29.03.2021

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

Arbeiten von daheim wird für viele Angestellte in Berlin nun zur Pflicht. In Österreich gab es dafür bisher keine Fürsprecher.
/artikel/homeoffice-pflicht-berlin
Online-Kurse wie jene von Coursera erleben durch Corona einen regelrechten Boom.
(c) Adobe Stock / Rido

Österreich steht wieder kurz vor einem Lockdown, zumindest regional. Für das Arbeiten von daheim gibt es wieder nur Appelle und Empfehlungen. Die deutsche Hauptstadt hingegen prescht nun mit einer Pflicht vor. Unternehmen in Berlin sollen 50 Prozent ihrer Bildschirmarbeitsplätze verpflichtend ins Homeoffice verlegen, wie Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag bekannt gab. Der Berliner Senat hat die neuen Regeln in seiner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu SARS CoV 2 beschlossen, die am 31. März in Kraft tritt.

Hinzu kommt eine Testpflicht, die ebenfalls nicht für alle gilt: Unternehmen müssen nur Mitarbeitern mit direktem Kunden- oder Gästekontakt zweimal pro Woche Tests ermöglichen. Selbstständige müssen wöchentlich testen, sofern sie Kontakt haben.

Bisher keine Homeoffice-Pflicht in Österreich

In Österreich haben Experten wiederholt eine Homeoffice-Pflicht gefordert, die bisher allerdings politisch keine Fürsprecher gefunden hat. Während Oswald Wagner, der Vizerektor der Medizinuni in Wien, noch im Jänner im Ö1-Radio auf eine Pflicht pochte, trat das Arbeitsministerium auch nach dem Amtswechsel zu Martin Kocher gegen eine solche auf. Das Homeoffice-Gesetz des Ministers sieht weder Recht auf noch Pflicht zu Arbeit von daheim vor – stattdessen sind individuelle Absprachen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vorgesehen, die schriftlich festzuhalten sind. Ob nun für den bevorstehenden Lockdown, derzeit als Osterruhe in Ostösterreich geplant, auch in diesem Bereich schärfere Regeln kommen, ist noch offen.

Kritik von Wirtschaftsverbänden

In Berlin jedenfalls begrüßten Wirtschaftsverbände die neue Homeoffice-Regelung mit Unmut. Berliner Unternehmen würden schon jetzt möglichst viel auf Homeoffice setzen und: „Berliner Amtsstuben wissen besser, was für die Betriebe richtig ist als die Betriebsparteien vor Ort: Diese These kann nur vertreten, wem der Beitrag der Industrie zur Krisenbewältigung völlig egal ist“, wetterte etwa Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, im Tagesspiegel.

Deine ungelesenen Artikel:
04.08.2026

sproof: Salzburger Signatur-Startup kooperiert mit zwei Playern für KYC-Lösung

Das Salzburger Startup sproof kooperiert mit den zwei Unternehmen Shufti und Evrotrust. Gemeinsam lancieren die Partner einen durchgängigen, eIDAS-konformen Workflow, der die Identitätsprüfung (KYC) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) in einem integrierten Onboarding-Prozess bündeln soll.
/artikel/sproof-salzburger-signatur-startup-kooperiert-mit-zwei-playern-fuer-kyc-loesung
04.08.2026

sproof: Salzburger Signatur-Startup kooperiert mit zwei Playern für KYC-Lösung

Das Salzburger Startup sproof kooperiert mit den zwei Unternehmen Shufti und Evrotrust. Gemeinsam lancieren die Partner einen durchgängigen, eIDAS-konformen Workflow, der die Identitätsprüfung (KYC) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) in einem integrierten Onboarding-Prozess bündeln soll.
/artikel/sproof-salzburger-signatur-startup-kooperiert-mit-zwei-playern-fuer-kyc-loesung
(v. l. n. r.): Dr. Clemens Brunner (CEO & Co-Founder), Dr. Fabian Knirsch (CEO & Co-Founder), Andreas Steiner (CSO), Philipp Gernerth (CPO)

„Die EU-Anti-Geldwäscheverordnung macht qualifizierte Identitäten zum neuen Maßstab für digitales Onboarding. In der Partnerschaft mit Shufti Pro und Evrotrust verbindet sproof regulatorische Anforderungen mit hoher Nutzerfreundlichkeit“, erklärt Fabian Knirsch, CEO und Mitgründer des Salzburger Signatur-Startups sproof. Gemeinsam mit dem Identitätsprüfer Shufti und dem Vertrauensdienstleister Evrotrust hat das Unternehmen einen End-to-End-Workflow entwickelt, der die Identitätsprüfung (KYC) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) nahtlos in einem Prozess vereinen soll.

Prozess ohne Brüche

Ziel der Partnerschaft ist es, Medienbrüche beim Onboarding zu verhindern, an denen Abschlüsse oft scheitern. Der gesamte Ablauf wird über sproof gesteuert: Erst prüft Shufti die Identität der Unterzeichnenden biometrisch, via NFC oder eID in rund zwölf Sekunden. Anschließend wird ausschließlich ein verschlüsselter digitaler Fingerabdruck des Vorgangs an Evrotrust übermittelt. Das Originaldokument verbleibt bei sproof, wo nach der Zertifikatserstellung durch Evrotrust die finale Signatur in derselben Sitzung erfolgt. Bei Einmalsignaturen wird das Zertifikat danach sofort verworfen.

Datensouveränität im Fokus

Neben der Benutzerfreundlichkeit steht die europäische Datensouveränität im Fokus: sproof betreibt seine Plattform ausschließlich auf europäischer Server-Infrastruktur, wodurch Abhängigkeiten von US-Anbietern sowie Risiken durch Gesetze wie den US Cloud Act entfallen sollen. Die Signaturen sind eIDAS-konform EU-weit rechtsgültig und weisen eine Langzeitvalidierung von bis zu zehn Jahren auf.

„Ohne Konversionsverluste“

Die strategische Relevanz wird von den Partnern unterstrichen. Für Shufti war die Identitätsprüfung laut CEO Shahid Hanif nie das eigentliche Ziel, sondern das Fundament. Hanif betont: „Deshalb haben wir gemeinsam mit Evrotrust einen durchgängigen Prozess von der Identitätsprüfung bis zur qualifizierten elektronischen Signatur aufgebaut. Beides läuft in einer einzigen Onboarding-Strecke zusammen.“ Heinrich Grave, Managing Director DACH bei Evrotrust, sieht darin einen Schritt hin zu einer „regulierten Vertrauensinfrastruktur“, die direkt in die Customer Journey integriert ist. Unternehmen können regulatorische Vorgaben damit erfüllen, „ohne Konversionsverluste durch fragmentierte Prozesse“, so sproof-Gründer Knirsch.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berlin zeigt, wie eine (halbherzige) Homeoffice-Pflicht aussieht