29.08.2022

Höhle der Löwen: Deal für Herren der Ringe

Eine Kuschelcouch für zwei Löwen, ein 17-jährigen Erfinder mit multiplen Angeboten und Payment-Ringe - so startete die erste Folge von Staffel 12 der Höhle der Löwen.
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(c) RTL - Lukas Schmitz, Steffen Kirilmaz und Bernhard Wernberger von Pagopace.

Das Dutzend wird heuer voll. In der zwölften Staffel der Höhle der Löwen sprachen dieses Mal Ralf Dümmel und Georg Kofler erstmals mit einer Stimme, da der Südtiroler mit seiner Social Chain AG die Konsumgüter-DS Gruppe seines Kollegen erwarb. Eine gemütliche Doppelcouch, die sich die zwei Investoren teilten, stellte im Studio bildlich den zweiköpfigen Löwen dar.

Pagoring in der Höhle der Löwen

Jener und seine Kollegen und Kolleginnen sahen gleich zu Beginn die „Herren der Ringe“ Lukas Schmitz, Bernhard Wernberger und Steffen Kirilmaz von Pagopace als erste pitchen.

Der Pago ist ein Ring, mit dem man weltweit an allen möglichen Locations wie mit einer Kreditkarte kontaktlos bezahlen kann. So geht’s: Den Ring an das Kartenlesegerät halten und der Bezahlvorgang ist erledigt.

Pagopace, Höhle der Löwen
(c) RTL – Lukas Schmitz, Steffen Kirilmaz und Bernhard Wernberger präsentierten mit Pagopace einen Ring zum Bezahlen.

Der Ring wird aus Keramik gefertigt, ist kratzfest und wasserdicht. Wernberger dazu: „Der Pago benötigt keine Batterien oder einen Akku. Sie müssen ihn nie aufladen, er funktioniert immer. An jeder Location, im Club, im Supermarkt, an der Beachbar – egal wo, das Bezahlen ist immer sicher, kontaktlos und bequem“, sagte er.

Mit Ring und Chip

Ein kleiner Chip und eine Antenne sind in dem Ring verbaut, die Träger:innen können entweder mithilfe einer App einen Geldwert aufladen und ihn als Prepaid-Version nutzen oder die eigene Kreditkarte direkt damit verbinden.

Der Pago-Ring sei zudem von allen großen Kreditkartenanbietern zertifiziert. Die Forderung: 200.000 Euro für zehn Prozent Beteiligung.

Key-Märkte als Milstone

Nach anfänglicher Überschwänglichkeit seitens der Investoren kippte die Stimmung, als klar wurde, dass es international bereits Konkurrenz gibt, sich aber noch niemand richtig durchsetzen konnte.

Am Ende waren die Löwen und Löwinnen hin- und hergerissen. Nach der ersten Absage malte Carsten Maschmeyer ein Erfolgsbild des Produkts und betonte, er brauche mehr als zehn Prozent. Die Gründer stiegen auf 15 Prozent, plus drei Prozent, wenn man innerhalb von einem Jahr in fünf Key-Märkten drinnen wäre. Der Löwe wollte fünf Prozent für den Milestone. Deal für Pagopace.

Mamas Falafelteig

Der nächste in der Höhle der Löwen war Stand-up-Comedian Amjad Abu Hamid. Die Corona-Pandemie zwang den 34-Jährigen zu einer Auftrittspause und so tauschte er sein Mikrophon gegen die Kochschürze ein und gründete Mamas Falafelteig – frittierten Bratlinge auf Basis von Kichererbsen.

Die Kichererbsen werden bisher 24 Stunden eingelegt, anschließend kommt eine Gewürzmischung hinzu und sie werden zu einem Teig verarbeitet. Spontan frische Falafel zuzubereiten, war daher nicht möglich. Doch mit seiner Idee sei dies nun jederzeit machbar.

