22.07.2015

Hitzetod von Smartphone & Co: Auch technische Geräte leiden unter Hitze

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Menschen, Tiere und auch technische Geräte leiden unter der extremen Hitze.

Nicht nur der Mensch leidet unter den extremen Temperaturen, sondern auch der Computer. Der elektronische Hitzetod passiert ab 35 Grad. Ältere und vielbenutzte Geräte sind besonders anfällig für Hitze. Wenn die Festplatte erstmal streikt, ist es bereits zu spät. „Oft schaltet sich der Computer oder das Tablet bei Überhitzung einfach selbst aus und lässt sich erst wieder aktivieren, wenn die Temperatur wieder gesunken ist“, erklärt Nicolas Ehrschwendner vom Datenrettungsunternehmen Attingo, das im Sommer besonders häufig zu Hilfe gerufen wird.

„In vielen Fällen sind die Folgen fatal: Die Hardware wird defekt und es ist kein Zugriff mehr auf die Daten möglich“, so Ehrschwendner. Dabei kann der Tod durch Überhitzung viele unterschiedliche Typen von Datenspeichern treffen: PCs, Laptops oder Smartphones – alles ist dabei. Das Unternehmen hat die Hersteller-Spezifikationen der weit verbreitesten Geräte untersucht und dabei festgestellt, dass die maximale Temperatur der meisten elektronischen Geräte 35 Grad beträgt. Die Angaben dazu seien oft sehr schwierig oder überhaupt nicht zu finden. Ob man nun mit Desktop PC, Notebook, Tablet oder Smartphone arbeitet – man sollte aufpassen, dass die Geräte nicht überhitzen.

Tipps gegen die Hitze: Hardware nicht in der Sonne schmoren lassen, Räume ohne Luftbewegung meiden, Überspannungsschutz installieren und darauf achten, dass die Geräte nicht in Berührung mit Feuchtigkeit oder Wasser kommen.

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Was passiert, wenn man dies nicht beachtet? Festplatten reagieren auf Hitze mit Materialausdehnung und dadurch wird die Speicherschicht in Folge zerstört, was zu Datenverlust führen kann. Die Lebenserwartung wird reduziert und im schlimmsten Fall fallen die Geräte ganz aus. „Gerade im Sommer steigt auch die Anzahl unserer High-Priority-Einsätze, bei welchen wir rund um die Uhr an sehr dringenden Datenrettungsfällen arbeiten“, erzählt Ehrschwendner. „Viele Unternehmen bedenken nicht, dass hohe Temperaturen deren EDV sehr schnell lahmlegen kann. Die Folge ist oft ein Betriebsstillstand“. Ein Plädoyer der Geräte für Hitzefrei?

Quelle

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Die Gründer von versa: Jakob Logar, Maximilian Brehm und Elija Dentler (v. l.) | (c) webformance.agency

Ein schwieriges Kundengespräch, eine heikle Preisverhandlung oder eine verärgerte Kundin: Solche Situationen gehören in vielen Berufen zum Alltag. Doch wie bereitet man Mitarbeitende darauf vor? Klassische Kommunikationstrainings sind oft zeitaufwendig und bieten nur begrenzte Möglichkeiten, das Gelernte praktisch anzuwenden.

Genau hier setzt das Grazer Startup versa an. Das im Jänner 2026 gegründete Unternehmen hat eine KI-basierte Plattform entwickelt, mit der Mitarbeitende realistische Gesprächssituationen simulieren und anschließend individuelles Feedback erhalten können.

Gegründet wurde das Unternehmen von Jakob Logar, Elija Dentler und Maximilian Brehm. Die Idee entstand aus den beruflichen Erfahrungen der Gründer. Co-CEO Logar war rund 20 Jahre im Vertrieb tätig und absolvierte selbst zahlreiche Kommunikationstrainings. Diese seien zwar hilfreich gewesen, hätten aber meist nur wenig Raum für praktische Übungen geboten. „Da haben wir jetzt einfach gesehen, das was KI da möglich macht, ist eben diesen Flaschenhals der Rollenspiele aufzuheben“, erklärt Logar. Mitarbeitende könnten dadurch unabhängig von Trainer:innen oder Vorgesetzten Gespräche üben.

