07.12.2021

HODLschoki: Wiener Chocolatier mit Schoko-Bitcoins auf Kickstarter

Der Wiener Schokolade-Manufaktur Leschanz will mit der HODLschoki eine Geschenkidee für Krypto-Enthusiasten bieten. Bis Weihnachten geht sich die Auslieferung allerdings nicht aus.
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Die ersten Prototypen der HODLschoki | (c) Leschanz
Die ersten Prototypen der HODLschoki | (c) Leschanz

Etwas täuscht das stilvolle Wiener Innenstadt-Geschäftslokal der Schokolade-Manufaktur Leschanz mit seinem Interieur aus dem 19. Jahrhundert. Denn Süßigkeiten werden dort erst seit 2004 verkauft. Gründer und Chocolatier Wolfgang Leschanz erfüllte sich mit der Übernahme des ehemaligen Geschäfts Knopfkönig einen Traum, wie er auf seiner Page beschreibt. Nicht mit dem Charme des vorvergangenen Jahrhunderts sondern mit einem ganz aktuellen Thema spielt nun Sohn Christoph Leschanz in einer neuen Schokolade-Kreation: Die HODLschoki, handgeschöpfte Bio-Schokolade-Taler mit Bitcoin-, Ether- und anderen Coin-Motiven soll Krypto-Enthusiasten ansprechen.

HODLschoki: Faire, handgemachte Bio-Bitcoins

Auch er selbst sei so ein Krypto-Enthusiast – eher kein Trader sondern ein Hodler – sagt Sohn Leschanz und meint: „Ich ärgere mich schon seit langem darüber, dass es für uns Crypto-Fans keine qualitativ hochwertigen Crypto-Geschenke für Freunde, Familie, uns selbst und andere Fans gibt, sondern nur billige Massenware. Aus diesem Grund ist uns die Idee gekommen, hochqualitative und handgemachte Cryptotaler mit verschiedenen geprägten Cryptologos zu produzieren“. Man verwende dafür nur Bio-Edelschokolade aus fairen Arbeitsverhältnissen, die händisch verarbeitet und verpackt wird.

Seit gestern kann man die HODLschoki über Kickstarter vorbestellen. Der voraussichtliche Liefertermin ist im April 2022, bis Weihnachten geht es sich also leider nicht aus. „Wir haben die Kampagne aber so gesetzt, dass es sich für Ostern gut ausgeht“, betont Leschanz. Mindestbetrag sind 25 Euro für drei Schoko-Coins, wobei unterschiedliche Ausführungen und auch eine vegane Version verfügbar sind. Für 40 Euro bekommt man zehn Schoko-Bitcoins, das größte Package gibt es für 130 Euro. Derzeit steht die Kampagne bei rund 2500 der angestrebten mindestens 10.000 Euro. Sie läuft noch bis Ende des Monats.

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easy-connect, mamdani, Metropolitan Opera, Met, NY
© Laura Böhler - Gerald Stockinger (l.)(Co-Founder & CTO) und Wolfgang Graf (Co-Founder & CEO).

Die Metropolitan Opera und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kündigten Ende September eine Initiative an: In der Saison 2026/27 gibt die Met jeden Monat 10.000 Karten an New Yorker:innen frei, die seit 2019 kein Met-Ticket gekauft haben. Das sind rund zehn Prozent aller Tickets der Saison. Das Unternehmen easy-connect aus Wien liefert dafür die Technologie, wie dieses heute bekanntgab.

easy-connect in New York

Die Tickets werden über die bestehende digitale Lotterie in der App vergeben: Dazu müssen Nutzer:innen ihren Ausweis für die Berechtigungsprüfung in der App hochladen und sich für eine Vorstellung zur Lotterie anmelden. Von einem möglichen Gewinn erfahren sie per Push-Nachricht – und erhalten das Ticket direkt am Handy. Das Besondere daran: So kann die Met auch jene Teilnehmer:innen erneut ansprechen, die bei der Lotterie nicht gewinnen.

„Mit Opera for All wollten wir es New Yorker:innen in allen fünf Stadtbezirken leicht machen, die Met zu entdecken – und sie persönlich bei uns willkommen heißen. Weil Lotterie und Ausweisprüfung bereits in der App, die wir auch für unsere Rush-Tickets nutzen, verfügbar waren, ging es bemerkenswert schnell von der Idee zum Start – und das in der Größenordnung, die diese ambitionierte Initiative gebraucht hat. Möglich war das dank unserer Zusammenarbeit mit dem innovativen und flexiblen Team von easy-connect, das uns bei jedem Schritt begleitet hat, vom Design bis zur Umsetzung“, sagt Gillian Brierley, Chief Audiences, Marketing, and Communications Officer der Metropolitan Opera.

Bürgermeister Mamdani über „Opera for All“

Das Modell lässt sich auf viele Kulturbetriebe übertragen. Seit 2024 vergibt die Met über eine Lotterie in der App vergünstigte Tickets für 25 Dollar. Mehr als 550.000-mal haben Menschen seither bei der Verlosung mitgemacht, mehr als die Hälfte der App-Nutzer:innen ist unter 40 Jahren alt – und trotzdem sind rund vier von fünf Tickets, die in der App gekauft werden, ganz reguläre (Vollpreis-)Karten. Für viele Menschen stelle die Lotterie den ersten Schritt ins Haus dar.

Denn wer sich in der App anmeldet, sei für die Met kein:e Unbekannte:r mehr. Wer bei der Lotterie nicht gewinnt, bekommt automatisch ein passendes Angebot für ein reguläres Ticket. Im deutschsprachigen Raum gibt es ebenfalls solche Modelle und Initiativen, um kulturelle Teilhabe über alle Besuchergruppen hinweg zu ermöglichen, unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Zum Beispiel am Opernhaus Zürich mit einer Ticket-Lotterie und der digitalen Prüfung der „KulturLegi-Berechtigung“ für Menschen mit geringem Einkommen, direkt in der App.

„Stammpublikum entwickeln“

„Kultur einfacher zugänglich zu machen, war von Anfang an unser Anspruch. Nun macht es uns besonders stolz, dass die Technologie hinter einem Programm dieser Größenordnung aus Wien kommt“, sagt Wolfgang Graf, Co-Founder & CEO von easy-connect, der das Unternehmen gemeinsam mit Gerald Stockinger gegründet hat. „Drei von vier Erstbesucher:innen kommen nie wieder. Mit einer eigenen App können Häuser das ändern: Menschen zum ersten Mal hereinholen, sie persönlich ansprechen und daraus Stammpublikum entwickeln. Am Ende des Tages geht es darum, möglichst viele Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern. Und was in New York funktioniert, funktioniert genauso in Wien, Zürich oder Berlin.“

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