27.11.2018

Hervis als neuer WeXelerate-Partner: Projekte mit 4 Startups gestartet

Die Sportartikel-Handelskette Hervis ist der neueste Corporate-Partner des Wiener Startup Hubs WeXelerate. Gleich zu Beginn wurden Kooperationsprojekte mit den Startups Texel, Jingle, Text United und Orderlion kommuniziert.
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Hervis - wexelerate - jingle - texel - united text - orderlion
(c) Hervis (vlnr.): Reisch (Spar), Wallner Jingle), Witzemann WeXelerate), Fedyukov (Texel), Eichblatt (Hervis)

Man wolle mit Teams aus der Startup-Szene an Lösungen arbeiten, die das Angebot für die KundInnen noch moderner machen, sagt Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt. Die Sportartikel-Handelskette, die eine Tochter der Spar Österreich-Gruppe ist, wurde nun gemeinsam mit der Konzernmutter als neuester WeXelerate-Partner vorgestellt. „Mit dieser Kooperation nehmen wir eine absolute Vorreiterrolle in der Branche ein“, meint Spar-Vorstand Hans K. Reisch. Man setze mit der Partnerschaft mit dem Multi-Corporate-Accelerator Zeichen für die Zukunft des Handels.

+++ Das sind die 40 Startups im weXelerate Batch 3 +++

Kooperationen mit vier WeXelerate-Startups

Schon zum offiziellen Start der nun verlautbarten Kooperation kommunizierte Hervis Partnerschaften mit vier Startups. Drei davon (Texel, Text United und Orderlion) sind im aktuellen WeXelerate-Accelerator-Batch. Das vierte (Jingle) war im vergangenen Batch. Mit der Ganzkörper-Scanner-Technologie des russischen Startups Texel werden Hervis-KundInnen nicht nur berührungslos ihre Kleidergröße bestimmen können, sondern sollen auch bei der Kleider-Auswahl von einem digitalen Modell ihres Körpers profitieren.

Jingle wird bei Hervis integriert

Eine weitere Kooperation gibt es mit dem Wiener Startup Jingle. Der Chatbot-basierte Shoppingsassistent, der kürzlich gelauncht wurde, soll in den Hervis-Onlineshop integriert werden. KundInnen können dann unter anderem verbal in natürlicher Sprache Informationen zu passenden Produkten bekommen.

+++ Fokus: Corporate Innovation +++

Website-Übersetzung und B2B-Bestellprozess

Gemeinsam mit dem Wiener Startup Text United will man die schnelle Übersetzung der Website-Inhalte für alle sieben Zielmärkte der Kette gewährleisten. Mit dem Wiener Startup Orderlion arbeitet Hervis an einer Optimierung des Bestellprozesses, die vor allem für Lieferanten und den Einkauf vielerlei Vorteile bieten soll. Mit dieser Lösung werden alle Bestellungen direkt mit der Warenwirtschaft vernetzt und abgewickelt. Auch die Möglichkeit von Bestellvorhersagen sollen evaluiert werden. Der Warenbedarf könnte zukünftig vollautomatisch erfasst werden.

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Wiener Startup REEDuce bringt Schilf-Lärmschutzwand auf die A1

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REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

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