09.01.2019

Julian Hosp tritt als TenX Präsident zurück

Julian Hosp hat gestern in einem YouTube-Video seinen Rücktritt als Präsident von TenX bekanntgegeben. TenX ist ein in Singapur ansässiges Tiroler Kryptowährungs-Startup, das eine der ersten Krypto-Debit-Cards auf den Markt gebracht hat und 2017 mit einem 80 Millionen US-Dollar ICO für Aufsehen sorgte.
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TenX
(c) Julian Hosp / Facebook: Julian Hosp

In einem emotionalen YouTube-Video hat der sichtlich bewegte Julian Hosp gestern seinen Rücktritt als TenX Präsident bekanntgegeben. „Während wir an der Vision für 2019 und darüber hinaus arbeiteten, wurde uns als Gründer klar, dass wir getrennte Wege gehen müssen, um TenX voranzubringen“, so Hosp und fährt fort: „Das ist die schwerste Entscheidungen meines Lebens. TenX ist sprichwörtlich durch meine Venen geflossen“, so Hosp. In dem eineinhalb Minuten langen Video sagt Hosp, dass TenX Co-Founder und CEO Toby Hönisch seine Position übernehmen und künftig das TenX-Team anführen wird. Über die Gründe seines Rücktritts nannte Hosp keine genauen Details. Auch auf Rückfrage des brutkastens wollte Hosp die Beweggründe für seinen Rücktritt nicht kommentieren.

TenX ICO über 80 Millionen US-Dollar

Das in Singapur ansässige Tiroler Kryptowährungs-Startup TenX sorgte im Jahr 2017 für einen Paukenschlag. Damals hatte TenX bei einem ICO Krypto-Geld im Wert von 80 Millionen Dollar aufgestellt.

+++ Krypto-Popstar Julian Hosp: „Es gibt eine Krypto-Bubble“ +++

Julian Hosp gilt seit damals in Teilen der Kryptowährungs-Szene als eine Koryphäe. So schaffte er es 2017 mit seinem Buch über Kryptowährungen auf Platz 6 der Amazon Bestseller-Liste. Zudem ist Hosp dafür bekannt, mit seinem Blog, Erklär-Videos und Webinaren das Krypto-Thema allgemein verständlich aufzubereiten. Hosp wird in der Krypto-Community auch aufgrund seines ausgewogenen Stils geschätzt. Zwar promotet er prinzipiell Kryptowährungen, warnt jedoch auch immer wieder vor Nachteilen (siehe Gastkommentar für den brutkasten).

Hosp in der Kritik

In den vergangenen Monaten häufte sich aber auch die Kritik an seiner Person. Das war nicht zuletzt den starken Verzögerungen bei der TenX Debit Card geschuldet – bis dato warten viele Kunden auf ihre Karte. Auf seinen nunmehrigen Rücktritt reagierten Teile der Krypto-Community entsprechend mit wenig Verständnis. Einige Kommentatoren vermuteten unlautere Hintergründe.


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Videoarchiv: Julian Hosp spricht über seinen ICO

Julian Hosp, Co-Founder von TenX und Paul Poulsson, der Co-Founder von HERO sprechen im Live-Stream über ihre ICOs. Zudem stellen wir den Experten Michael Petritz von KPMG und Roman Rericha von der Brandl & Talos Rechtsanwälte GmbH steuerliche und rechtliche Fragen zu Initial Coin Offerings in Österreich.

Gepostet von DerBrutkasten am Dienstag, 3. Oktober 2017

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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