29.07.2016

Hokify: 26.000 Interessenten für Job als Pokémon Trainer

Die einen lieben es, die anderen hassen es - aber alle reden darüber. Pokémon Go. Der Hype um das Spiel führt auch bei der Jobsuche zu ungeahntem Interesse. 26.000 Personen interessierten sich für die Stelle als Pokémon Trainer auf der Job-Plattform Hokify.
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Knapp 26.000 Personen interessierten sich für die Stellenanzeige als Pokémon Go Trainer. (c) hokify

Die Jobsuche ist etwas, das anno 2016 definitiv nicht zu den einfachsten Dingen gehört. Und nun stelle man sich vor, innerhalb kürzester Zeit gibt es 26.000 weitere Interessenten für eine Stelle. Noch dazu uneinschätzbare Konkurrenten. Denn ob man noch in die Volksschule geht, Manager eines Konzerns ist oder Zeit seines Lebens Chihuahuas gezüchtet hat, ist für den Job als Pokémon Go Trainer irrelevant.

26.000 Interessenten – 400 Bewerbungen

Sommer 2016. Eine Stellenausschreibung zum Pokémon Go-Trainer auf der Job-Plattform Hokify erregt Aufsehen. „Knapp 26.000 Menschen haben die Anzeige gesehen und 400 haben sich ernsthaft beworben“, sagt Hokify-CEO Karl Edlbauer. Es handelt sich hierbei möglicherweise um die kurioseste, aber wohl auch die beliebteste Stellenanzeige des Sommers.

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„Können jede Stelle besetzen“

Damit der Handyakku keinen Problem darstellt, gab es mobile Ladestationen.
Damit der Handyakku kein Problem darstellt, gab es mobile Ladestationen.

All jene, die hofften fortan als Pokémon Go Trainer ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sind wohl enttäuscht. Doch bei Hokify blickt man auf eine äußerst gelungene Aktion. „Wir haben diese Chiffre-Anzeige geschalten, da wir überzeugt sind jede Stelle besetzen zu können“, erklärt Edlbauer. Das Interesse der Pokémon Go Fans gibt ihm recht. Denn letztendlich hätte eine ganze Legion an Pokémon Trainern aufgestellt werden können.

Vom Kind bis zum Anzugträger waren alle da, um Pokémon zu fangen.

Auflösung im Stadtpark

Wer in den Pikachu Basketballkorb traf bekam Eis und Kaahée.
Wer in den Pikachu Basketballkorb traf bekam Eis und Kaahée.

Am Donnerstagnachmittag wurde die Stellenanzeige im Wiener Stadtpark aufgelöst. Knapp 400 Pokémon Begeisterte fanden sich ein, um gemeinsam ein paar der zurzeit so beliebten Tierchen zu fangen. Zur Belohnung wurden unter Bewerbern Akku-Packs, Lockmodule und weitere Goodies, die bei der Pokémon Jagd behilflich sind, verlost. „Den Job hab ich leider nicht bekommen, jetzt muss ich mich wohl oder übel wieder meinem Jus-Studium widmen“, erzählt eine grinsende Studentin. Die Enttäuschung wegen des Jobs, ward mit einem im Stadtpark gefangenen Relaxo wieder verflogen.

Freude über Relaxo stärker als Enttäuschung wegen des Jobs.

Krönung der besten Bewerbung

„Es ist sensationell welches Publikum wir mit dieser Aktion erreicht haben“, zeigt sich Edlbauer begeistert. Familien, Studenten, Anzugträger, alle seien sie da gewesen und haben beim Pokémon Hotspot auf seltene Exemplare gewartet. Das Abschluss-Highlight stellt die Krönung der besten Bewerbung auf der Hokify-Facebookseite dar. Diese findet am Montag statt. Bis Sonntag Abend läuft die Bewerbungsfrist.

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Anforderungen an Pokémon Go Trainer:

  • Pokédex mit mindestens 5 Pokébällen
  • bronzefarbenen Reiseorden und/oder einen silbernen Pokédex-Orden
  • Eigenen Pokémon auf wettbewerbsfähigem Level
  • Turniererfahrung, strategisches Geschick und Reisebereitschaft

Bezahlung (montalich für 40h/Woche):

  • 50.000 PokéCoins
  • 100.000 Sternenstaub brutto
  • Trainer erhält zusätzlich Pokébälle, Rauch, ein Glücks-Ei, ein Lockmodul und vergünstigte Konditionen im PokéStop

Hier geht es zur offiziellen Ausschreibung

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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