20.07.2021

Hello Bello: Wiener PetTech möchte nun auch deutsche Hunde ernähren

Hello Bello, das Startup von Co-Founder Wolfgang Maurer, hat eine erfolgreiche Zeit hinter sich und seit der Gründung einige Investoren gewonnen. Nun plant das Hundefutter-Unternehmen sich jetzt in Deutschland festzusetzen.
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Hello Bello, Hundefutter, Deutschland
(c) Hello Bello/FB - Das Hello Bello-Team auf dem Weg nach Deutschland.

Das Wiener PetTech Hello Bello produziert für Vierbeiner individualisiertes und frisches Hundefutter, das an den Kunden verschickt wird. Entstanden ist es durch ein Erlebnis des Gründers Wolfgang Maurer, der einst auf die Hündin seiner Schwester aufpassen musste. Ihm war das Futter ausgegangen und im Netz konnte er auf die schnelle und einfach nichts Passendes finden. So erschuf er mit Stephan Freh und Patrick Etz sein Startup, das bereits bei „2 Minuten 2 Millionen“ auftrat und dort Hans Peter Haselsteiner (8,2 Prozent Anteile) sowie später weitere Investoren für sich gewinnen konnte. Insgesamt lukrierte das Unternehmen heuer 600.000 Euro an Seed-Kapital. Nun folgt der nächste Schritt.

Von Wien nach Bad Tölz

Nach dem Start in Österreich werden aktuell bereits deutsche Futternäpfe mit HelloBello gefüllt. Um auch den deutschen Markt nachhaltig zu beliefern und Lieferketten kurz zu halten, plant das junge Unternehmen nun direkt in Deutschland zu produzieren und zu versenden. Der erste Schritt hierfür wurde bereits mit der Gründung einer Niederlassung in Bad Tölz, Bayern gesetzt. Dort liegen nämlich die Wurzeln eines neuen Partners und Team-Mitglieds. Christoph Filgertshofer ist im Februar 2020 bei HelloBello eingestiegen. „Ich war vom Fokus des Teams auf das Produkt begeistert und wollte die Reise begleiten einen starren, alten Markt komplett neu zu erfinden“, sagt er.

Das Konzept von HelloBello beinhaltet einen Konfigurator, der den individuellen Bedarf jedes Hundes errechnet. Basierend darauf, werden die Menüs aus regionalen Zutaten in einem schonenden Kochprozess zubereitet. Um Qualität und Frische zu halten, wird das Futter alle 14 oder 28 Tage via Post gekühlt und per Abo-System bis an die Haustür der Kunden geliefert.

Hello Bello mit zwölf Monaten Rezept-Arbeit

Der Weg von der Idee bis in den Futternapf war eine große Herausforderung, wie Maurer mitteilt. Ein internationales Expertenteam aus versierten Tierärzten, geprüften Instituten und spezialisierten Lieferanten habe über zwölf Monate lang intensiv an der Erstellung der Rezepte, einer abgestimmten Nährstoffmischung und den einzelnen Schritten des Kochverfahrens gearbeitet.

Für Gründer Wolfgang Maurer ist der aktuelle Expansionsplan ins Nachbarland ein logischer Schritt, weil Hello Bello von Anfang an nach Deutschland lieferte und die Nachfrage stetig stieg. „Deutschland ist neben Österreich der wichtigste Markt und wird mittelfristig Österreich überholen“, sagt er. „Der deutsche Hundefutter-Markt ist um den Faktor zehn größer als der österreichische. Wir haben heuer Seed-Kapital eingesammelt und sind gut gerüstet für eine weitere Produktentwicklung. Und die geographische Expansion.“

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AustrianStartups
© AustrianStartups - Michael Kowatschew und Nina Hödlmayr.

Nach vier Jahren Arbeit im AustrianStartups-Vorstand übergibt Nina Hödlmayr ihre Rolle an Michael Kowatschew, Co-Founder von Heizma. Nach diesem Wechsel gehören dem Vorstand Markus Raunig, Stephanie Cox, Bernhard Niesner, Kilian Kaminski, Anna Pölzl und Kowatschew an.

„Fällt mir nicht leicht“

„Ich freue mich, dass Misha (Anm.: Michael Kowatschew) meine Rolle im Vorstand übernimmt. Ich kenne ihn seit einigen Jahren als klugen, ambitionierten Gründer mit Integrität und der Fähigkeit, andere zu inspirieren. Er bringt genau die Perspektive mit, die AustrianStartups braucht, um Gründer auch weiterhin bestmöglich zu unterstützen“, sagt Hödlmayr. „Ich war bei AustrianStartups mit ganzem Herzen dabei, und ich hoffe, das war für alle spürbar. Diese Arbeit loszulassen, fällt mir nicht leicht. Gleichzeitig glaube ich daran, dass Organisationen sich weiterentwickeln und es manchmal richtig ist, einen Schritt zurückzutreten und Platz zu machen. Mein Engagement für Gründer werde ich auch weiterhin durch Investments und Mentoring fortsetzen.“

Hödlmayr war seit Mai 2022 Teil des Vorstands, Mentorin beim Entrepreneurial Leadership Program, Jurorin bei der Youth Entrepreneurship Week und Stifterin der Stiftung Unternehmerische Zukunft, deren Gründung sie bei einem Vorstands-Offsite mit anstieß.

„Ohne Nina wäre AustrianStartups nicht da, wo wir heute sind. Sie hat unsere Professionalisierung entscheidend vorangetrieben und war sich nie zu schade, selbst anzupacken – ob als unermüdliche Mentorin in unseren Bildungsprogrammen oder als Co-Gründerin der Stiftung Unternehmerische Zukunft. Ein großes Danke an Nina für ihren herausragenden Einsatz für AustrianStartups – auch ohne Vorstandsrolle bleibt sie uns als großartiges Vorbild für die nächsten Gründer erhalten“, sagt Raunig, Vorsitzender des Vorstands.

Und er ergänzt: „Misha ist ein Vollblutunternehmer, der selbst schon durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist. Durch seine Arbeit bei der Sigma Squared Society bringt er wertvolle Erfahrung im Aufbau internationaler Gründer mit. Wir freuen uns sehr, dass er mit an Bord kommt und gemeinsam mit uns daran arbeiten wird, dass in Österreich wieder mehr Zukunft gebaut wird.“

Unternehmertum positiver wahrnehmen

Kowatschew möchte mit seiner Rolle im Vorstand dazu beitragen, dass mehr junge Menschen den Mut haben, zu gründen, und das Bild von Unternehmertum in Österreich positiver wahrgenommen wird: „Ich möchte mehr Brücken zwischen den besten Leuten aus unterschiedlichen Gründungsphasen bauen, von Early Stage über Scaleup und Exit bis zum Mittelstand. In der Verbindung talentierter und inspirierender Menschen aus unterschiedlichen unternehmerischen Phasen steckt viel Magie“, sagt er.

Sein Debüt in seiner neuen Rolle gibt Michael Kowatschew am 15. Oktober 2026 beim AustrianStartups Summit in der Ottakringer Brauerei in Wien. Dort wird er über seine persönliche Gründerstory sprechen.

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