Tiefkühl-Falafel

Konkret ist Mamas Falafelteig ein frisch zubereiteter Falafelteig nach dem traditionellen Originalrezept von Abu Hamdis Mutter. Das Tiefkühlprodukt muss man auftauen, den Teig zu Bällchen formen und abschließend frittieren, in der Pfanne braten oder im Backofen garen. Für 51.000 Euro bot der Gründer 15 Prozent der Firmenanteile an.

Höhle der Löwen, Falafel
(c) RTL – Amjad Abu Hamid brachte eine Falafelteig-Frischemischung in die Löwenhöhle.

Für die Löwen war trotz allen Lobs die Idee des Gründers nicht das richtige Investment, viele fürchteten, dass Abu Hamid nach Corona eher seinen Fokus wieder auf seine Comedy legen würde. Kein Deal für Mamas Falafelteig.

Lemonist: Obst & Gemüse von Pestiziden befreien

Kathrin Alfen und Felix Strohmaier wollten als nächste mit lemonist in der Höhle der Löwen glänzen – einem Reinigungsmittel für Obst und Gemüse, das Pestizide deutlich reduzieren soll. Denn diese werden auf den Feldern beim Obst- und Gemüseanbau versprüht, um Nutzpflanzen vor Schädlingen zu schützen.

„Pestizide sind für uns nicht sichtbar und wir machen uns im Alltag so gut wie keine Gedanken um sie. Aber sie sind da“, erklärten Alfen und Strohmaier. „Eine Möglichkeit, um Pestizide zu vermeiden, können Bio-Lebensmittel sein, denn sie sind deutlich weniger belastet. Aber auch auf ungefähr 25 Prozent aller Bio-Lebensmittel befinden sich noch Pestizid-Rückstände.

lemonist
(c) RTL – Kathrin Alfen und Felix Strohmaier mit ihrem lemonist, einem Pestizidentferner für Obst und Gemüse.

Für das Händewaschen gibt es Seife, für das Geschirr ein Spülmittel und sogar für Autos gibt es zahlreiche Mittel, um den Lack zum Glänzen zu bringen. Warum gibt es nichts für unser Essen, fragte sich das Gründerpaar aus Aachen und präsentierte seine Lösung: Das Granulat, eine Mischung aus Natron, Zitronensäure und Salz, wird in lauwarmem Wasser aufgelöst, das Obst und Gemüse für rund 15 Minuten hinzugefügt und abschließend mit Wasser abgespült. Das Angebot: 50.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Am Ende forderte das Gespann Dümmel-Kofler 25 Prozent für 50.000 Euro und erhielt ohne große Umschweife den Zuschlag. Deal für lemonist.

WITHOUTme in der Höhle der Löwen

Allein 74 Kilogramm Plastikmüll pro Jahr produziert die Familie von Steffanie Rainer. Mit zwei kleinen Kindern entstehe der größte Teil davon im Badezimmer. Deshalb hat die Founderin WITHOUTme gegründet.

„Als junge Mama mache ich mir Gedanken, in welchem Zustand wir unseren Planeten für die nächste Generation hinterlassen wollen“, erklärte die 30-Jährige. „Wenn wir so weitermachen, sicherlich als Müllhalde.“

Dieser Entwicklung möchte die Gründerin etwas entgegensetzen und hat nicht nur ein plastikfreies Produkt entwickelt, sondern auch einen plastikfreien Kreislauf – von der Produktion bis in das Badezimmer.

Withoutme, Höhle der Löwen
(c) RTL – Steffanie Rainer erfand mit WITHOUTme einen Bio-Shampoo Nachfüll-Automaten mit wiederverwendbaren Edelstahlbehältern.

WITHOUTme ist die Nachfüllstation für das 2 in1-Bio-Shampoo und -Duschgel für den stationären Einzelhandel. Die Automaten sind vollautomatisch und füllen die Pflegeprodukte in wiederverwendbare Edelstahlbehälter.

