10.03.2020

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

In dieser Folge von "Die Höhle der Löwen" ging es um Rost-Entferner, eingepackte Fitness-Studios und individualisierte Kosmetik. Zudem sorgte ein Startup mit seiner Bewertung für Unmut bei einer der Löwinnen der Sendung.
/artikel/hohle-der-lowen-grill-startup-bringt-dagmar-wohrl-in-rage
Höhle der Löwen, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Ralf Dümmel, Startup
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - Das Grill-Startup Willhelm-Grill sagte trotz Steak von Frank Thelen Investorin Dagmar Wöhrl so gar nicht zu.
sponsored

Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Der Gründer selbst spricht Deutsch, Persisch, Afghanisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Italienisch, Afrikaans und Mandarin. Er denkt, dass sich viele gesellschaftliche Probleme dadurch lösen ließen, wenn Menschen auf einer Ebene miteinander kommunizieren könnten. Um seine App zu finalisieren, benötigt der Gründer 175.000 Euro und bietet dafür 18 Prozent seiner Firmenanteile.

+++ HomeShadows: Wiener Startup holt sich bei DHDL Investor Ralf Dümmel +++

Die Wurzel der Sprachen

Man merkte während des Pitches gleich, dass Parsa seine Worte überlegt wählte. Er zeigte den Löwen auf, inwiefern Sprachen miteinander verbunden sind und welche Ähnlichkeiten sie besitzen. Selbst Mandarin oder Persisch hätten gemeinsame Wurzeln, wenn man hinter das Sprachsystem schaue, so der Gründer. Und genau das sei die Vision von Rootify: Eine neue Sprache lernen, basierend auf den Wortschatz der Muttersprache oder anderen beherrschten Sprachen im Repertoire.

Mit Englisch, Deutsch und Französisch zu Portugisiesch

Nach dieser Erklärung demonstrierte Parsa die Funktionalität der App. Ein User etwa, der Englisch beherrsche und auch Deutsch fließend könne – zudem noch ein kleines Wissen aus der Schule über Französisch mitnehme – wäre fähig, beim Erlernen von etwa Portugiesisch bereits über 500 Wörter zu erahnen. Allein aufgrund des Wortstammes, ohne ein einziges Vokabular vorab gelernt zu haben.

Produkt noch nicht fertig

Nach Diskussionen zur Methodik der App, die auf Vokabeln der Sprachen, die man beherrscht, beruht, gab der Gründer zu, er benötige noch Kapital zur Produktentwicklung. Die Beta-Version solle zwei Monate nach Aufzeichnung gelauncht werden.

Erste Absage bei Höhle der Löwen

Handelsmogul Ralf Dümmel startete danach gleich den Verhandlunsgreigen mit den Worten, er sehe gleich einen Grund zu investieren: den Gründer. Dennoch stieg er aus, da er nicht der richtige Investor für die App sei.

Kein Investment, dafür ein Job-Angebot

Auch Nils Glagau war voll des Lobes für Parsa, störte sich aber daran, dass die App nicht fertig sei. Er stieg aus. Maschmeyer hingegen machte ein ungewöhnliches Angebot: Falls Rootify scheitere, können sich der junge Mann für einen Job an ihn wenden. Der Gründer meinte darauf höflich, solange er könne, würde er kein Arbeitnehmer werden, sondern Arbeitsplätze schaffen. Dennoch, ein potentieller Investor weniger.

Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Ralf Dümmel, Startup
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Rootify-Gründer Ehsan Allahyar Parsa erhielt in der Sendung gleich ein Job-Angebot von Carsten Maschmeyer.

Co-Founder ohne Anteile?

Danach erklärte Parsa, er wäre alleiniger Anteilshaber an Rootify, hätte aber ein paar (nicht beteiligte) Leute an der Hand, die mit ihm das Unternehmen aufbauen sollten. Dabei passierte ihm ein Faux-Pas: Er nahm bei seiner Erklärung den Begriff Co-Founder in den Mund, was Frank Thelen auf den Plan rief.

„Schwachsinn versus Vision“

Jener kritisierte und nannte diesen Zustand „Schwachsinn“. Parsa, selbst nicht auf den Mund gefallen, meinte darauf, er könne diese „rhetorische Bombe“ entschärfen. Er habe es bisher geschafft, sein Team mit einer Vision zu finanzieren.

Ein Angebot mit Haken

Thelen gestikulierte zwar abwehrend auf diese Erklärung, machte aber dennoch ein Angebot: 175.000 Euro für 20 Prozent. Mit einem Zusatz: er forderte vom Gründer ein, extra zehn Prozent von seinem Anteil für die Co-Founder bereitzustellen. Alleine könne man keine App aufbauen.

Der Prophet Kofler

Dann war Georg Kofler dran und zeigte sich begeistert. Der Investor sagte, er habe gewusst, dass Parsa nicht ohne Kapital aus der Show gehe. Da aber Thelen bereits ein Angebot gemacht habe und der Tech-Experte sicher der bessere Löwe für das Startup sei, verabschiedete er sich. Schlussendlich nahm Parsa den Deal mit Thelen an.

