27.02.2023

„Die Höhle der Löwen“: Judith Williams zieht sich länger zurück

Die dienstälteste unter den Juror:innen bei "Die Höhle der Löwen" macht Pause und wird zumindest bei Staffeln 14 und 15 nicht dabei sein. Hintergrund ist eine Krebs-Erkrankrung ihrer Mutter. Williams war seit 2014 Teil der Show.
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Investorin Judith Williams nimmt den Bralette mit integrierten Taschen von
Investorin Judith Williams nimmt den Bralette mit integrierten Taschen von "POCKETSY" genau unter die Lupe.

Sie ist die dienstälteste unter den Juror:innen der deutschen Gründer:innen-Show „Die Höhle der Löwen“ – aber zumindest in den nächsten beiden Staffeln wird sie nicht mehr dabei sein: Die Unternehmerin Judith Williams. Sie wolle ihrer an Krebs erkrankten Mutter beistehen, schrieb Williams auf Instagram. Das deutsche Portal t-online hatte über den Rückzug zuerst berichtet, der TV-Sender VOX bestätigte die Pause gegenüber dem Online-Magazin.

„Es ist richtig, dass Judith Williams aus privaten Gründen bei ‚Die Höhle der Löwen‘ pausiert und an den aktuell laufenden Dreharbeiten zu Staffel 14 und 15 nicht teilnimmt“, zitierte das Portal eine Stellungnahme des TV-Sender. Ausgestrahlt werden die beiden Staffeln im Herbst 2023 sowie im Führjahr 2024. Williams wird somit frühestens wieder im Herbst 2024 in der Sendung zu sehen sein.

Williams war 2014 zu „Die Höhle der Löwen“ gestoßen. In der kommenden Staffel, der 13., wird die Unternehmerin noch zu sehen sein. Sie wird ab April auf VOX ausgestrahlt.

Nico Rosberg legt ebenfalls „Pause“ ein

Williams ist nicht der einzige Abgang, der zuletzt öffentlich wurde. Bereits im November 2022 hatte die Bild-Zeitung berichtet, dass der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg als „Die Höhle der Löwen“-Investor aufhören wird. Rosberg selbst bestätigte dies im Februar.

Auch bei Rosberg war offiziell von einer „Pause“ die Rede. Ein Zeithorizont zu seiner möglichen Rückkehr wurde jedoch weder vom Investor selbst noch vom Sender VOX kommuniziert.

Tijen Onaran dürfte in 14. Staffel zu „Löwen“ stoßen

Neu zu den Löwen stoßen dürfte dagegen die Unternehmerin und Autorin Tijen Onaran, berichtete das deutsche Magazin Gründerszene unter Berufung auf Insider bereits im Februar. Dem Bericht zufolge soll Onaran bei knapp der Hälfte der 20 Drehtage für die 14. Staffel des Formats eingesetzt werden. Onaran soll dem Bericht zufolge jedoch „im Investorenkreis offenbar kritisch beäugt“ werden – vor allem, weil sie bisher wenig Erfahrung als Investorin vorweisen könne, wie es in dem Bericht hießt.

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NATO,Startup,Fonds
Startups im DefenseTech Bereich könnten einen Aufschwung erleben. (c) pexels

In Österreich unterliegen Rüstungsbetriebe strengen Export- und Herstellungskontrollen, primär geregelt durch das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz. Um der Rüstungsindustrie die Arbeit zu erleichtern, will Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) die gesetzlichen Rahmenbedingungen nun lockern. Unsicherheiten sollten entfernt werden und Exporte schneller und einfacher über die Bühne gehen, so der Minister gestern gegenüber der „Zeit im Bild“ (ZIB) des ORF bei einem Besuch eines Rheinmetall-Werks in Wien. Die Finanzierung von Rüstungssaufträgen sei ein wesentliches Finanzierungsvehikel für heimische Industrie und Betriebe.

„Neutralität ist oberstes Gut“

Gleichzeitig sagte er, dass diese Schritte keinen Einfluss auf die Neutralität haben sollen. „Die Neutralität ist oberstes nationales Gut, das es zu schützen gilt. Wir dürfen aber durch die Neutralität nicht in eine Situation kommen, dass unsere Betriebe gewisse Aufträge nicht abarbeiten können.“

Ob sich die strikte Trennung von wirtschaftlichem Profit und militärischer Neutralität in Österreich in der Realität so aufrechterhalten lässt, wie es die Politik erhofft, bleibt angesichts der verankerten juristischen Hürden abzuwarten. Für die heimischen Startups und Unternehmen im Defense- oder auch Dual-Use-Bereich sind die geplanten Lockerungen jedenfalls eine Chance, sich auf dem europäischen Markt noch stärker zu etablieren.

Diskretion und Dual Use

Dass die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Potenzial und der Neutralität in Österreich nicht gerade einfach ist, wissen auch Founder:innen. Dem Thema DefenseTech wird in Österreich traditionell mit großer Diskretion begegnet. Kein Wunder, hat sich das Land schon vor 71 Jahren der Neutralität verpflichtet. Reine DefenseTech-Startups findet man hierzulande kaum, die meisten agieren im sogenannten „Dual Use“-Bereich. Das bedeutet, ihre Produkte lassen sich nicht ausschließlich im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich einsetzen. Neben dem teils kritischen Ansehen der Industrie, gibt es weiters auch Strafen für Unternehmen, wenn deren Produkte für Kriegsparteien bereitgestellt werden.

3,3-Milliarden-Euro-Industrie

Trotz der strengen Auflagen leistet die Rüstungsindustrie in Österreich ihren wirtschaftlichen Beitrag: Laut Industriemagazin erwirtschaftet die Branche jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es haben sich in den letzten Jahren auch einige Startups im DefenseTech- oder verwandten Bereichen etabliert, die von den Lockerungen profitieren könnten. Viewpointsystem, CycloTech oder Drone Rescue Systems, um ein paar zu nennen – wohl gemerkt alle drei im genannten „Dual Use“-Segment.

Wie groß das Potenzial ist, das durch solche Lockerungen entfesselt werden kann, zeigt ein Blick über die Grenze. Im Nachbarland Deutschland boomt die DefenseTech-Branche. Erst gestern berichtete brutkasten über ein 1,6 Mrd. Euro schweres Investment in das Münchner KI-DefenseTech-Scaleup Helsing – der neue Deutschland-Rekord. Das Unternehmen für Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge wird nun mit 18 Mrd. US-Dollar bewertet. Zuvor holte der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems 1,2 Mrd. US-Dollar.

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