13.01.2015

HTTPS als SEO-Maßnahme

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Google treibt das neue HTTP/2 Protokol mit der Eigenentwicklung SPDY voran

Im Sommer 2014 hat Google angekündigt, dass HTTPS ab sofort direkten Einfluss auf das Ranking in den Suchergebnissen hat. Zwar wird dieser Einfluss noch sehr gering sein aber bestimmt in den nächsten Monaten wachsen. Ein Hinweis darauf ist, dass Google das Web  seit langer Zeit sicherer und schneller machen möchte. Um das zu erreichen hat Google schon viel für die Weiterenwicklung von HTTPS investiert. So treibt Google das neue HTTP/2 Protokol mit der Eigenentwicklung SPDY voran und warnt im eigenen Browser Google Chrome vor Zertifikaten die unzureichent verschlüsselt sind. Der große Vorteil von SP(ee)DY ist, dass es wie der Name schon sagt, sehr viel schneller als das gewönhliche HTTP(S) ist.

Wie kommt man nun zu HTTPS (+SPDY)?

Weg 1 (für Profis)

  1.  SSL Zertifikat für die eigenen Domains erwerben
  2. SPDY in den Webserver integrieren. Es gibt u.a. Module für Apache HTTP Server, nginx, und Node.JS/Express
  3. Website umstellen auf HTTPS und 301 redirects einrichten von http zu https.
    Achtung: Wenn die eigene Website auf HTTPS läuft, müssen auch alle Resourcen von Drittanbietern (z.B AdServer, Trackings, iFrames auf HTTPS laufen) ansonst kann es zu Warnmeldungen im Browser kommen.
  4. In den Google Webmaster Tools die bevorzugte URLs auf HTTPS ändern
  5. Nicht vergessen, das Zertifikat vor Ablauf erneuern!

Weg 2 (Quick’n’Dirty mit Cloudflare)

Cloudflare ist ein Unternehmen, das seine Dienste zur Optimerung und Sicherung von Websites anbietet. Es optimiert Resourcen (JavaScript, CSS und Bilddateien), kümmert sich um das Caching über ein globales CDN, filtert „böse“ Bots und bietet Schutz vor DDos Attacken. Cloudflare tut das alles als Proxy über ihre Nameserver und sitzt sozusagen ganz am Anfang des Requests. Dadurch können sie auch den Traffic optimeren und filtern sowie HTTPS mit SPDY anbieten – auch wenn der eigene Webserver kein HTTPS/SPDY unterstützt. Cloudflare bietet die meisten Features sogar in der Gratis-Variante an. Ja wirklich gratis HTTPS+SPDY!

  1. Cloudflare Account anlegen
  2. Eigene Website mit Cloudflare verbinden (Nameserver einträge beim Webhoster ändern)
  3. Cloudflare Basis Konfiguration abschließen und SSL/SPDY aktivieren.
  4. Cloudflare Page-Rule erstellen (= 301 redirects einrichten)
    Achtung: Wenn die eigene Website auf HTTPS läuft, müssen auch alle Resourcen von Drittanbietern (z.B AdServer, Trackings, iFrames auf HTTPS laufen) ansonst kann es zu Warnmeldungen im Browser kommen.
  5. In den Google Webmaster Tools die bevorzugte URL auf HTTPS ändern

 

 

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© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

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