08.04.2025
ÖKOSYSTEM

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

"Good Bye and See you Soon" hieß es heute Dienstag, in einer Aussendung der Hermann Hauser Management GmbH, die nach zehn Jahren ihre Pforten schließt. Gemeinsam mit der Standortagentur Tirol und Onsight Ventures soll jedoch ein neues Format entstehen.
/artikel/i-e-c-t-summer-school-von-hermann-hauser-schliesst
Bei der Investors Academy unter anderem dabei: Hermann Hauser.
(c) I.E.C.T. Hermann Hauser.

Nach zehn Jahren zieht das Team hinter der I.E.C.T. Summer School rund um Herman Hauser einen Schlussstrich: Das renommierte Gründer:innen-Programm soll in seiner bisherigen Form nicht weitergeführt werden. „Als wir 2015 die erste I.E.C.T. Summer School on Entrepreneurship ins Leben riefen, hätten wir uns den bemerkenswerten Erfolg, den sie erzielen würde, nicht vorstellen können. Im Laufe der Jahre waren wir stolz darauf, eine zentrale Rolle bei der Förderung und Gestaltung der Startup- und Spin-off-Kultur in Tirol und Österreich zu spielen“, heißt es ein einer Aussendung.

Weiters heißt es, dass die Gesellschafter der I.E.C.T. – Hermann Hauser Management GmbH sich bereits im vergangenen Jahr dazu entschieden haben, das Unternehmen zu schließen und das Format „Spin-off-Austria“ an die A+B-Zentren zu übertragen. Auch die I.E.C.T. – Summer School on Entrepreneurship wird in ihrer bisherigen Form nicht weitergeführt.

Die Bilanz der I.E.C.T. Summer School

Die Summer School zählte in den vergangenen Jahren zu den bekanntesten Formaten zur Förderung wissenschaftsbasierter Startups im deutschsprachigen Raum. Seit dem Start im Jahr 2015 nahmen insgesamt 255 Gründer:innen aus 43 Ländern daran teil, wie es im August 2024 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von Seite des Unternehmens hieß. Viele der Alumni gründeten später erfolgreiche DeepTech- oder Life Science-Startups. Die Unternehmensbewertungen der Alumni summieren sich laut I.E.C.T. auf 1,9 Milliarden Euro. Insgesamt wurden etwa 470 Millionen Euro an Kapital eingesammelt und rund 2.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Wie es weiter geht?

Mit dem Aus der I.E.C.T. Summer School endet auch ein Stück Tiroler Innovationsgeschichte. Gleichzeitig wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Gemeinsam mit der Standortagentur Tirol und Onsight Ventures soll unter dem Namen Hermann Hauser Frontier Lab ein neues DeepTech-Format entstehen. Hermann Hauser selbst soll dem Projekt für drei Jahre als Mentor erhalten bleiben.

Die Initiative Spin-off Austria, die eng mit dem I.E.C.T. verbunden war, wird künftig von den AplusB-Zentren weitergeführt. Ziel bleibt es, akademische Ausgründungen zu fördern und Österreich als Standort für forschungsbasierte Unternehmensgründungen zu stärken.

Mit dem Wechsel will man laut I.E.C.T. neue Impulse setzen und das DeepTech-Ökosystem in Österreich weiterentwickeln. Welche konkreten Formate und Programme das neue Frontier Lab künftig anbieten wird, ist derzeit noch offen.


Deine ungelesenen Artikel:
22.10.2026

„Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“: Wie Michael Dobersberger Startups US-fit macht

Michael Dobersberger bringt bei Open Austria österreichische Gründer:innen in den globalen Tech-Hotspot Silicon Valley. Im Gespräch mit brutkasten erklärt er, welche Kulturunterschiede entscheiden und warum Österreicher:innen beim Pitchen umdenken müssen.
/artikel/du-musst-nicht-besser-sein-du-musst-schneller-sein-wie-michael-dobersberger-startups-us-fit-macht
22.10.2026

„Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“: Wie Michael Dobersberger Startups US-fit macht

Michael Dobersberger bringt bei Open Austria österreichische Gründer:innen in den globalen Tech-Hotspot Silicon Valley. Im Gespräch mit brutkasten erklärt er, welche Kulturunterschiede entscheiden und warum Österreicher:innen beim Pitchen umdenken müssen.
/artikel/du-musst-nicht-besser-sein-du-musst-schneller-sein-wie-michael-dobersberger-startups-us-fit-macht
Michael Dobersberger ist der "Startup-Wingman" im Silicon Valley. | © brutkasten

Das Silicon Valley ist nach wie vor das unangefochtene Epizentrum der globalen Tech-Welt. Ein Großteil des weltweiten Risikokapitals ist in der Region rund um San Francisco gebündelt. Für europäische Startups birgt der Markteintritt in den US-amerikanischen Raum jedoch erhebliche kulturelle wie strukturelle Hürden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Michael Dobersberger an. Brutkasten hat ihm einen Tag lang in San Francisco über die Schulter geschaut.