Drei Millionen Bewertung für smarten Grill bei Höhle der Löwen

Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Dabei handelt es sich um einen App-gesteurten Holz-Kohle-Grill mit höhenverstellbarer Glutwanne und integriertem Lüftungssystem, welches für eine regulierbare Temperatur auf der Grilloberfläche sorgen soll. Zudem verfügt der „smarte Grill“ über einen festen Temperatursensor direkt am Rost und Anschlüsse für vier Gar-Thermometer. In knapp zehn Minuten ist der Grill einsatzbereit. Die Gründer forderten 600.000 Euro für 20 Prozent Beteiligung.

Thelen der Höhle der Löwen-Grillmeister

Ein weiterer Vorteil des Produkts wäre, dass er eine gleichbleibende Temperatur, die man über sein Smartphone sehen kann, halten könne. Thelen betätigte sich gleich als Grillmeister und fand heraus, dass der Willhelm Grill Temperaturen bis zu 800 Grad Celsius erreiche.

Das schöne an Archaik

Das fertige Thelen-Steak, das der Investor an seine Kollegen verteilte, erfüllte seinen Zweck und schien allen Juroren zu schmecken. Dennoch stieg Kofler aus. Er sei an einer Automatisierung des Grillens nicht interessiert, sagte er: Dieser archaische Vorgang, wie er es nannte, solle aufgrund der Atmosphäre so bleiben, wie er ist.

+++ Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wird neuer Investor bei HDL +++

5000 Euro Verkaufspreis

Maschmeyer brachte die Preisfrage ins Spiel und zeigte sich wie der Rest im Studio überrascht, dass der Grill 5000 Euro kostet: „Zu teuer und eine zu hohe Bewertung“, sprach er und war raus. Glagau tat es ihm gleich. Er stehe nicht hinter dem Produkt, sagte er.
Selbst Tech-Guru Thelen nannte Grillzeit eine Auszeit und ging ebenso als potentieller Financier.

Eine Löwin legt los

Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl dagegen zeigte sich bissig, als sie den Gründer darauf ansprach, warum er mit so einer hohen Bertung ins Studio käme, wenn er sich doch Know-how von den Löwen wünsche. Das widerspreche sich. Zudem habe er im Brotberuf eine erfolgreiche Software-Firma hinter sich stehen. Warum verwende er nicht daraus das Kapital, so die gereizte Frage der Löwin.

„Sie wollen nur Werbezeit“

Der Schluss aus alledem und ihr Bauchgefühl würden ihr verraten, dass die Gründer gar nicht an einem Investment interessiert gewesen seien: Sie wollten nur die Werbezeit im TV ergattern. Wöhrl stieg genervt aus und Kofler beendete den Auftritt des Duos, als er sie hinaus bat. Kein Deal für Willhelm Grill.

Kampf dem Rost bei Höhle der Löwen

Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl. Mit dem patentierten ROSTdelete entwickelte der Erfinder einen Rostentferner, der aus rein natürlichen Inhaltsstoffen besteht und kompostierbar sein soll. Die Reinigungspaste, unter anderem aus Holzmehl und Zitronensäure, wird auf die rostigen Stellen aufgetragen und muss je nach Rostbefall nach acht bis 24 Stunden Einwirkzeit mit Wasser abgespült werden. Dabei greife ROSTdelete kein Glas, kein Gummi und auch den Lack nicht an, sagte der Gründer. Gemeinsam mit seinem Sohn Frank forderte er für 20 Prozent Beteiligung 100.000 Euro.

Höhle der Löwen, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Ralf Dümmel, Startup
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer- Investor Ralf Dümmel (r.) unterzieht das „ROSTdelete“-Produkt von Frank (l.) und Robert Lehmkuhl einem Praxistest.

Live-Demonstration im Studio

Der Gründer stellte ein paar Vorher-Nachher-Fotos von rostbefreiten Dingen vor und zeigte an einem abends zuvor eingeschmierten Wagen im Studio die Reinigungskraft seines Produkts. Hier konnte der Gründer punkten, haderte aber mit Umsatzzahlen.

Geringer Umsatz

Frank Thelen meinte nämlich, dass 41.000 Euro Umsatz in drei Monaten „Nichts“ seien. Die Gründer argumentierten dagegen, dass sie bisher alles – vom Mischen her bis zur Abfüllung – alleine machen würden.

Zu hohe Nachfrage

Dennoch stellte sich die ROSTDelete-Historie als kleines Problem bei den Löwen heraus. Bereits 2013 hatten große Medien über das Produkt berichtet und die zu hohe Nachfrage zu „Panik“ und gesundheitlichen Problemen beim Gründer geführt. Es gelang infolge Lehmkuhl nicht, den Grund für die Vertriebsschwäche seiner Erfindung vor den Löwen herauszuarbeiten.

