08.06.2021

Hier will die junge Generation in Österreich arbeiten

Was macht den "idealen Arbeitgeber" für 16- bis 28-Jährige aus? PwC hat im Rahmen einer Studie nachgefragt.
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Startup, Team, Work
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Wenn es darum geht, junge Talente anzuziehen, scheinen es heimische Kleinbetriebe besonders schwer zu haben. Laut einer aktuellen PwC-Studie wollen 81 Prozent der jungen Österreicherinnen und Österreicher für multinationale Konzerne arbeiten und nur 40 Prozent können sich vorstellen, in einem kleinen oder mittleren Betrieb tätig zu sein. Für die Studie wurden in Österreich 667 16- bis 28-Jährige zu ihrem „idealen Arbeitgeber“ befragt.

Diensthandy abends lieber abdrehen

Idealismus spielt bei den Entscheidungskriterien für einen Arbeitgeber bei der jungen Generation kaum eine Rolle. Die „gesellschaftliche Auswirkung der Arbeit“ landet auf Platz 53 von 55. Am wichtigsten ist jungen Menschen eine flexible Arbeitszeit, gefolgt von dem Grundgehalt, eine „interessante und herausfordernde Tätigkeit“ und eine „leistungsbezogene Beförderung“. Gerade noch in die Top 5 geschafft haben es die direkten Kolleginnen und Kollegen. Am wenigsten wichtig sind hingegen weitere Menschen, mit denen man zusammenarbeitet (Rang 54) und die Möglichkeit, das Diensthandy privat zu nutzen (55).

„Aufgrund der Pandemie hat flexibles, remotes Arbeiten weltweit an Fahrt aufgenommen. Junge Menschen erwarten nun mehr denn je, von dieser Möglichkeit weiterhin Gebrauch zu machen. Da diese Art zu Arbeiten aber auch Vertrauenssache ist, gehören gute Beziehungen zu den direkten Vorgesetzten sowie ein guter Führungsstil zu den zentralen Themen“, so Olivia Stiedl, People and Organisation Leader bei PwC Österreich. Dass das fixe Grundgehalt auf Platz zwei der wichtigsten Kriterien landet, führen die Studienautoren auf die unsicher wirtschaftliche Lage zurück.

Auslandserfahrung wird attraktiver

Interessant ist, dass die junge Generation durchaus bereit ist, für einen Job zumindest vorübergehend ins Ausland zu ziehen. Bisher war Österreich traditionell ein Land mit niedriger Bereitschaft zu beruflicher Mobilität. 60 Prozent der Befragten würden für ihre Karriere ins Ausland gehen, wobei hier zu den Top-Motivatoren neben einem höheren Gehalt auch die persönliche Entwicklung angeführt wird.

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Die Hone-Gründer vl.: Carlo Kobe, Moritz Stephan und Oliver Brady | (c) Hone
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Er war gerade einmal 17 Jahre alt, als brutkasten 2017 erstmals über ihn berichtete. Damals hatte der Wiener Moritz Stephan gemeinsam mit Konstantin Klinger, mittlerweile Co-Founder und CEO des millionenfinanzierten Londoner Startups Seamflow, sein erstes Startup-Projekt gestartet. Mit dem Bücher-Lieferservice Lobu wollten die beiden Schüler der Wiener Hochbegabten-Schule Sir Karl Popper Schule damals Amazon und Co. lokal die Stirn bieten und holten sich wenig später eine kleine Investmentzusage bei 2 Minuten 2 Millionen.

Ein weiteres Mal war von Stephan im Jahr 2020 als Co-Founder des 2016 gegründeten Wiener Neustädter SpaceTech-Startups Tumbleweed zu lesen, das einen windbetriebenen Marsrover bauen wollte. Noch im selben Jahr verließ er aber laut seinem LinkedIn-Profil das Startup. Kein Wunder, war er doch seit 2019 an der Elite-Uni Stanford inskribiert. Eine weitere Gründung, diesmal mit Y-Combinator-Teilnahme, und einige Jobs, unter anderem bei Sarah Buchners Trunk Tools und zuletzt beim AI-Scaleup Cognition, folgten. Im Mai dieses Jahres ging Stephan schließlich gemeinsam mit den Co-Foundern Oliver Brady und Carlo Kobe, mit dem er bereits zuvor gemeinsam gegründet hatte, mit dem KI-Startup Hone an den Start.

„AI Engines“ als nächste Ausbaustufe über KI-Agenten

Das Produktversprechen von Hone: „AI Engines“, die im Unternehmen Ownership für konkrete Resultate übernehmen. „Chatbots geben Antworten. Agenten erledigen Aufgaben. Engines liefern Ergebnisse, und wir geben ihnen die Verantwortung, echten Wert zu schaffen – gemessen in Dollar anstatt in Tokens oder Vibes“, so der Claim des Startups. „Man richtet sie auf eine Geschäftskennzahl aus, und die Engine übernimmt den Rest. Sie arbeitet sich selbst ein, baut die notwendigen Agenten, Fähigkeiten und Wissensspeicher auf, arbeitet mit den richtigen Personen zusammen und wird durch Erfahrung immer besser.“

Von den Unternehmen festgelegte Regeln, an welchen Stellen es menschliche Bestätigung braucht, etwa im Umgang mit sensiblen Daten, sollen dabei für die notwendige Sicherheit sorgen. Man schließe mit „AI Engines“ letztlich eine „große Lücke“ zwischen dem, wozu Frontier-KI fähig ist und dem, was Unternehmen tatsächlich damit herausholen, heißt es von Hone.

„Fünf weitere Moritze“

Das Konzept überzeugte nun auch eine Reihe von Investoren: Mit Benchmark und Index Ventures übernehmen zwei US-VCs den Lead in einer 60 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde nur vier Monate nach der Gründung. Elad Gil, Hanabi, Definition, Diffusion, Lux, SV Angel, and Align komplettieren die Finanzierungsrunde.

In einem Blog-Beitrag von Index Ventures zum Investment heißt es, man habe Stephan bereits in seiner Zeit beim vorigen Arbeitgeber Cognition als Ausnahmetalent kennengelernt. „Weithin als Umsetzungsmaschine angesehen, war er ein Ein-Mann-Entwicklungsteam. Sein Name wurde im Unternehmen zum Synonym für Exzellenz und Produktivität; man sagte nur halbscherzhaft, dass Cognition ‚fünf weitere Moritze‘ bräuchte“, schreiben Shardul Shah und Mark Xu von Index unter anderem.

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