Nach dem Abfüllvorgang erhalten die Nutzer:innen einen Beleg mit einem Scancode, mit dem an der Kasse bezahlt werden kann. Das eigens für Rainer entwickelte 2 in1-Unisex-Pflegeprodukt „Herbal Dream“ beinhaltet u.a. Aloe Vera, Schachtelhain und Salbei und wird im Schwarzwald hergestellt. Um ihre nachhaltige Beautybrand WITHOUTme aufzubauen und im Markt zu etablieren, benötigte die Gründerin 100.000 Euro und bot im Gegenzug 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Die Gründerin konnte bisher 138 ihrer Flaschen verkaufen, was den Löwen zu wenig war. Zudem bräuchte Rainer viel mehr Kapital, um einen flächendeckenden Rollout zu schaffen, so die gängige Meinung. Kein Deal für WITHOUTme.

BeeSafe (in BeeMyBox umbenannt)

Mit elf Jahren hat Aaron Holzhäuer, der als letzter in der Löwenhöhle auftrat, seine erste Erfindung gebaut, mit zwölf angefangen zu programmieren. Der Berliner ist viel mit dem Fahrrad unterwegs und ihm wurden bereits viermal Vorder- und Rücklicht sowie der Tachometer geklaut.

So entstand die Idee zu BeeSafe – einer abschließbaren Fahrradbox. „Damit hat man endlich eine kompakte und sichere Möglichkeit, sein Zubehör direkt am Fahrrad zu verstauen“, erklärte Holzhäuer sein Produkt.

Die Fahrradbox lässt sich nahezu an jede Fahrradstange montieren und der gummierte massive Stahlbügel kann ausschließlich von innen gelöst werden. Da die Befestigungsschellen im Kern aus Stahl sind, soll das Durchtrennen und somit der Diebstahl durch einfaches Werkzeug beinahe unmöglich sein. Der Deckel hat ein integriertes Solarmodul mit Powerbank und USB-Anschlüssen, sodass die Lichter oder andere Geräte jederzeit aufladbar sind.

beesafe, beemybox
(c) RTL – Aaron Holzhäuer präsentierte mit BeeSafe einen Fahrradtresor.

„Ich habe alles allein entwickelt, in einem CAD-Programm konstruiert und in meinen eigenen 3D-Druckern produziert. Die Polster wurden mit einem selbst umgebauten Lasercutter zurechtgeschnitten, das Patent geschrieben und zusammen mit der Marke beim Patentamt eingereicht“, erklärte der 17-Jährige, der für 145.000 Euro 25,1 Prozent der Firmenanteile anbot.

Nach einem sehr souveränen Auftritt des Gründers gesellte sich Maschmeyer zu Kofler und Dümmel und bot mit den beiden die geforderte Summe, allerdings für 40 Prozent.

Dagmar Wöhrl stieg in den Poker mit ein und wollte für die 145.000 Euro auch nur die 25,1 Prozent haben. Nils Glagau matchte diese Offerte. Daraufhin meldete sich das Löwen-Trio erneut und senkte seine Forderung auf 30 Prozent Beteiligung. Dies überzeugte Holzhäuer. Tripple-Deal für Beesafe.

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Umarmungen statt Visitenkarten: Zu Besuch beim ersten Conxious Picnic am Otto Wagner Areal

Zwei Tage lang hat die Community rund um Andreas Tschas auf dem Otto Wagner Areal in Wien an einem „neuen Betriebssystem für unsere Wirtschaft“ gearbeitet. Ein Besuch beim ersten Conxious Picnic.
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Business Angel Hansi Hansmann und Conxious-Gründer Andreas Tschas | (c) Luisazzoe / StudioZucker

Es braucht seine Zeit, bis man oben ist. Wer zum Conxious Picnic will, muss hinauf auf die Baumgartner Höhe in Wien-Penzing, fernab der hektischen Innenstadt. Der Ort ist bewusst gewählt.

