12.09.2025
PILOTPROJEKT

Hydrosolid: NÖ-Wasserstoff-Startup testet mit Bundesforsten Notstrom-System

Das Projekt von Hydrosolid, den Bundesforsten und GoWell wird vom Finanzministerium und der FFG getragen. Mit einem Wasserstoffgenerator in der Luegberghütte wird nun ein System getestet, das die grüne Stromversorgung in kritischer Infrastruktur sicherstellen soll.
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v.l.: Michael Renz (Technische Leitung, HydroSolid GmbH), Dr. Ralph Hammer (Leiter, Stabstelle für Sicherheitsforschung und Technologie), Hans Gold (Geschäftsführer GoWell GmbH), Klara Reichartzeder (Projektmanagement GoWell GmbH), Hannes Marktl (Projektleitung ÖBf AG), Jozef Janco (FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH), Lukas Renz (CEO HydroSolid GmbH | © Hydrosolid
v.l.: Michael Renz (Technische Leitung, HydroSolid GmbH), Dr. Ralph Hammer (Leiter, Stabstelle für Sicherheitsforschung und Technologie), Hans Gold (Geschäftsführer GoWell GmbH), Klara Reichartzeder (Projektmanagement GoWell GmbH), Hannes Marktl (Projektleitung ÖBf AG), Jozef Janco (FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH), Lukas Renz (CEO HydroSolid GmbH | © Hydrosolid

Naturkatastrophen, technische Defekte, Unfälle – großflächige Stromausfälle können aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Wie real die Gefahr eines größeren Blackouts ist, zeigte sich erst diesen April, als es auf der gesamten iberischen Halbinsel zu einem mehrstündigen Stromausfall kam. Während ein solcher für die meisten Menschen nur eine Unannehmlichkeit darstellt, kann es in kritischer Infrastruktur, wie Krankenhäusern, auch um Leben und Tod gehen.

Grüne Alternative zu klassischen Notstromaggregaten

Die Einrichtungen verfügen daher für gewöhnlich über leistungsstarke dieselbetriebene Notstromaggregate. Das niederösterreichische Startup Hydrosolid will mit seiner Wasserstoff-Speicher-Technologie (brutkasten berichtete bereits mehrmals) eine grüne Alternative dazu etablieren. Diese wird nun in einem Pilotprojekt gemeinsam mit den Bundesforsten und dem Unternehmen GoWell getestet. Unterstützt werden die Projektpartner dabei vom Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Wasserstoffgenerator in der Luegberghütte

Konkret wurde im Rahmen des Projekts die Luegberghütte in Waidhofen an der Ybbs mit einem Wasserstoffgenerator ausgestattet. Die Anlage kombiniert kurzfristige Batteriespeicherung mit langfristiger Wasserstoffspeicherung. An sonnigen Tagen wird der Energiebedarf der Hütte direkt über die Photovoltaikanlage gedeckt. Bei höherem Verbrauch, schlechter Witterung oder nächtlichen Stunden übernimmt der Wasserstoffgenerator. Am 8. September wurde die Anlage in Betrieb genommen.

„Gerade in entlegenen Regionen ist Versorgungssicherheit zentral“

„Gerade in entlegenen Regionen ist Versorgungssicherheit zentral. Dieses Pilotprojekt zeigt, wie Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen können und liefert wertvolle Impulse für nachhaltige Energielösungen der Zukunft“, kommentiert Claudia Nutz, Leiterin des Bereichs „Immobilien–Tourismus–Wasser“ der Bundesforste. Und FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz meint: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Forschung und Innovation zur sicheren Energieversorgung unserer kritischen Infrastruktur beitragen können.“

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Für 28 Artikel soll es Nachfüllprodukte geben. (c) Canva

Während bei Seifen schon lange zu Nachfüllprodukten gegriffen wird, werden andere Kosmetika immer wieder neu gekauft. Laut L’Oréal ambivalent, wünschen sich doch 84 % der Verbraucher:innen nach einer internationalen Kantar-Studie nachhaltige Alternativen. Mit #JoinTheRefillMovement startet die L’Oréal-Gruppe nun die bislang umfassendste Nachhaltigkeitskampagne ihrer Geschichte. Gestartet am World Refill Day (16. Juni), umfasst die Kampagne Nachfüllprodukte in den Bereichen Hautpflege, Düfte, Make-up und Haarpflege.

