10.02.2020

Horizon 2020: Heimische Unternehmen haben die höchste Erfolgsquote

Österreichische Unternehmen sind laut der FFG die Europameister im EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020". Mit 18,1 Prozent haben sie die höchste Erfolgsquote und konnten bereits mehr als 400 Millionen Euro einwerben.
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Horizon 2020
(c) Adobe Stock

Das EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ ist das weltweit größte, transnationale Programm für Forschung und Innovation. Im Zeitraum von 2014 bis 2020 steht Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen ein Fördertopf von rund 75 Milliarden Euro zur Verfügung.

In Österreich fungiert die Forschungsförderungsgesellschaft FFG als nationale Kontaktstelle für „Horizon 2020“. Sie stellt für Interessierte, die um eine „Horizon 2020“-Förderung ansuchen wollen, ein umfassendes Beratungs- und Informationsangebot zur Verfügung.

+++ FFG fördert mit 1,8 Millionen Euro vier neue Innovationswerkstätten +++

Horizon 2020: Höchste Erfolgsquote in der EU

Wie die FFG nun mitteilte, verzeichnen österreichische Unternehmen mit 18,1 Prozent die höchste Erfolgsquote im EU-Rahmenprogramm. Seit Bestehen von Horizon 2020 konnten heimische Unternehmen rund 400 Millionen Euro einwerben. Die Zahlen veröffentlichte die FFG in einem eigenen Themendossier.

Insgesamt wurden laut der FFG 487 Unternehmen unterstützt und konnten 1090 Einreichungen erfolgreich abschließen. Davon haben 305 Unternehmen erstmalig ein EU-Projekt beantragt.

Die zehn erfolgreichsten österreichischen Unternehmen haben 60 Prozent der gesamten an Österreich gewährten Unternehmensförderungen eingeworben. Zudem wurden Darlehen der Europäischen Investitionsbank bzw. des Europäischen Investitionsfonds im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro an österreichische Unternehmen vergeben.

KMU: Zweithöchste Erfolgsquote in der EU

Auch die KMU gehören laut der FFG zu den Gewinnern in „Horizion 2020“. Demnach konnten 275 österreichische Unternehmen aus dem KMU-Segment rund 170 Millionen Euro Fördermittel für sich in Anspruch nehmen. Im europäischen Vergleich entspricht dies der zweithöchsten Erfolgsquote. 41,9 Millionen Euro entfallen dabei auf den High-Tech-Bereich. Zudem wurden an KMU auch Dahrlehen vergeben. Diese umfassen eine Höhe von 262 Millionen Euro.


=> zum Dossier der FFG

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Das Logistikzentrum von Niceshops im steirischen Saaz | (c) Niceshops
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Rund zwei Millionen Pakete versendete Niceshops 2025 aus dem Logistikzentrum im südoststeirischen Saaz. Diese gingen in 80 Länder bei einer Exportquote von 88 Prozent. Es war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr des E-Commerce-Scaleups, wie brutkasten berichtete. An dessen Ende standen 169 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von acht Millionen Euro zu Buche. Und das, obwohl man sich erst 2024 auch mit Hilfe eines Stellenabbaus (brutkasten berichtete) aus einer Krise gekämpft hatte.

Ausbau direkt am steirischen Heimatstandort

Mit dem starken Aufschwung sei man auch bei den Lagerkapazitäten an die Grenzen gekommen, heißt es nun vom Unternehmen, das etwa 30 spezialisierte Onlineshops betreibt: „Zuletzt mussten zusätzliche externe Flächen angemietet werden.“ Deswegen soll nun erweitert werden – und zwar direkt am Heimatstandort Saaz, der rund eine Dreiviertelstunde von der steirischen Hauptstadt Graz entfernt ist.

Dort kaufte man nun ein 23.000 m² großes Grundstück zu, wie das Unternehmen verkündet. „Die Erweiterung schafft die Grundlage, Logistikprozesse wieder zentral zu bündeln, Transportwege zu verkürzen und die gesamte Wertschöpfung in der Region zu halten“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Schrittweise Automatisierung in kommenden Jahren

Die Ausbaupläne von Niceshops betreffen aber nicht nur die Logistik. Dieses Jahr sollen insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden – aktuell beschäftigt man etwa 400 Mitarbeiter:innen an den Standorten Saaz, Graz und Wien. Gleichzeitig will man in den kommenden Jahren schrittweise Automatisierungs- und Robotiklösungen einführen. „Ziel ist nicht die Vollautomatisierung des Lagers, sondern der gezielte Einsatz in speziellen Segmenten, um die Mitarbeiter:innen bei standardisierten Prozessen zu entlasten und die Effizienz weiter zu steigern“, heißt es dazu vom Unternehmen.

Künftig liege der Fokus auf dem weiteren Ausbau der E-Commerce-Plattform sowie der Skalierung von Logistik- und Technologiedienstleistungen für Partnerunternehmen. Zudem setze man weiterhin auf Nachhaltigkeit, etwa mit 100
Prozent Ökostrom, „nahezu“ plastikfreiem Versand und einer im Branchenvergleich sehr niedrigen Retourenquote von rund drei Prozent.

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Horizon 2020: Heimische Unternehmen haben die höchste Erfolgsquote

Österreichische Unternehmen sind laut der FFG die Europameister im EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“. Mit 18,1 Prozent haben sie die höchste Erfolgsquote und konnten bereits mehr als 400 Millionen Euro einwerben. Insgesamt wurden laut der FFG 487 Unternehmen unterstützt und konnten 1090 Einreichungen erfolgreich abschließen. Davon haben 305 Unternehmen erstmalig ein EU-Projekt beantragt.

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