10.09.2019

Die Höhle der Löwen, Folge 2: So bewertet Florian Kandler die Pitches der Startups

Am 10.9. wird die zweite Folge der sechsten Staffel von "Die Höhle der Löwen" ausgestrahlt. Florian Kandler, Österreichs bekanntester Pitching-Experte, bewertet die Auftritte der Startups.
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Startup Report Austria 2018
(c) Valerie Voithofer: Startup Report Austria Mastermind Florian Kandler

Die beliebte deutsche Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ läuft endlich wieder, heute (10. September) wird die zweite Folge der aktuellen Staffel ausgestrahlt. Und auch diesmal analysiert Florian Kandler, Österreichs  bekanntester Pitch-Coach, wieder die Auftritte der Startups.

+++ So bringst du dein Startup in die Finanzierungsrunde +++

Im Zentrum steht dabei, was andere Gründer daraus lernen können, um ihren eigenen Pitch zu perfektionieren. Dazu werden im Lauf der Sendung die Video-Analysen des Experten jeweils nach dem Pitch des Startups in diesen Artikel integriert. Am Ende der Sendung sind alle Analysen der Startup-Pitches hier online on-demand verfügbar.

Die folgenden Startups pitchen in der zweiten Episode der sechsten Staffel von „Die Höhle der Löwen“.

Rezemo

Die Beliebtheit von Kapselkaffee führt zu großen Abfall- und Müllmengen. Das Startup rezemo produziert daher die weltweit ersten nachhaltigen Kaffeekapseln aus regionalem Holz. Die Gründer Julian Reitze und Stefan Zender wollen die Kaffeepasel in den Einzelhandel bringen.

+++Investment in rezemo nach „Höhle der Löwen“-Ausstrahlung geplatzt+++

Die Analyse von Florian Kandler zum Pitch von Rezemo:

SofaConcerts

Die Onlineplattform SofaConcerts vermittelt Musiker für Privatevents. So kann man sich als Kunde private Konzerte online buchen – egal ob für ein Sofakonzert, eine Hochzeit, einen Geburtstag oder eine Firmenfeier. Die Gründerinnen Marie-Lene Armingeon und Miriam Schütt konnen bereits erste Erfolge vorweisen: Bisher wurden bereits über 5000 Konzerte in 19 verschiedenen Ländern vermittelt. Auf der Plattform sind aktuell über 5000 Künstler aus 16 Ländern vertreten.

Die Analyse von Florian Kandler zum Pitch von SofaConcerts:

Everest Climbing

Das Startup der Gründer Dariusz Salamonowicz und Piotr Malecki präsentiert eine unendliche, rotierende Kletterwand mit unterschiedlichen Kletterstrecken. Neben der dynamischen Kletterwand ist Everest Climbing auch Entwickler und Produzent anderer innovativer Geräte.

Die Analyse von Florian Kandler zum Pitch von Everest Climbing:

Vetevo

Vetevo ist ein Anbieter für Tiergesundheit, der unter anderem einen digitalen Tierarzt via App anbietet. Dazu kommen weitere ergänzende Produkte für Katzen, Hunde und Pferde. Mareile Wölwer und Felix Röllecke haben die kostenlose App für die Tiergesundheit entwickelt. Ziel der Berliner ist es, Tiergesundheit für jeden Halter zugänglich zu machen.

Die Analyse von Florian Kandler zum Pitch von Vetevo:

Soummé

Die Gründer von Soummé haben ein Mittel gegen starkes Schwitzen (Hyperhidrose) entwickelt, also ein Antitranspirant gegen Schweiß- und Geruchsbildung. Die Idee zu Soummé kam der Hamburgerin Sümmeyya Bach, weil sie seit ihrer Kindheit an starkem Schwitzen leidet und mit den bestehenden Mitteln gegen Schwitzen unzufrieden war. Die Mittel werden bereits über Amazon verkauft.

Die Analyse von Florian Kandler zum Pitch von Soummé:


Über Florian Kandler

Florian Kandler ist Seriengründer, Herausgeber des Startup Report, Host des Gründer & Zünder Podcast, Keynote Speaker bei Konferenzen in Europa und Lehrer bei Akzeleratoren und Inkubatoren in mehreren Ländern. Seine eigenen Startups haben mehrere Millionen von Business Angels und VCs aus Europa und den USA geraist – darunter auch Rocket Internet und Oliver Samwer. Florian lebte in Silicon Valley, Kopenhagen, München und derzeit in Wien.

Gründer aus 15 Ländern haben mit der Hilfe von Florian Kandler durch Einzelcoachings, Workshops und seinen Online-Programmen Investoren gefunden und skalierbare Startups aufgebaut. Durch die Pitch-Analysen will er sein Wissen für junge und angehende Gründer verfügbar machen und ihnen helfen, ihre Startups noch erfolgreicher vor Investoren, Kunden oder Geschäftspartnern zu pitchen.

⇒ Zu Kandlers Page derperfektepitch.at

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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