Löwen-Exodus bei Höhle der Löwen

Thelen stieg aus. Kumulierte Umsatzzahlen von 37.000 Euro bis 65.000 Euro wären in sechs Jahren schrecklich. Auch Glagau ging. Er meinte, „Rost“ sei kein Zukunftsmarkt. Maschmeyer dachte ähnlich und ging ebenso.

Ein Erfinder, kein Ökonom?

Beauty-Expertin Judith Williams traf danach den Nagel auf den Kopf, als sie meinte, Lehmkuhl sei Erfinder, bräuchte aber unternehmerisch ein Full-Service-Programm. Vertrieb und Marketing seien nicht sein Ding. Nach ihrem Ausstieg war Ralf Dümmel an der Reihe.

Doch noch ein Deal

Der Investor sah das Produkt etwas anders als seine Vorredner. Er nannte das Produkt „groß“ und bot nach aller Kritik überraschend 100.000 Euro für 30 Prozent Beteiligung. Deal mit Dümmel für ROSTdelete.

Training to go

Die vorletzten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Patrick Kessel und Maja Bach mit Pakama. Dabei handelt es sich um einen Rucksack mit integriertem Fitnessstudio. Die wetterfeste „Pakama Sports Bag“ wurde mit einem zehnteiligen Trainingsset bestückt, mit dem man den ganzen Körper trainieren kann. Brust- und Hüftgurt sind variabel einstellbar sind. Zur Trainingsoptimierung gibt es zusätzlich eine App mit personalisierten Trainingsplänen. Nach einem kostenlosen Monat kann das Programm über verschiedene Abo-Modelle weiter gebucht werden. Die Gründer forderten für 15 Prozent Anteilsabgabe 150.000 Euro Investment.

Der Fetisch von Frank Thelen

Nach einer Trainingsvorführung inklusive der Möglichkeit eines „Quick & Dirty“-Workouts mit einer Länge von vier Minuten, zeigte Carsten Maschmeyer seine Power und probierte gleich eine Übung aus. Thelen hingegen stand zu seinem Rucksack-Fetisch (zwischen 50 und 100 Rucksäcke in seinem Besitz) und meinte, er würde die Kreditkarten-Tasche vermissen, nannte aber das Produkt gut verarbeitet.

Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Ralf Dümmel, Startup
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Maja Bach und Patrick Kessel präsentieren mit Pakama Trainingsequipment in einem Rucksack, das Investor Carsten Maschmeyer gleich austestete.

Leicht zu kopieren

Nils Glagau war dennoch nicht überzeugt vom Gesamtpaket des Produkts und stieg aus. Auch Maschmeyer und Dümmel verabschiedeten sich, weil die Idee von Pakama leicht zu kopieren sei.

Das falsche business-Modell?

Kessel kämpfte und brachte „Sales und Branding“ ins Spiel, bei denen ein Löwe sicherlich helfen könne. Es half nichts. Williams meinte, die gängigen Apps würden ihr – auch unterwegs – reichen. Zudem würden die Gründer die Chance verkennen, was mit der App möglich wäre.

Kein Höhle der Löwen-Deal

Frank Thelen sagte abschließend, funktionale Trainingssachen seien nicht seine DNA. Er könne daher nicht zu einhundert Prozent hinter dem Produkt stehen. Kein Deal für Pakama.

Individuelle Pflege

Den Abschluss dieser Folge von „Die Höhle der Löwen“ bildeten Max Winkler und sein Vater Andreas. Das Gespann führt eine Werbe-Agentur in dritter Generation, stellten aber den Löwen ihre eigene Marke MIMIK Skincare vor.

Hierbei handelt es sich um eine Pflegekosmetikserie, die vom Kunden individuell nach dem eigenen Hautbedürfnis und dem persönlichen Hautzustand zusammengestellt werden kann. Jedes Creme-Set besteht aus einer sogenannten Basic Cream, ein bis zwei Boostern und kann auf Wunsch des Kunden mit maximal einem Duft ergänzt werden. Die Basic Cream enthält Wirkstoffe für die vier verschiedenen Hautzustände: Oily (unrein), Hydro (feuchtigkeitsarm), Sensitive (sensibel) und Anti-Age (reif). Die Gründer forderten 125.000 Euro und boten 25,1 Prozent Anteile.

+++ Schneeanzug-Startup WeeDo: Nach DHDL-Auftritt unter „Zugzwang“ +++

Do it yourself für den Handel?

Das zusammengestellte Package wird als DIY-Set mit einem 45ml Tiegel mit 2ml Boostern sowie 1ml Fragrance verschickt. Bisher ist das Produkt über den eigenen Onlineshop erhältlich. Zukünftig möchten die Gründer aber auch im stationären Handel vertreten sein.

Bisher nur 6000 Euro Umsatz

Selbstverständlich weckte die Idee das Interesse von Judith Williams, die sich gleich eine eigene Creme zusammenrührte. Danach kam es zur Diskussion. Das Unternehmen machte bisher 6000 Euro Umsatz. Die Gründer wollte zu einer Erklärung ansetzen, wurden aber von Ralf Dümmel unterbrochen.

