19.04.2019

Wiener BioTech-Startup Hookipa: Aktie nach Nasdaq-IPO stabil

Das BioTech Hookipa mit Sitzen in New York und Wien startete gestern an der New Yorker Börse im Nasdaq Global Select Market. Am Tag nach dem IPO steht die Aktie etwa beim Ausgabepreis.
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Hookipa - Nasdaq IPO
(c) fotolia.com - eyetronic

2011 in Wien gegründet legte das BioTech-Startup Hookipa bislang einen beachtlichen Wachstumslauf hin. Inzwischen ist die Wiener GmbH eine hundertprozentige Tochter der US-Hookipa Pharma Inc. Erst vor wenigen Wochen war eine 33 Millionen Euro-Kapitalrunde verkündet worden, die die bis dahin aufgenommene Summe auf über 120 Millionen Euro aufstockte. Den vorläufigen Höhepunkt in der kurzen Unternehmensgeschichte bildete gestern der Börsengang im Nasdaq Global Select Market an der New Yorker Börse.

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Aktie nach IPO relativ stabil

Bei einem Ausgabepreis von 14,40 US-Dollar bot das Startup sechs Millionen Aktien zum Verkauf. Für weitere 900.000 gebe es eine Kaufoption über Mehrzuteilung bzw. Greenshoe-Option, hieß es in einer Aussendung. Insgesamt erhoffte sich Hookipa, durch den IPO weitere 84 Millionen US-Dollar aufzustellen. Der Kurs der Aktie hielt sich nach dem Start relativ Konstant um den Ausgabepreis mit einem Tageshoch von 14,76 US-Dollar und einem Tagestief von 13,75 US-Dollar. Vor Börsenstart in New York am zweiten Tag liegt die Aktie bei 14,02 US-Dollar, also 2,6 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Hookipa: Vision von der „Impfung gegen Krebs“

Hookipa hat genetisch modifizierte Viren entwickelt, die im menschlichen Körper vorhandene Killerzellen (T-Zellen) aktivieren und gezielt auf Tumor-Zellen bzw. schwerwiegende Viren ansetzen. Damit könnte eine „Impfung gegen Krebs“ Realität werden, an der nicht nur das Wiener BioTech-Startup arbeitet. Auch HIV, Hepatitis B und andere schwere Krankheiten könnten in Zukunft mit der Methode viel effizienter behandelt werden. Unter den Hookipa-Gründern ist der Schweizer Medizin-Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel, auf dessen Forschung das Konzept des Unternehmens basiert.

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Neugründung
(c) Scott Graham via Unsplash

Insgesamt 39.978 Neugründungen gab es in Österreich laut Wirtschaftskammer (WKÖ) im Jahr 2025 – eine weitere Steigerung, nachdem es bereits 2024 ein Allzeithoch gegeben hatte, wie brutkasten zu Jahresbeginn berichtete. Nun gab die WKÖ neue Zahlen und eine begleitende Umfrage für das erste Halbjahr 2026 heraus – und der Aufwärtstrend setzt sich darin deutlich fort.

82,6 Prozent Einzelunternehmen

21.718 Neugründungen (ohne Personenbetreuung) gab es demnach in den ersten sechs Monaten des Jahres – ein Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und damit neuerlich ein Rekord. Startups machen freilich nur einen kleinen Bruchteil davon aus – konkrete Zahlen gibt es dazu nicht. Aber so viel: 82,6 Prozent der Gründungen erfolgten als Einzelunternehmen, davon 42,5 Prozent von Frauen. 41,1 Prozent aller Gründer:innen starten zudem zunächst nebenberuflich.

Stärkste Zuwächse bei jungen Altersgruppen

Die stärksten Zuwächse gebe es dabei bei den unter 20-Jährigen sowie bei den 20- bis 30-Jährigen, heißt es von der WKÖ. Das Durchschnittsalter der Gründer:innen liegt laut Erhebung bei 36,6 Jahren. Die wichtigsten Sparten bei den Neugründungen im ersten Halbjahr waren Gewerbe und Handwerk (37,8 Prozent), Information und Consulting (23,4 Prozent) sowie Handel (22,9 Prozent).

Eigenverantwortung und Flexibilität als größte Motive

Auch die Gründe fürs Gründen wurden in der Motivumfrage des WKÖ-Gründerservice erhoben: 67,9 Prozent der Befragten möchten demnach lieber ihre eigene Chefin oder ihr eigener Chef sein. 67,6 Prozent wollen ihre Zeit flexibler gestalten, 62,3 Prozent wollen mehr Verantwortung übernehmen.

Drei politische Forderungen

Gleichzeitig fragte die WKÖ auch nach den Wünschen der neuen Gründer:innen. Ein klares Ergebnis: 78,1 Prozent wünschen sich einen zentralen digitalen One-Stop-Shop für Gründungen. Diesen fordert auch die Wirtschaftskammer von der Politik. Sie erneuert außerdem die Forderungen nach dem Beteiligungsfreibetrag und nach mehr Flexibiliät bei der Arbeitslosenversicherung für Selbstständige im Opting-in-Modell.

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