Das Otto Wagner Areal wurde vor rund 120 Jahren als Heil- und Pflegeanstalt eröffnet und umfasst rund 50 Hektar. Das entspricht der Fläche von rund 70 Fußballfeldern. Nach einem Jahrhundert klinischer Nutzung wird das denkmalgeschützte Jugendstilensemble neu belebt. 2030 oder 2031 soll hier die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) einziehen. Bis dahin wird das Gelände zwischengenutzt, unter anderem von Kreativkollektiven und für Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Das Jugendstiltheater am Otto Wagner Areal in Wien-Penzing war Schauplatz des Conxious Picnic. Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Am 30. September und 1. Oktober war das Jugendstiltheater mit seinen Gärten Schauplatz des ersten Conxious Picnic. Schon beim Hineingehen weiß man: Hier geht es anders zu als bei einem üblichen Business-Event. Man spricht sich mit Vornamen an. Teilweise umarmt man sich bei der Begrüßung.

Das Betriebssystem von morgen

Hinter dem Format steht Andreas Tschas, Gründer von Conxious. Seine Vision fasst er im Gespräch mit brutkasten in einem Satz zusammen: „Ein neues Betriebssystem für unsere Wirtschaft, das auf Vertrauen und innerer Klarheit beruht.“ Nach diesem Gedanken sei auch die Veranstaltung aufgebaut gewesen. Es gehe darum, Wirtschaft wieder menschlicher zu machen: „Weg vom Business, hin zur Wirtschaft, zum Wirt.“ Der Wirt sei jemand, der auf die Ressourcen schaue, ein Host, der auf die Community achte.

Rund 200 Gäste waren laut Andreas Tschas an den beiden Tagen durchgehend vor Ort. | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Das Interesse war größer als erwartet. 250 Personen waren laut Tschas angemeldet, durchgehend seien rund 200 vor Ort gewesen. Die Gäste kamen auch aus anderen europäischen Ländern, darunter die Niederlande, Portugal, Deutschland und Italien.

Was man mitbringen muss

Wer mitmachen will, braucht vor allem Zeit. Die Veranstalter baten ihre Gäste vorab, an beiden Tagen zu bleiben. Das Picknick sei als ein Bogen gedacht, bei dem jeder Akt auf dem vorigen aufbaut.

Dazu kommen Neugier, Präsenz und die Offenheit für Menschen, die man noch nicht kennt. So stand es in der Einladung an die Gäste. Wer wollte, brachte eine Blume mit, einen Kuchen zum Teilen oder ein Sitzkissen für die Wiese. Einen Dresscode gab es nicht, Farbe war ausdrücklich willkommen.

Wer sitzt, kann etwas vorbringen

Am zweiten Tag geht es im Jugendstiltheater um Träume. Bianca Gfrei von Conxious steht in der Mitte des Raums. Rund um sie sind Vintage-Möbel des Wiener Generationencafés Vollpension aufgereiht, dazwischen liegen Sitzkissen. Wer hier Platz nimmt, soll die Augen schließen und seine Wünsche benennen.

Bianca Gfrei von Conxious leitete am zweiten Tag die Runde zu den Träumen der Gäste. | Foto: Luisazzoe| / StudioZucker

Dann öffnet Gfrei die Runde. Gefragt wird nach Themen: Wer hat einen Traum, wenn es um Business geht? Wer, wenn es um Räume geht? Wer in der Runde sitzt, kann etwas vorbringen und sagen, welche Unterstützung er oder sie braucht.

Auch Tschas bringt einen Traum ein, und der betrifft Bildung. Inhalte für Kinder würden künftig viele Unternehmen liefern, entscheidend sei das Erlebnis rundherum. Mit „Conxious in the Garden“ treffen sich bereits Familien an Wochenenden. Er sei nicht überzeugt, dass sich das Bildungssystem in Österreich so schnell anpassen könne wie nötig. Zugleich gebe es sehr gute Schulen, nur brauche es mehr davon. Für das Vorhaben sucht er einen CEO, ein Investor sei bereits interessiert.

