20.10.2022

Hofer startet mit Unverschwendet neue Eigenmarke gegen Lebensmittelverschwendung

Unter der neuen Hofer Eigenmarke "Rettenswert" bietet der Discounter österreichweit ab 21. Oktober Chutneys, Fruchtaufstriche und Pestos an. Die Kette ist dafür eine Partnerschaft mit dem Wiener Startup Unverschwendet eingegangen.
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Hofer
Personen:Cornelia (l.) und Andreas Diesenreiter | (c) Hofer

Derzeit landen laut einem WWF Report rund 40 Prozent der Lebensmittel entlang der Produktionkette im Müll. Alleine in Österreich werden pro Jahr mehrere tausend Tonnen Obst und Gemüse in der Landwirtschaft weggeworfen, weil sie zu klein, zu groß, zu reif oder zu viel sind. Eine neue Partnerschaft zwischen Hofer und dem Wiener Startup Unverschwendet möchte dieser unnötigen Lebensmittelverschwendung nun den Kampf ansagen.

Hofer startet Eigenmarke „Rettenswert“

Im Rahmen der Partnerschaft holt Hofer gemeinsam mit Unverschwendet Obst und Gemüse, das sonst verloren gehen würde, zurück in den Kreislauf, und verarbeitet es zu Produkten. Diese werden ab 21. Oktober unter der Eigenmarke Rettenswert österreichweit in allen 530 Hofer Filialen angeboten. Zum Start gibt es Antipasti, Pesto, Gemüseaufstriche Ketchup sowie Chutney.

(c) Hofer

„Mit Rettenswert haben wir eine Möglichkeit gefunden vom Feld bis zum Zentrallager tausende Tonnen Lebensmittel zu retten und der breiten Bevölkerung Produkte des täglichen Bedarfs zu einem fairen Preis anzubieten“, so Cornelia Diesenreiter, Co-Founderin von Unverschwendet.

Mit der ersten Tranche konnten laut Diesenreiter bereits 100 Tonnen Lebensmitteln gerettet werden. Zum Einsatz kommen zudem nur Lebensmittel, die auch einer Qualitätskontrolle und somit dem österreichischen Lebensmittelrecht und aktuell geltenden EU-Verordnungen entsprechen.

Unverschwendet entwickelt Datenbank

Das Wiener Startup Unverschwendet ist bereits seit 2015 am Markt mit seinen Produkten vertreten. Seit drei Jahren arbeitet das Unternehmen zudem an einem neuen Datenbanksystem, um noch effizienter gegen die Lebensmittelverschwendung anzukämpfen. 

Im Datenbanksystem werden landwirtschaftliche Betriebe, die überschüssiges Obst und Gemüse anbieten, registriert und archiviert. Zusätzliche Faktoren, wie jährliche Witterungsbedingungen, komplettieren das Eintragungsverzeichnis und geben eine genaue Übersicht darüber, wann bestimmte Lebensmittelmengen für interessierte Abnehmer:innen im Überschuss vorhanden sind.

Über einen B2B-Vertriebskanal sollen so künftig Lebensmitteleinzelhandel und die Gastronomie mit saisonalen Obst und Gemüse versorgt werden. Mit der Datenbank möchte das Startup demnächst international skalieren. Mehr darüber hat uns Cornelia Diesenreiter bei One Change a Week erzählt.



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Neo-CRO Lena Miglbauer und signteq-Co-Founder Simon Schnabl | © signteq

Nach einer siebenstelligen Finanzierungsrunde (brutkasten berichtete) sorgt signteq diese Woche für die nächste Schlagzeile: Lena Miglbauer fungiert als neue Chief Revenue Officer. Sie verantwortet somit u. a. die kommerzielle Strategie und soll die internationale Expansion des Unternehmens vorantreiben. Miglbauer hat laut dem RegTech über zehn Jahre Technologieunternehmen durch unterschiedliche Skalierungsphasen begleitet.

Internationales Geschäft

„Wir haben in den vergangenen Jahren eine starke technologische Basis geschaffen und signteq in einem hochregulierten Markt etabliert. Jetzt geht es darum, daraus ein internationales Geschäft in einer ganz anderen Größenordnung zu entwickeln. Mit Lena haben wir genau die Erfahrung an Bord geholt, die wir für diese nächste Phase brauchen: internationale Skalierung, Go-to-Market und den Aufbau kommerzieller Strukturen, die unser weiteres Wachstum tragen können“, sagt Co-Founder Simon Schnabl.

Signteq als „prägende Technologieplattform für Digital Trust“

Miglbauer soll somit aus der bereits bestehenden Plattform ein skalierbares internationales Geschäft entwickeln. „Was mich an signteq besonders gereizt hat, ist die Kombination aus bereits funktionierender Technologie, einem enormen Marktpotenzial und einem Timing, das kaum spannender sein könnte“, sagt Miglbauer, die damit Entwicklungen wie die EUDI Wallet oder die nächste Entwicklungsstufe von Digital Trust anspricht. Letztere beschäftigt sich u. a. mit digitaler Identifikation.

Sie ergänzt: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen signteq zu einer der prägenden Technologieplattformen für Digital Trust entwickeln – aus Europa heraus, für internationale Märkte.“ Signteq möchte sich neben der weiteren Expansion in Europa insbesondere stärker auf den asiatisch-pazifischen Raum fokussieren. Länder wie Singapur, Hongkong oder Thailand bieten laut dem RegTech entsprechende Potentiale.

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