12.03.2026
FINANZIERUNG

heycare: 4 Mio. Euro Investment für Startup mit Ö-Co-Founderin

Das Münchner Startup heycare (ehem. heynannyly, später heynanny) will mit seiner App das Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben lösen - und kann namhafte B2B-Kunden und Profitabilität vorweisen.
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Die heycare-Gründerinnen (vl.) Anna Schneider und Julia Kahle | © heycare/Tribunalova
Die heycare-Gründerinnen (vl.) Anna Schneider und Julia Kahle | © heycare/Tribunalova

Die Vermittlung von Betreuungslösungen für Kinder, Pflegebedürftige und Haustiere, dazu noch ein Mental-Health-Präventionsangebot mit Trainings, Webinaren und anonymen 1:1-Beratungen sowie ein Sport- und Wellness-Angebot – damit punktet das Münchner Startup heycare bei großen Unternehmen. Unter den Referenzkunden, die die App ihren Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen, sind etwa Daimler Truck, Douglas, Vaillant und VW Retail.

Bereits vor drei Jahren 1,6 Millionen Euro Investment

Auch Investoren konnten bereits früh vom Konzept begeistert werden, das vom Startup mittlerweile als „ganzheitliches Employee Assistance Program“ definiert wird. 2023 schloss das Unternehmen (damals noch unter dem Namen heynannyly) rund um die Österreicherin Anna Schneider und die Deutsche Julia Kahle eine Finanzierungsrunde über 1,6 Millionen Euro ab – brutkasten berichtete. Nun wurde eine weitere Finanzierungsrunde verkündet.

„Partner gewählt, die uns bei der Skalierung unserer Plattform optimal unterstützen können“

Angeführt von Scalehouse Capital als Lead-Investor und Swiss Post Ventures als Co-Investor fließen in einer „Extended-Seed-Runde“ weitere vier Millionen Euro in das Startup. „Als bereits profitables Unternehmen war es uns wichtig, Investoren zu finden, die unsere Vision teilen. Wir haben bewusst selektiert und Partner gewählt, die uns bei der Skalierung unserer Plattform optimal unterstützen können“, kommentiert Co-CEO und Co-Founderin Kahle.

Und Manuel Böhringer, Managing Partner bei Scalehouse Capital, meint: „Anna Schneider und Julia Kahle kombinieren eine klare Vision für die Zukunft von Employee Assistance mit beeindruckender Umsetzungsstärke. In kurzer Zeit haben sie mit heycare eine starke Kundenbasis aufgebaut und ein Produkt entwickelt, das bei Unternehmen echten Mehrwert schafft.“

Kapital soll in Team-Ausbau fließen

Seit zwei Jahren ist das Startup auch in Österreich am Markt. Das nun aufgenommene Kapital soll in weiteres Wachstum fließen. Konkret plane man, die Mittel in den Ausbau des Teams zu stecken, heißt es vom Startup. Damit reagiere man auf die gestiegene Nachfrage im Bereich operativer Teams.

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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