Vertrauen als Business Case

So weich das klingt, Tschas argumentiert wirtschaftlich. Das Fundament von Conxious sei Vertrauen, und das Picknick habe mit genau diesem Gedanken begonnen: „Trust as a Business Case“. Er erzählt dazu von Business Angel Hansi Hansmann, einem der Founding Partner von Conxious. Der habe ihm gesagt, dass es um Vertrauen gehe, sei für ihn ein No-Brainer. Für Tschas ist das der Punkt: „Du lernst den Menschen kennen und du vertraust ihm einmal.“ Daraus seien die großen Erfolgsgeschichten entstanden.

Auch der Autor und NEOS-Mitgründer Matthias Strolz war vor Ort. | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

In Unternehmen sehe er oft das Gegenteil. Wenn er in Abteilungen nachfrage, wie viel Zeit in Konflikte und interne Politik fließe, höre er im Schnitt 70 Prozent. Der Grund sei ein Vertrauensproblem.

Bei Startups zeige sich das im Founder-Konflikt. Der „Return on Investment on emotional well-being“ werde völlig unterschätzt, sagt Tschas. Er kenne nur wenige Investoren, die vorbeugend etwas tun. Komme es zum Konflikt, könne man „mindestens 50 Prozent der Bewertung abschreiben“.

Auch die Freiflächen rund um das Jugendstiltheater wurden bespielt. | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Wer dabei war

Auf dem Programm standen unter anderem der Impact-Investor Charly Kleissner, die Kulturanthropologin Bettina Ludwig, der Autor und NEOS-Mitgründer Matthias Strolz, Thomas Funke, Mitgründer der Tomorrow University, und Eversports-Mitgründer Hanno Lippitsch. Unter den Gästen waren laut Tschas zudem viele Gründer, die diesen Weg schon gegangen sind, darunter TTTech-Mitgründer Georg Kopetz sowie Busuu-Mitgründer und Investor Bernhard Niesner. Auch Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll und Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), waren vor Ort.

TTTech-Mitgründer Georg Kopetz im Gespräch mit Conxious-Gründer Andreas Tschas | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Auch der Unternehmer Klaus Buchroithner war dabei, dessen Firma das Merchandise für Conxious produziert. „Die letzten zwei Tage ist es sehr wenig ums Business gegangen und sehr viel um Persönlichkeitsentwicklung“, sagt er. Es habe Sessions gegeben, in denen man sich bewegt hat, aber auch Vorträge. Eine klassische Business-Konferenz sei es sicher nicht gewesen.

Besonders mitgenommen hat Buchroithner den Beitrag von Ludwig über eine der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften. Dort sei jeder von Geburt an Teil eines größeren Ganzen, weil die Gemeinschaft nur gemeinsam überlebt. Sein Schluss daraus: Egoistische Entscheidungen seien „eigentlich kompletter Unsinn“.

Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Was aus dem Picknick entstehen soll

Beim Reden soll es nicht bleiben. Tschas formuliert eine Hypothese: Unternehmen und Startups, die auf dieser Basis von Vertrauen gegründet werden, funktionieren besser. Aus der Community heraus würden gerade die ersten Unternehmen gemeinsam gestartet.

Konkret denkt man laut Tschas über drei Dinge nach. Ein Magazin, das sich um Bewusstsein in der Wirtschaft dreht. Räume für Meetings, in denen man präsenter und weniger abgelenkt ist. Und eine Schule. In drei bis vier Monaten werde man mehr dazu sagen können.

Das Prinzip dahinter beschreibt er so: „Dem Glück auf die Sprünge helfen, indem wir coole Leute und coole Ideen zusammenbringen und die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.“


Video-Tipp: Andreas Tschas über Conxious: „Ein neues Betriebssystem für die Wirtschaft“

Andreas Tschas spricht im Talk über sein Projekt Conxious – eine kuratierte Community, die Vertrauen und innere Klarheit ins Zentrum des wirtschaftlichen Handelns rücken möchte.

Im Gespräch erklärt Tschas, warum Vertrauen ein unterschätzter Produktivitätsfaktor in Unternehmen sei, wie aus tiefen menschlichen Verbindungen nachhaltige Projekte entstehen können und wie ein zukunftsfähiges Betriebssystem für die Wirtschaft aussehen soll.

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