Michael Dobersberger im Gespräch mit brutkasten-Redakteurin Ann-Kathrin Salmen vor der Bay Bridge in San Francisco. © brutkasten

Ein Ökosystem für den Aufstieg

Als Co-Direktor der Initiative Open Austria, einem Joint Venture der Wirtschaftskammer Österreich und des Außenministeriums, fungiert Dobersberger als strategischer Sparring-Partner vor Ort. Während die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles das operative Tagesgeschäft im Exportgeschäft abwickeln, konzentriert sich das AußenwirtschaftsCenter in San Francisco unter seiner Leitung auf spezialisierte Formate.

„Ich sehe meine Aufgabe darin, Startups ready für das Silicon Valley zu machen, damit sie einen gewissen Startvorteil gegenüber anderen europäischen Startups haben“, erklärt Dobersberger im Gespräch. Sein Aufgabengebiet umfasst gezieltes Startup-Coaching für den US-Markteintritt sowie Innovation Scouting für etablierte Großunternehmen. Die Nachfrage ist hoch: „Allein heuer habe ich schon über 260 Unternehmen in einem meiner Programme gehabt.“

Die Teilnehmer:innen des GOUSA Kickoffs im Silicon Valley. © Michael Dobersberger

Das Mindset: Ja, wenn … statt Nein, weil …

Die kulturellen Gräben zwischen europäischen und US-amerikanischen Entrepreneurship-Zugängen erlebt Dobersberger täglich. Während hierzulande Risiken oft im Vordergrund stehen, herrscht in Kalifornien eine ausgeprägte Optimierungskultur.

Den zentralen Unterschied im Denkansatz bringt Dobersberger pragmatisch auf den Punkt: „In den USA heißt es: ‚Es kann funktionieren, wenn …‘, während in Europa oft gesagt wird: ‚Das funktioniert nicht, weil …‘“. Es gehe keineswegs darum, kritische Einwände zu ignorieren, sondern Geschäftsideen konstruktiv zu bewerten und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken.

Schnelligkeit und ein realistischer Blick auf Fehler

Ein entscheidender Erfolgsfaktor am US-Markt sei die Umsetzungsgeschwindigkeit. „Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“, betont Dobersberger. Wer rasch am Markt testet, gewinnt wertvolles Feedback und kann Mitbewerber überholen.

Ergänzt wird dieses Tempo durch den vielzitierten Umgang mit dem Scheitern, der jedoch häufig missverstanden werde. Fehler seien zwar Teil der Lernkurve, dürften das Unternehmen jedoch nicht ruinieren. „Fail fast, fail often – and keep the price to a minimum“, bringt es Dobersberger auf den Punkt. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Scheitere schnell, oft und halte die Kosten dabei auf einem Minimum.“

Präzision fordert der Experte auch beim Markenauftritt und Produktstart. Zu langes Perfektionieren im Stillen sei gefährlich: „Wenn du nicht irgendwann sagst: ‚Mein erstes Produkt war so peinlich‘, dann bist du zu spät an den Markt gegangen“, veranschaulicht er eindrücklich.

Ein Großteil von Dobersbergers Arbeit besteht darin, Menschen miteinander zu vernetzen. © brutkasten

Die Matrjoschka-Logik beim Pitchen

Auch in der Kommunikation rät Dobersberger zu einer radikalen Vereinfachung. Statt technischer Details müsse in den ersten Sekunden das zugrundeliegende Problem im Fokus stehen. Dobersberger nutzt dafür das Bild einer umgekehrten Matrjoschka-Puppe.

„Die erste Matrjoschka ist die wichtigste – das ist dein Why“, erklärt er. Ziel der ersten 40 Sekunden sei es nicht, das gesamte Produkt zu erklären, sondern Neugier zu wecken und Folgetermine zu sichern. Wer zu tief ins Technische abgleite, verliere das Gegenüber rasch.

Menschen investieren in Menschen

Zudem entscheide die Persönlichkeit des Gründerteams oft mehr als die Technologie selbst. Das Feedback internationaler Investor:innen zeichne hier ein klares Bild: „Die Investoren investieren zu 90 Prozent ins Team und zu zehn Prozent in die Technologie.“ Starken Gründerpersönlichkeiten traue man eher zu, Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle bei Bedarf anzupassen.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz, von der Schärfung der Story bis hin zur Vernetzung vor Ort, unterstützt Dobersberger heimische Gründer:innen dabei, im Silicon Valley nachhaltig Fuß zu fassen.

Dobersberger mit seinem ehemaligen indonesischen Diplomaten-Kennzeichen. Vor seiner Zeit in Amerika war er in Indonesien, Serbien und England tätig. © brutkasten
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

I.E.C.T. Summer School von Hermann Hauser schließt