfolgt ist. In der außeruniversitären Forschung muss sie schon passiert sein. Bei KMU muss das Projekt zusätzlich abgeschlossen sein und bereits Umsätze am Markt erzielen.

Was KMU wissen müssen

Für Unternehmen gelten klare Voraussetzungen. Sie müssen der KMU-Definition von EU und FFG entsprechen, ihren Firmensitz und ihre wesentlichen Forschungsaktivitäten in Österreich haben, maximal 249 Mitarbeiter:innen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro ausweisen. Außerdem müssen sie seit mindestens zwei Jahren bestehen, also vor dem 31. Dezember 2024 im Firmenbuch eingetragen worden sein, und dürfen in keinem Beteiligungsverhältnis zur B&C-Gruppe stehen.

Die Kategorie steht auch jüngeren Unternehmen offen, sofern sie die genannten Voraussetzungen erfüllen. Entscheidend ist, dass das Unternehmen seit mindestens zwei Jahren besteht und mit seiner Innovation schon Umsätze erzielt. Wie realistisch die Chancen sind, hat der Vorjahresjahrgang gezeigt: Alle drei Nominierungen in der KMU-Kategorie gingen an heimische innovative Unternehmen, den ersten Platz holte sich das Linzer Unternehmen sendance.

Bewertung und Einreichung

Die Bewertung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch Fachbeiräte pro Kategorie und eine international renommierte Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gewichtet wird dabei je nach Kategorie unterschiedlich: Bei der Hochschulforschung zählt die wissenschaftliche Qualität am meisten, bei KMU der wirtschaftliche Erfolg, der mit 40 Prozent in die Bewertung einfließt.

Vier Trophäen, vier Auszeichnungen: Der Houskapreis 2027 wird in drei Kategorien vergeben, dazu kommt der mit 10.000 Euro dotierte Mariella-Schurz-Preis, über den eine Oberstufenklasse entscheidet. | (c) Alexander Müller

Für die Einreichung braucht es je ein einseitiges Abstract auf Deutsch und Englisch sowie ein Dossier von maximal zehn Seiten. KMU dürfen das Dossier auf Deutsch oder Englisch verfassen, in den beiden anderen Kategorien ist Englisch vorgeschrieben. Hochschulen legen mindestens einen Letter of Intent eines Wirtschaftspartners bei, außeruniversitäre Einrichtungen mindestens einen Kooperationsnachweis. In allen Anträgen ist zudem der Beitrag zu den SDGs zu beschreiben.

Preisgeld und Termine

Pro Kategorie werden drei Projekte nominiert, und alle drei gehen mit Preisgeld nach Hause: 150.000 Euro für den ersten Platz, 70.000 Euro für den zweiten, 30.000 Euro für den dritten. Die Erstplatzierten bekommen von der B&C Privatstiftung zusätzlich die goldene Houskapreis-Statue überreicht.

Darüber hinaus vergibt die B&C Privatstiftung den mit 10.000 Euro dotierten Mariella-Schurz-Preis an eines der nominierten Projekte, das eine Oberstufenklasse auswählt. Die Preisgelder gehen an die Institutionen und kommen dort weiteren Forschungsarbeiten zugute.

Die Nominierten werden im Februar 2027 bekannt gegeben, die Verleihung findet am 20. April 2027 in Wien statt. Wer sich vorab informieren will, hat am 5. Oktober 2026 um 14 Uhr bei einer weiteren Online-Informationsveranstaltung Gelegenheit dazu, Anmeldung unter [email protected]. Im Vorjahr gingen die ersten Plätze an die TU Wien, das AIT Austrian Institute of Technology und das Unternehmen sendance. brutkasten hat über die neun Nominierungen für den Houskapreis 2026 berichtet.

Einreichung: bis 28. Oktober 2026 unter www.houskapreis.at
Kontakt: [email protected]

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AI Summaries

Hermann Hauser holt Vater des iPods zur I.E.C.T. Summer School

  • Heuer aktiv mit dabei ist auch Hauser UK-based Amadeus Capital, eines der größten Venture Capital Unternehmen im Bereich europäischer Hochtechnologie.
  • „Wir wollten heuer DeepTech-Interessierten einen Einblick in die Programm-Welt des IECT geben“, erklärt Namensgeber Hermann Hauser im Videocall.
  • Aus 11 Nationen und von 5 Kontinenten kommen die Startups der heurigen IECT Summer School.
  • „Das Vorbild unserer Summer School läuft seit vielen Jahren in Cambridge, England und hat eine Reihe spannender Startups hervorgebracht“, erklärt Hermann Hauser und bezieht sich dabei auf das erfolgreiche Ignite-Programm.
  • Für das 2020 Programm wurde die Architektur des Programm durch weitere Cambridgeforschung bereichert.
  • – Summer School on Entrepreneurship startete am 13.8 und läuft noch bis 27.8.

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