Von Parfum bis Lippenstift messbare Einsparungen

Mit Beginn der Initiative werden nicht nur klassische Duschgels, sondern auch Parfums oder Lippenstifte von L’Oréal als Refill-Produkte angeboten. Ein zentrales Element der Kampagne ist der Nachhaltigkeitsnachweis, gekennzeichnet auf jedem Produkt, der den sofortigen Effekt des Nachfüllens angibt. Ein Beispiel: Bei einer Refill-Creme von Lancôme wird im direkten Vergleich zum Standard-Tiegel der Einsatz von Glas komplett (100 %), Metall um 95 %, Kunststoff um 42 % und Karton um 36 % reduziert. Diese Zahlen sollen die unmittelbare Materialeinsparung belegen und sich bewusst von unkonkreten Prognosen abgrenzen.

„Mit 18 Marken und 28 Produkten zeigen wir, dass nachfüllbare Schönheit für jeden da ist – über alle Kategorien, Preisklassen und Kanäle hinweg. Wir helfen den Verbrauchern, eine einfache Veränderung vorzunehmen: sich für ein Refill zu entscheiden. Nicht als Verzicht, sondern als die bessere Option. Weniger Auswirkungen auf den Planeten, besser für den Geldbeutel“, so Blanca Juti, Chief Corporate Affairs & Engagement Officer bei L’Oréal.

„Say-do Gap“

Zwar sei der Wunsch nach nachhaltigeren Produkten bei den meisten Verbraucher:innen verankert, doch L’Oréal verzeichnet eine spürbare Lücke, wenn es um die tatsächliche Kaufentscheidung geht. Es entsteht ein „Say-do Gap“. Mit der Kampagne will der Konzern nachhaltigere Produkte zunächst zugänglich machen. Gleichzeitig soll aber auch die Sichtbarkeit, beispielsweise durch gezielte Platzierungen in Regalen im Einzelhandel, erhöht werden.

„Nachhaltiger Konsum scheitert im Alltag oft an der Macht der Gewohnheit“, weiß Stefan Geister, Nachhaltigkeitschef von L’Oréal DACH. „Gemeinsam mit unseren Handelspartnern in Drogerien, Parfümerien, Apotheken und Friseursalons wollen wir das ‚Nachfüllen zu Hause‘ als neuen Standard etablieren. Die Erfolgsfaktoren liegen auf der Hand: Ein umfassendes Angebot, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und kontinuierliche Sichtbarkeit im stationären und digitalen Handel. Wenn wir diesen Weg partnerschaftlich, ausdauernd und konsequent beschreiten, lassen wir aus guten Absichten echtes neues Handeln entstehen.“

100 Mio. Euro für Innovation & Startups

Begleitet werden die Maßnahmen von einem 100-Millionen-Euro-starken Innovationsfonds. Mit dem unternehmenseigenen L’AcceleratOR-Programm werden gezielt Startups und junge Talente unterstützt. Die Ansätze reichen von biologisch abbaubaren Materialien auf Algenbasis über Biokunststoffe aus Zuckerrohr bis hin zu recycelbaren Papierflaschen.

Mit 22 Forschungszentren in sieben regionalen Hubs weltweit, über 4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie mehr als 8.000 Fachkräften aus den Bereichen Digitales, Tech und Data bündelt der Konzern seine Ressourcen. Ziel dieser Investitionen in die Startup-Förderung und die eigene Forschung ist es, als vernetztes „Beauty-Tech-Powerhouse“ die technologische Zukunft der Kosmetikbranche maßgeblich zu gestalten. Im Jahr 2025 wurde L’Oréal vom Fortune-Magazin zum innovativsten Unternehmen Europas gekürt.

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