06.08.2025
HEYLOG

Schmitz Cargobull holt Logistik-Award mit Lösung von Wiener Startup

LKW-Abwicklung via WhatsApp: Das Wiener Startup Heylog vereinfacht die Vorgänge nicht nur bei Logistik-Unternehmen. Schmitz Cargobull bekam für den Einsatz der Lösung nun den eLogistics Award 2025.
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Schmitz Cargobull Fuhrpark - Schmitz Cargobull holt Award mit Heylog-Lösung
(c) Schmitz Cargobull

„Hoflogistik“, so nennt man die Steuerung der Vorgänge direkt am Betriebshof von Logistik- oder Industrieunternehmen. Diesem Feld widmet sich das 2022 gegründete Wiener Startup Heylog. Dieses war als eine Art Hybrid aus klassischem und Corporate-Startup von Beginn an eng mit Branchen-Größen verzahnt. So war vom Start weg KUBIKx, der Venture Builder der Schmitz Cargobull Gruppe, an Bord – brutkasten berichtete damals. Später kam WaVe-X, der Corporate-VC von LKW Walter, als Investor hinzu. Auch whataventure war von Beginn an dabei.

Kommunikation via WhatsApp, Login via QR-Code

Heylog will diese „Hoflogistik“ für die Beteiligten deutlich vereinfachen. Dabei setzt das Unternehmen auf Kommunikation ausschließlich über WhatsApp und andere ausgewählte Standard-Messenger, die auf einer SaaS-Anwendung im Hintergrund aufsetzt. Diese wiederum bindet die vorhandenen genutzten Systeme ein. Es brauche also keine neuen und teuren Terminals und Apps für die Lösung, betont man beim Startup. Die Implementierung verspricht man innerhalb weniger als 48 Stunden.

„Die Logistikbranche braucht keine neuen Hardware-Zyklen, sondern pragmatische Lösungen, die sofort funktionieren“, meint Heylog-Geschäftsführer Johannes Leitner. „Wir haben verstanden, dass die beste Technologie, die ist, die bereits jeder Fahrer in der Tasche hat: sein Smartphone mit WhatsApp.“ Konkret müssen die Fahrer:innen nur einen QR-Code einscannen, um sich ins System einzuloggen – der Rest läuft automatisert.

Award für Zeit- und Geld-Ersparnis mit Heylog-Lösung

Das Ergebnis: Am Schmitz-Cargobull-Standort Vreden in Deutschland seien die Wartezeiten durch den Einsatz der Heylog-Lösung um mehr als 20 Minuten pro LKW gesunken, die Standgeldkosten hätten sich um bis zu 80 Prozent reduziert. Mit diesen Zahlen überzeugte das Logistik-Unternehmen nun auch die Jury des eLogistics Awards 2025.

Der elogistics award wird seit 2000 der Jury des AKJ Automotive vergeben. Die Organisation versammelt Expert:innen und Führungskräfte aus der Automobilindustrie, die Abkürzung AKJ steht für „Arbeitskreis für Just-in-Time“.

Als weitere Referenz nennt das Startup in einer Aussendung den Kunststoffrohrhersteller Egeplast. Dort komme man auf 50.000 Euro Jahresersparnis, einen ROI von 250 Prozent und eine deutliche Entlastung von Mitarbeiter:innen, wird der Logisitk- und Versand-Leiter zitiert. Auch LKW Walter, Austrian Pet Food und die Schweitzer Spedition sind unter den Referenzkunden des Startups.

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Johannes Braith, Co-Founder und CEO von Storebox | © brutkasten
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Das Wiener Selfstorage- und Logistik-Sclaeup Storebox baut seine B2B-Sparte – mit der Versandlösung Drop-off – weiter aus. Konkret durch Studienkreis, eine Tochtergesellschaft von GoStudent, als neuen Kunden. Nach einer Pilotphase werden aktuell über 100 Sendungen pro Woche von Storebox abgewickelt.

Storebox-Ziel: Versandprozesse vereinfachen

Mit Drop-off können Pakete nach der Online-Buchung direkt an einem der urbanen Standorte rund um die Uhr abgegeben werden. „Unser Ziel ist es, Versandprozesse radikal zu vereinfachen. Unternehmen sollen flexibel skalieren können, ohne eigene Logistikstrukturen aufbauen zu müssen“, erklärt Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox.

Und Marc Ellmer, Head of Purchasing & Real Estate bei Studienkreis, ergänzt: „Mit Storebox haben wir eine Lösung gefunden, die sich nahtlos in unsere Prozesse integriert und uns die notwendige Flexibilität im Versand gibt. Besonders die einfache Abwicklung ist für uns entscheidend.“

Auch weitere Startups Kunden

In der erwähnten Pilotphase wurden mehr als 600 Sendungen über das Storebox-Netzwerk abgewickelt. Nach dem vollständigen Onboarding von Studienkreis rechnet das Unternehmen mit weiter steigendem Versandvolumen.

Laut Storebox wird die Drop-off-Lösung inzwischen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen genutzt, um Versandprozesse flexibler zu organisieren. Neben Studienkreis zählen dazu unter anderem HelloBello und Journi.

Storebox: Ausbau der Lösung im Fokus

Die Anwendungsfälle reichen dabei von E-Commerce über Bildungsanbieter bis hin zu international tätigen Scaleups. „Viele Anbieter kämpfen mit hohen Kosten und organisatorischer Komplexität. Mit dem Drop-off-Service lösen wir dieses Problem. Unser Angebot ist die Antwort für Unternehmen, die eine agile, schnelle Abwicklung ohne eigene Logistikinfrastruktur suchen und bietet damit eine leistungsstarke Alternative zu traditionellen Postdiensten“, sagt Braith.

In den kommenden Monaten plant Storebox, die Drop-off-Lösung weiter auszubauen und zusätzliche Kund:innen an das Netzwerk anzubinden. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur noch stärker als Plattform für urbane Logistiklösungen zu etablieren und den „Zugang zu effizientem Versand für Unternehmen jeder Größe“ zu vereinfachen.

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