Ungewöhnliche Worte bei Höhle der Löwen

Der Handels-Experte meinte, man müsse sich dafür gar nicht rechtfertigen. Denn, wenn man einen Onlineshop inklusive Konfigurator kreiere, sei es ja nicht so, dass der User Tag und Nacht vor dem PC sitze und darauf warte, dass MIMIK Skincare online gehe. Mit dieser erfrischenden Einschätzung draußen, gab Maschmeyer zu, dass er eine Aversion gegen das „Eincremen“ habe. Er stieg aus.

Zwei Argumente gegen den Gang in den stationären Handel

Ralf Dümmel wies darauf hin, dass im Handel der Kunde sofort abgeholt werden müsste. Er würde nicht Zeit und Lust verspüren, vor dem Regal tiefer in die Materie einzudringen, um auszuwählen, welche Inhaltsstoffe er benötige. Danach meinte Dagmar Wöhrl, ihr sei es bei Kosmetik wichtig, persönliche Beratung zu erfahren.

Listung bei Rossmann

Sowohl die Gründer als auch Williams meinten als Gegenargument, dass man Beratung im Netz gut fände. Dennoch ließ sich die Löwin nicht überzeugen und ging. Danach erwähnten die Gründer, dass sie eine Zusage für eine Rossmann-Drogerie-Listung für 2200 Filialen hätten.

Problematische Beteiligungs-Struktur

Dies sorgte allerdings nur kurz für Entspannung. Thelen wollte wissen, wer wieviel von der Firma besitze. Die Antwort: Die erwähnte Werbeagentur besitze 30 Prozent, die beiden Gründer jeweils zusätzlich noch zehn Prozent. Der Rest der 50 Prozent teile sich wie folgt auf: 30 Prozent für den Lohnhersteller, ebenfalls ein Vater-Sohn Gespann, die als Einzelpersonen ebenfalls jeweils zusätzlich zehn Prozent des Startups besäßen.

Höhle der Löwen, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Ralf Dümmel, Startup
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Investorin Judith Williams (M.) nimmt Mimik Skincare von Maximilian Winkler und Sandra Zerbe unter die Lupe.

Die „poison pill“ für Investoren

Dass der Lohnproduzent 50 Prozent von MIMIKA Skincare halte, war nicht nur für Williams eine Überraschung. Frank Thelen holte aus und meinte, die Gründer müssten sich besser vorbereiten, wenn sie vor die Löwen treten: „Ihr habt eine poison pill“, sagte er.

„Kapitaler Fehler“

Der Tech-Experte wünsche sich ein Team, das frei verhandeln und gegebenenfalls auch den Produzenten wechseln könne. Die Gründer hätten von Anfang an einen kapitalen Fehler begangen, der ihnen nie hätte passieren dürfen, sagte er. Er stieg verärgert aus.

Keine Hochzeit mit der Hälfte

Andreas Winkler erklärte, dass man den Produzenten seit mehr als 30 Jahren kenne und auch privat eine Beziehung existiere. Mehr Verständnis dafür zeigte Williams, während Dümmel ausstieg. Der Handels-Profi könne nicht „50 Prozent einer Firma heiraten“. Somit blieb Judith Williams allein über. Und war überglücklich, endlich über Kosmetik reden zu dürfen.

Eine unvernünftige Investorin bei Höhle der Löwen

Die Investorin nannte das Thema individualisierte Kosmetik fantastisch. Und fand heraus, dass die Rezepturen MIMIK Skincare gehörten und sie diese an beliebige Hersteller verkaufen könnten, falls nötig. Dann stand kurzzeitig die Idee der Gründung einer komplett neuen Firma im Raum. Als die Gründer ihre Kompetenzen zu einer solchen  Entscheidung bejahten – sie hatten ähnliche Szenarien bereits mit dem Lohn-Hersteller besprochen – sagte Williams, es wäre nicht vernünftig, was sie jetzt vorhabe.

Sie und ihr kosmetisches Herz machten ein Angebot – mit dem Hinweis, dass man Genaueres mit dem anderen Gesellschafter noch ausmachen müsse. Ihre Forderung: 30 Prozent für 125.000 Euro. Deal für MIMIK Skin care.


