14.05.2021

Holding Graz baut Carsharing „tim“ in Graz weiter aus – auch Lastenrad im Angebot

Die Holding Graz eröffnete am Griesplatz in Graz ihren mittlerweile elften multimodalen tim-Knoten und baut somit ihr Carsharing-Angebot aus. Am Standort "Schillerplatz" gibt es zudem ein Lastenrad im Angebot.
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Graz Holding
v.l.: CEO Wolfgang Malik, Vorstandsdirektor (Mobilität & Freizeit) Mark Perz, Bürgermeister Siegfried Nagl | (c) Holding Graz/Foto Fischer

Bereits seit mehreren Jahren betreibt die Holding Graz in der steirischen Landeshauptstadt und dem steirischen Zentralraum erfolgreich ihr sogenanntes Carsharing-Angebot namens tim. Im Fuhrpark, der mittlerweile rund 65 Carsharing-Autos umfasst, befinden sich auch zahlreiche E-Autos.

Die Holding Graz setzt hier unter anderem auf die Kooperation mit Startups. So wurde erst im Sommer 2020 die Partnerschaft mit dem steirischen Startup Easelink bekannt gegeben, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Ladenplatten spezialisiert hat, über die E-Autos ohne Ladekabel mittels Konduktion geladen werden.

Bislang wurden über tim 800.000 Kilometer mit E-Autos zurückgelegt, was laut Holding Graz CEO Wolfgang Malik einer CO2-Einsparung von 128 Tonnen entspricht. Für Graz handelt es sich dabei um keinen unerheblicher Umweltaspekt, da die steirische Landeshauptstadt insbesondere in den Wintermonaten aufgrund ihrer geografischen Beckenlage unter einer besonderen Feinstaubbelastung leidet.

Holding Graz erreichtet neuen tim-Knoten

Damit das Angebot für Nutzer von tim noch attraktiver wird, baut die Holding Graz ihr Carsharing-Angebot nun weiter aus. Erst Anfang der Woche wurde am Griesplatz, der zu den belebtesten Plätzen in Graz zählt – ein sogenannter „tim“-Knoten errichtet. Dabei handelt es sich um einen multimodalen Standort, der über Carsharing-Autos und eine Ladeinfrastruktur verfügt, über die auch private e-Autos aufgeladen werden können. Zudem stehen auch Fahrradabstellplätze zur Verfügung.

Der tim-Knoten  am Griesplatz ist der bereits elfte multimodale Mobilitätsknoten in Graz und Teil des  Regionsprojektes REGIOtim. Der Standort wurde mit Mitteln der Europäischen Union und Mitteln des  Regionalressorts des Landes Steiermark gefördert und kofinanziert. Sofern alles nach Plan verläuft soll der Mobilitätsknoten am Griesplatz ab 2030 auch an das geplante U-Bahn Netzwerk angebunden werden, das über zwei Linien und 25 Streckenkilometern verfügen soll.

Lasten-Rad im Angebot

Für den Herbst diesen Jahres ist die Errichtung eines weiteren tim-Knoten in Reininghaus geplant. Alle Mobilitätsknoten bieten laut Holding Graz öffentliche Ladestationen und verbinden Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr mit Alternativen zum eigenen Auto wie Carsharing, Mietautos und e-Taxis.

Die im Rahmen von tim angebotenen Autos können auch über den Großraum Graz hinaus genutzt werden. Somit soll tim auch den herkömmlichen Bedarf an Langzeitnutzung abdecken. Das Angebot richtet sich insbesondere an Personen, die Mietautos für Wochenendausflüge oder Urlaube nutzen möchten.

Am tim-Knoten Schillerplatz gibt es zudem ein Lastenrad im Angebot | (c) Holding Graz/Hinterleitner

Sieben tim-Knoten verfügen über E-Taxi-Stellplätze, am Schillerplatz gibt es seit August 2020 darüber hinaus ein Lastenrad im Angebot. Das maximale Beladegewicht inklusive Fahrer beträgt 180 Kilo und eignet sich somit auch für das innerstädtische Transportieren von schweren Lasten.


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KI-Startups gibt es bekanntlich wie Sand am Meer. Siebt man jedoch jene aus, die sich über ein eigenes Large Language Model (LLM) trauen (und auch die Kompetenz dazu mitbringen) werden es plötzlich sehr wenige. Innerhalb Österreichs ist hier bislang das Linzer Startup NXAI rund um KI-Pionier Sepp Hochreiter zu nennen. Mit dessen Spinout Emmi AI, das zwar kein LLM, aber ein Foundational Model im Bereich Physical AI entwickelt hat, und dieses Jahr an Mistral aus Frankreich verkauft wurde, sollte ein zweites Linzer Unternehmen nicht ausgelassen werden. Und nun kommt ein drittes dazu.

Klarer Fokus auf Europa und digitale Souveränität

Auch Ablatic AI, ein Spinoff des LIT Open Innovation Center der Johannes Kepler Universität Linz, baut mit Talos ein eigenes LLM – und zwar mit klarem B2B-Fokus. Dass das Unternehmen rund um Florian Zimmermann und Julian Mauerkirchner dieses sehr rechenintensive Unterfangen stemmen kann, wird unter anderem über eine Kooperation mit AI Factory Austria AI:AT, wo man im Rahmen des EuroHPC-Programms europäische Hochleistungsrechenressourcen nutzt.

Doch wie wollen sich die Linzer gegen die übermächtige internationale Konkurrenz durchsetzen? Einmal mehr lautet die Antwort auf die Frage: digitale Souveränität. Talos sei bereits in seiner Architektur DSGVO- und AI-Act-konform; man decke den gesamten „Life Cycle“ des Produkts inklusive Hosting innerhalb Europas ab und falle so nicht unter den US-Cloud-Act. „Nicht das erste europäische KI-Modell. Das beste. Talos ist das fähigste, transparenteste und rechtssicherste Modell, das Europa jemals hervorgebracht hat, und wir haben es in Linz gebaut“, schreiben die Gründer durchaus selbstbewusst auf ihrer Website.

Kein Risikokapital

Der Plan ist dabei klar: den europäischen B2B-Markt erobern. Kernzielgruppe sind Unternehmen in regulierten Branchen wie Banken und Versicherungen sowie Softwareunternehmen. Schon in der aktuell noch laufenden Beta-Phase arbeitet Ablatic AI nach eigenen Angaben mit mehr als 100 Firmen zusammen. Schon Ende August soll der Marktstart erfolgen – dabei befindet sich das Unternehmen laut Impressum aktuell noch in Gründung.

Ob die großen Pläne aufgehen, bleibt freilich abzuwarten. Einen Teilaspekt könnte das Gründer-Duo früher oder später überdenken müssen. Man finanziere sich durch die EU, nicht durch Risikokapital, geben die beiden auf ihrer Website stolz an: „Wir bauen für Kunden, nicht für Investoren.“ Um mit den US-Riesen mit ihren bis zu elfstelligen Kapitalrunden konkurrieren zu können, könnte natürlich doch mehr externes Kapital notwendig werden.

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