Von einem Forschungsprojekt zur KI-Plattform

Den Anstoß lieferte ein Forschungsprojekt am Grazer Know-Center. Dort wurde auf Anfrage der Medizinischen Universität Innsbruck untersucht, ob sich Arzt-Patienten-Gespräche mit KI simulieren lassen. Ein erster ChatGPT-Prototyp zeigte Potenzial, aber auch technische Grenzen.

Heute kombiniert versa verschiedene KI-Modelle für die Szenarioerstellung, Sprachinteraktion und Auswertung. Unternehmen können eigene Unterlagen und Kundenprofile einbinden, um möglichst praxisnahe Trainingssituationen zu schaffen.

Doch warum braucht es dafür eine eigene Plattform statt ChatGPT? „Die Magie liegt eigentlich in der KI-Architektur und in der Agent-Orchestrierung“, sagt Logar. Anders als bei der Nutzung eines einzelnen Sprachmodells sollen die KI-Personas konsistent bleiben und die Auswertungen vergleichbar sein.

Eigene KI-Basismodelle entwickelt das Startup nicht. Stattdessen setzt es auf eine flexibel aufgebaute Architektur. „Wir verwenden immer das beste Modell“, so Logar. Neue Technologien könnten dadurch einzelne Komponenten ersetzen, ohne die gesamte Plattform verändern zu müssen.

Eingesetzt wird versa derzeit vor allem beim Onboarding neuer Mitarbeitender. Diese können vom ersten Kundentelefonat bis zur Preisverhandlung unterschiedliche Gesprächssituationen trainieren.

Das KI-Trainingsgespräch selbst erfolgt dann im Look eines Video-Calls. (c) versa Training GmbH

14 zahlende Kunden und bereits profitabel

Nur wenige Monate nach der Gründung zählt versa laut Logar rund 14 zahlende Unternehmenskunden. Darunter befinden sich eine große Bank und einer der größten deutschen Versicherer. Als Zielgruppe sieht versa nicht ausschließlich Großkonzerne. Interessant sei die Plattform grundsätzlich für Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden in kundenorientierten Rollen, etwa im Vertrieb oder Kundenservice.

Der Weg vom ersten Interesse zum Vertragsabschluss sei allerdings nicht immer kurz. Besonders bei größeren Unternehmen würden rechtliche Prüfungen rund um den Einsatz von KI den Verkaufsprozess verlängern.

Finanziert wurde das Startup bislang ausschließlich aus Eigenmitteln. Das Stammkapital von 10.000 Euro brachten die drei Gründer selbst auf. Auf die Frage, wann das Unternehmen profitabel werden wolle, antwortet Logar: „Wir sind schon profitabel.“

Förderabsage als Wendepunkt

Ursprünglich hatte das Gründerteam auf eine aws-Seedförderung gehofft. Nach einem Pitch im Frühjahr 2026 folgte jedoch die Absage. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gründer ihre bisherigen Jobs bereits gekündigt. Trotz des Rückschlags beschlossen sie weiterzumachen. „Wir haben dann aber den Entschluss gefasst, weiterzumachen, weil die Idee so gut ist“, erzählt Logar. Die Absage habe das Team letztlich stärker auf den Markt fokussiert.

Aktuell ist versa in der Science Park Graz Academy und arbeitet im Grazer Unicorn. Zunächst will das Startup aus eigener Kraft weiterwachsen und einen mittleren sechsstelligen Umsatzbetrag erreichen. Für die spätere Skalierung werden Partner gesucht.

Dabei denkt das Team von Beginn an international. „Wir haben ja keine sprachlichen Restriktionen“, erklärt Logar. Erste Kunden aus Deutschland hat versa bereits gewonnen. Langfristig will das Unternehmen vor allem dort wachsen, wo der Bedarf an skalierbaren Kommunikationstrainings besonders groß ist.

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