⇒ Rootify

⇒ Willhelm Grill

⇒ ROSTdelete

⇒ Pakama

⇒ MIMIK Skincare

⇒ DHDL zum nachsehen auf TVNOW

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
19.08.2026

Vom Editor zur KI: Wie Neuron Automation aus St. Pölten durch vier Jahrzehnte Tech-Wandel navigierte

Aus einer kleinen Softwareschmiede ist in den vergangenen vier Jahrzehnten ein international tätiges Unternehmen für Industrieautomatisierung entstanden. Mit Fokus auf funktionale Sicherheit, KI und wiederkehrende Softwareerlöse will Neuron Automation nun die nächste Wachstumsphase einläuten. Die drei Gründer erzählen von diversen Wandlungsphasen der vier Dekaden, Krisen und hybrid-basierten Plänen zur weiteren Steigerung der Profitabilität.
/artikel/vom-editor-zur-ki-wie-neuron-automation-aus-st-poelten-durch-vier-jahrzehnte-tech-wandel-navigierte
19.08.2026

Vom Editor zur KI: Wie Neuron Automation aus St. Pölten durch vier Jahrzehnte Tech-Wandel navigierte

Aus einer kleinen Softwareschmiede ist in den vergangenen vier Jahrzehnten ein international tätiges Unternehmen für Industrieautomatisierung entstanden. Mit Fokus auf funktionale Sicherheit, KI und wiederkehrende Softwareerlöse will Neuron Automation nun die nächste Wachstumsphase einläuten. Die drei Gründer erzählen von diversen Wandlungsphasen der vier Dekaden, Krisen und hybrid-basierten Plänen zur weiteren Steigerung der Profitabilität.
/artikel/vom-editor-zur-ki-wie-neuron-automation-aus-st-poelten-durch-vier-jahrzehnte-tech-wandel-navigierte
Neuron Automation
© zVg - (v.l.) Heinrich Steininger, Michael Plankensteiner und Michael Kübeck.

Wir schreiben das Jahr 2006. Irgendwo über den Wolken sitzt Michael Kübeck in einem Flugzeug. Der Private-Equity-Investor, der nach Jahrzehnten bei Philips in Wien eine eigene Firma gegründet hat, sucht nach spannenden Zielen für seine Privatinvestoren. Eine Startup-Szene, wie wir sie heute kennen, existiert in Österreich noch nicht. Im Flieger schlägt das Schicksal zu und er kommt mit einem Bekannten ins Gespräch. Der erzählt ihm von einer kleinen, hochspezialisierten Wiener Softwarefirma im Bereich der Industrieautomatisierung.

Zwei der Gründer wollen aussteigen, ein anderer – Heinrich Steininger – will weitermachen. Kübeck wird hellhörig. Er ahnt damals noch nicht, dass dieser Flug der Startschuss für eine bemerkenswerte Transformationsgeschichte der österreichischen Tech-Industrie werden wird: die Evolution eines stillen Hidden Champions zum international vernetzten Unternehmen.

Die Anfänge von Neuron Automation

Die Wurzeln des 2025 auf Neuron Automation (bis vor kurzem noch als logi.cals firmierend) umbenannten Unternehmens reichen tief in die 80er Jahre hinein. Heinrich Steininger, damals Student der technischen Mathematik, programmiert nebenbei Steuerungen für Kläranlagen und Mischfutterwerke. Als 1986 die Anfrage kommt, ein Programm zu schreiben, das aus, in einem CAD-Programm gezeichneten, Funktionsplänen den Code für eine Steuerung generiert, weigert er sich im „jugendlichen Übermut“, wie er erzählt. „Das kann man schon so tun, aber ich halte das für keine gute Idee“ war seine damalige Antwort. „Wenn, dann sollte man das ordentlich machen.“ So entwickelte über den Sommer einen kompletten Editor.

Ein mutiger Schritt, der sich auszahlt. Ein großer Kunde wird aufmerksam, gibt Geld, und die Firma wird gegründet. Das Unternehmen (Anm.: damals noch Kirchner Soft, ab 2007 logi.cals) wächst organisch, stets nah am Kunden. Ohne Venture Capital, aus dem eigenen Cash Flow heraus, etabliert sich die Firma als Hidden Champion.

© zVg – Die drei Kirchnersoft-Gründer (v.l.): Gründer: Thomas Mayer, Heinrich Steininger und Friedrich Kirchner.

Ein Drittel aller globalen Wasserkraftwerke wird bald mit ihrer Software laufen – ebenso wie ein Großteil der Tachos und Zentralsteuergeräte in Autobussen weltweit. Ein interessantes Detail am Rande ist die Marktstellung eines führenden internationalen Anbieters von Fahrzeugelektronik. Das Unternehmen hält bei Tachos und Zentralsteuergeräten in Bussen einen Marktanteil von 80 Prozent. In der Praxis bedeutet dies: Wer in Wien mit einem Bus fährt und den Haltewunsch Knopf drückt, löst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Funktion aus, die mit dem Editor von logi.cals programmiert wurde.

„Ganz wichtig war, dass wir relativ rasch erkannt haben, dass wir das System öffnen mussten“, erinnert sich Steininger. „Uns war klar, dass wir anderen Steuerungsherstellern die technische Anbindung ihrer Steuerungen erleichtern müssen. Das war damals nicht unbedingt üblich. Deshalb haben wir uns überlegt, wie wir das umsetzen können, welches Framework dafür geeignet ist, und dabei einige spannende Dinge entwickelt. Das hat uns ermöglicht, über die nächsten Jahre und Jahrzehnte zwar moderat, aber kontinuierlich gut zu wachsen. Und auch mehr als 20 Jahre später ist das Unternehmen nach wie vor profitabel.“

2007: Das Jahr der Weichenstellung

Mit dem Einstieg von Michael Kübecks Investorennetzwerk 2007 werden somit die Weichen auf Wachstum gestellt – doch dann schlägt 2008 die globale Finanzkrise ein. Von einem Tag auf den anderen brechen zwei Drittel des Umsatzes weg.

Zusperren ist in dieser Situation dennoch keine Option. Stattdessen nutzt das Team die Krise für einen radikalen Schnitt. Das Kernprodukt wird technologisch komplett neu aufgesetzt (Re-Engineering), erneut gestemmt durch die finanzielle Rückendeckung von Privatinvestoren, die an die Substanz der Firma glauben.

Diese Überlebensfähigkeit in Krisenzeiten zieht sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte – getragen von Vertrauen und Beziehungspflege. Als das Unternehmen später Kredite benötigt, verzichtet man auf vage Versprechungen und legt den Banken stattdessen 15-seitige, schonungslos transparente Sanierungs- und Entwicklungspläne vor. Das Resultat: Die Banken vertrauen dem Team, die Kreditlinien fließen und Transparenz schlägt Pitch-Deck-Geschwaffel.

2016 folgt der nächste essentielle Schritt des Unternehmen: Es kommt Michael Plankensteiner als neuer CEO an Bord. Und bringt frischen Wind mit sich: Nach Stationen bei Boston Consulting Group (BCG) und als Sanierer der Industriegruppe Industrie Holding Operations suchte Plankensteiner Anfang 2016 eine neue unternehmerische Herausforderung. „Ich habe gemerkt: Nach all den Jahren Beratung und Sanierung habe ich keine Lust, dauernd als Söldner in Projekte rein- und dann wieder rauszugehen“, sagt er. Der Unternehmergeist war für ihn nicht neu: Sein Großvater führte einen Greißler-Betrieb in der Südsteiermark, zudem gründete er bereits vor seiner Zeit bei BCG gemeinsam mit Partnern das Karriereservice der Universität Wien.

Das Abhängigkeitsproblem

So tat er sich mit Steiniger und Kübeck zusammen und hatte eine strategische Antwort auf das Abhängigkeitsproblem der beiden: Fokussierung durch M&A (Mergers & Acquisitions). Der erfahrene Berater und Sanierungsexperte analysiert die Lage schonungslos: Das Unternehmen hat zwar eine technologisch brillante Basis, macht aber einen Großteil des Umsatzes mit wenigen großen Kunden. Eine gefährliche Abhängigkeit. Zudem drückt ein deutscher Mitbewerber auf den Markt, der zehnmal so groß ist.

„Das Spannende war, die logi.cals hatte zu dem Zeitpunkt fünf Kunden, mit denen sie 80 Prozent ihres Umsatzes gemacht hat – und alle fünf waren Weltmarktführer“, sagt Plankensteiner. Darunter sehr prominente Unternehmen, deren Namen jedoch ungenannt bleiben sollen. „Alle haben auf unseren Engineering-Editor geschworen. Und trotzdem hatten wir knapp über zwei Millionen Euro Umsatz und waren so am Rande der Profitabilität. Die Frage war: Wo ist eigentlich der Hebel?“

Der Grund für diese Situation lag u.a. in der damaligen Entwicklungsstruktur. Der Editor war zwar ab 2011 durch die gemeinsame Initiative von Steininger und Kübeck neu entwickelt worden, aber 2016 fehlte es an Ressourcen, um das Produkt weiter zu skalieren.

© zVg – Alter Bildschirm mit logiCAD Programmiereditor.

Eine Nische in der Nische

„Wir hatten zehn Entwickler, aber eigentlich keine Investitionen, um die Entwicklung zu pushen. Vieles ist mit den fünf Kunden passiert, dadurch ist relativ viel in die Kundenarbeit geflossen und wenig ins Produkt“, so Plankensteiner. Gleichzeitig war klar, dass ein direkter Wettbewerb mit dem größeren Konkurrenten Codesys nicht sinnvoll war. „Die waren damals ungefähr zehnmal so groß wie logi.cals und hatten rund 100 Entwickler. Hinter denen herzufahren, machte keinen Sinn. Deswegen habe ich gesagt: Wir brauchen eine Fokussierung. Wir brauchen eine Nische in der Nische, damit wir mit weniger Firepower schneller zeigen können, dass wir mehr draufhaben als der Mitbewerber.“ Diese Nische wurde folglich 2017 in Deutschland gefunden.

Die Firma ISH, 1989 gegründet von Axel Helmert, hatte sich auf auf Funktionale Sicherheit (Functional Safety) spezialisiert. Helmert war auf der Suche nach einem Nachfolger – und fand ihn in dem österreichischen Team. 2019 wurde die ISH gekauft und gilt bis heute firmenintern als ein strategisches Masterpiece: Das Engineering-Know-how der Österreicher verschmilzt mit der Safety- und TÜV-Kompetenz der Deutschen. Und so wurde das Unternehmen plötzlich Experte für „Functional Safety“.

Functional Safety

Zur Erklärung: funktionale Sicherheit ist der Teil der Automatisierung, der dafür sorgt, dass eine Maschine abschaltet, bevor Menschen oder die Umwelt zu Schaden kommen. Ein japanischer Automatisierungs-Chef formulierte es bei einem Abendessen in Siegen, Deutschland, gegenüber Investor Kübeck einst so, wie er erzählt: „Safety is a pain in the ass“, hatte jener salopp formuliert.

„Sie betrifft vielleicht nur 15 Prozent einer Anlage, frisst aber dreimal so viel Aufwand. Alles muss redundant ausgelegt sein, jeder Fehler muss vorab überlegt, dokumentiert und beherrschbar gemacht werden. Für Techniker, die Maschinen eigentlich zum Laufen bringen wollen, ist die Programmierung von Not-Aus-Szenarien und Fehlerbeherrschung extrem frustrierend und teuer. Funktionale Sicherheit sagt man immer so leicht daher. Es ist ein Feature der Automatisierung, das eigentlich jeden nervt, aber total wichtig ist, weil es überall dort gebraucht wird, wo es um Menschenleben geht“, betont Kübeck.

Ein zentrales Prinzip dabei sei Redundanz: Steuerungen werden mehrfach ausgelegt, damit Ausfälle verhindert werden. Eine Besonderheit des Marktes: Die Zertifizierung funktionaler Sicherheit erfolgt weltweit über den deutschen TÜV. „Der Japaner muss sich mit dem deutschen TÜV auseinandersetzen, der Franzose und auch der Amerikaner. Das ist für viele die Hölle.“

Vorteil durch Netzwerk

Genau hier sieht Kübeck einen Wettbewerbsvorteil von logi.cals: Mit Helmert habe das Unternehmen nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein tiefes Verständnis für die TÜV-Prozesse und ein gewachsenes Netzwerk aufgebaut. „Er kennt dort alle , ruft an und sagt, ‚wir haben die und die Idee‘. Das ist unglaublich viel wert.“

Funktionale Sicherheit stellt technisch besondere Anforderungen an die Entwicklung. „Für einen Programmierer ist es psychologisch gar nicht so einfach, sich da hineinzudenken“, erklärt Plankensteiner. „Während klassische Automatisierung darauf abzielt, Anlagen zuverlässig am Laufen zu halten, muss funktionale Sicherheit sicherstellen, dass Systeme im Gefahrenfall kontrolliert abschalten.“

Zwei zentrale Säulen

Die beiden zentralen Säulen seien dabei Fehlervermeidung und Fehlerbeherrschung. „Bei der Fehlervermeidung geht es darum, im Entwicklungsprozess sicherzustellen, dass möglichst wenige Softwarefehler entstehen. Die Anforderungen an Entwicklung und Tests sind dadurch deutlich höher.“ Gleichzeitig müsse ein System auch dann sicher bleiben, wenn Fehler auftreten – etwa durch technische Defekte oder unerwartete Ereignisse“, so der CEO weiter.

Mit der Übernahme der ISH 2019 baute logi.cals genau diese Kompetenz weiter aus und entwickelte daraus ein breiteres Angebot. Heute verbindet das Unternehmen Dienstleistungen mit eigenen Technologien und arbeitet an einer Transformation hin zu einem stärker lizenzbasierten Geschäftsmodell. „Unser Ziel ist, funktionale Sicherheit schneller, günstiger und investitionssicherer zu machen“, so Plankensteiner. Auch KI spielt dabei eine Rolle: Mit einem neuen Ansatz will das Trio die Entwicklung sicherer Automatisierungslösungen weiter vereinfachen und hat dafür bereits ein Patent beantragt.

Man muss wissen, dass Künstliche Intelligenz in der funktionalen Sicherheit lange als unmöglich galt, da KI von Natur aus indeterministisch (also in ihren exakten Ergebnissen schwer vorhersehbar) sei. Doch dem Team ist es gelungen, einen Ansatz zu entwickeln, der KI-gestütztes Programmieren in diesen starren Zertifizierungsrahmen presst.

Das Ende der Bewegung

„Denken wir an humanoide Roboter, wie sie derzeit von großen Tech-Visionären entwickelt werden. Damit so ein Roboter einem Menschen im Alltag nicht den Arm bricht, müssen seine Gelenke über Sensorik erkennen, wenn ein Mensch zu nah kommt. Das Gelenk muss die Bewegung verlangsamen und notfalls blockieren“, sagt Plankensteiner. „Ein Kunde in der Schweiz liefert für einen namhaften Humanoiden die Automatisierung im Gelenk. Die Entwicklung der Hardware dazu, die Firmware und die funktionale Sicherheit kommen von uns“, präzisiert er.

Diese komplexe, sicherheitskritische Programmierung für das Gelenk übernimmt künftig (Anm.: ab nächsten Jahr am Markt) der „Neuro Transformer“ von Neuron Automation. Er nimmt, eigenen Angaben nach, dem Programmierer 90 Prozent der repetitiven, fehlervermeidenden Code-Arbeit ab. Der menschliche Ingenieur steige so in die Rolle des Architekten und Reviewers auf, während die KI zunehmend die Umsetzung übernimmt.

Der geplante Wandel von Neuron Auromation

Dass Technologie allein jedoch nicht reicht, das weiß das Team. Jahrzehntelang war das Unternehmen stark im Projektgeschäft tätig. Das bedeutet: 70 Prozent einmalige Dienstleistungsumsätze (Non-Recurring), 30 Prozent Lizenzen (Recurring). Der Plan bis 2030 sieht eine komplette Umkehrung vor.

Durch hardwareunabhängige Sicherheitslösungen und KI-Tools wie den „Neuro Transformer“ möchte sich das Unternehmen in ein hybrides Modell transformieren: Die Zielvorgabe lautet 70 Prozent Recurring Revenue (wiederkehrende Lizenzen) und 30 Prozent Dienstleistung. Die Projektarbeit bleibt dabei die Antenne zum Markt, um Innovationen überhaupt erst zu erkennen, während das Softwaregeschäft die Profitabilität jenseits der 20-Prozent-Marke treiben soll. So der Plan.

Die DNA des Erfolgs

Allgemein ist festzustellen, dass sich besonders ein Faktor durch die Historie von Neuron Automation zieht. Es ist eine DNA der Zusammenarbeit: Ob es der Einstieg von Kübeck war, die Übernahme von Axel Helmerts Lebenswerk oder das Halten von Schlüsselfiguren über Jahrzehnte hinweg: Alles basiert auf einem tiefen Verständnis von Beziehungen und Partnerschaften.

„Bei uns gibt es keine Schauspieler“, sagt Plankensteiner. „Wenn die Eigentümer, die Entwickler, die in St. Pölten sitzen und die Zukäufe in Deutschland nicht auf einer extrem vertrauensvollen, menschlichen Basis kommunizieren würden, wäre ein solcher Wandel unmöglich gewesen. Innovation entsteht hier oft im Joint-Development – Hand in Hand mit den Kunden, die wir nicht als reine Käufer, sondern als Entwicklungspartner sehen.“

Blick ins nächste Jahrzehnt

Heute steht Neuron Automation, bei 16 Millionen Euro Umsatz und 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Vorsprung der einst übermächtigen Konkurrenz sei drastisch geschmolzen. Durch M&A, sensibles Cash-Flow-Management, Branchenvertrauen und eine besondere KI-Lösung für funktionale Sicherheit .

„Der Wettbewerber ist – statt zehnmal – heute nur noch dreimal so groß. Und sein Vorsprung ist deutlich kleiner geworden. Wir sind technologisch aus unserer Sicht, und das bestätigen unsere Kunden (und auch die des Konkurrenten), deutlich voraus“, sagt Plankensteiner. „Wir haben nicht mehr ‚zehn Jahre Nachteil‘. Als ich 2016 zu Steiniger und Kübeck dazugestoßen bin, war er (Anm.: Der Konkurrent) seit 2006 mit seinem Engineering-Tool breit im Markt unterwegs. Jetzt hat er nur mehr ein Jahr Vorsprung. Schauen wir, was beim nächsten Sprung passiert.“

Die Pipeline von Neuron Automation sei zudem bereits gut gefüllt: Erste Kunden starten noch vor der geplanten Zertifizierung´, wie Planeksteiner mitteilt: „Der erste Schritt unserer Transformation passiert dann zwischen 2028 und 2030. In dieser Zeit wollen wir die 20-Millionen-Euro-Umsatz-Grenze deutlich überschreiten und uns auch klar über 20 Prozent Profitabilität bewegen. Mit dem zunehmenden Anteil des Lizenzgeschäfts soll dann die Marge auch weiter steigen.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen: Grill-Startup bringt Dagmar Wöhrl in Rage

  • Den Anfang vor der Höhle der Löwen-Jury machte Ehsan Allahyar Parsa mit seiner Sprachlern-App Rootify. Er begeisterte die Jury nicht nur mit seinen zehn Sprachen, die er beherrscht.
  • Die zweiten bei „Die Höhle der Löwen“ waren Michael Schunke und Mathias Dögel mit ihrem Willhelm Grill. Ein Startup, das Dagmar Wöhrl auf die Palme brachte.
  • Der dritte Pitcher bei „Die Höhle der Löwen“ war Robert Lehmkuhl mit einem Rost-Entferner ROSTdelete, der laut Judith Williams ein „Full-Service-Programm“ braucht.
  • Pakama packt das Fitness-Center in einem Rucksack und offenbart Thelens Fetisch.
  • Mimik Skin Care macht aus Judith Williams eine unvernüftige Investorin.