05.03.2021

Helga Pattart-Drexler ist neue Managing Director bei Darwin’s Circle

Die Führungskräfte-Expertin Helga Pattart-Drexler löst Kathrin Kuess als Managing Director von Darwin's Circle ab. In ihrer Position will sie auch neue Formate entwickeln.
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Helga Pattart-Drexler (c) Darwin's Circle

Mit Anfang März startete Helga Pattart-Drexler als Managing Director von Darwin’s Circle. Sie löst somit Kathrin Kuess ab, die die Position seit März 2019 bekleidet hatte. Pattart-Drexler leitete zuvor fünf Jahre lang den Bereich Executive Education an der WU Executive Academy, wo sie MBA- und Führungskräfteprogramme im In- und Ausland für internationale Konzerne und Organisationen entwickelte. Davor war sie in unterschiedlichen Konzernen und Unternehmen im Bereich HR und Personalstrategie tätig.

„Ich bin immer auf der Suche nach einer Challenge und möchte hinaus aus meiner Komfortzone. Darwin’s Circle kenne ich schon länger. Mich begeistert, dass wir uns hier mit den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit beschäftigen, dass wir keine Angst vor Digitalisierung, Technologie, Megatrends und Co haben, sondern dazu beitragen, Unternehmen und Menschen zu vernetzen und ihnen Kompetenzen, Wissen und Tools mitzugeben, um die Fragen von morgen auch bewältigen zu können“, kommentiert Helga Pattart-Drexler gegenüber dem brutkasten.

Helga Pattart-Drexler: Neue Pläne für Darwin’s Circle

Man habe sich für 2021 auch schon viel vorgenommen. „Was mich auch begeistert, ist diese Energie, Dinge umzusetzen und auf den Boden zu bringen. Also wenn kein physisches Event möglich wird, dann wird es eben eine TV Produktion – also Unmögliches möglich machen“, so die neue Managing Director.

Konkret wolle man dieses Jahr die Idee von Darwin’s Circle weiterentwickeln und „das, was jetzt schon toll und grandios ist, auch weiterspinnen“. Pattart-Drexler: „Ja, es wird wieder unsere Events geben – in welcher Form auch immer – und dazu auch noch andere Formate und Aspekte. Wir sind ein Think Tank für Digitalisierung, eine Plattform zur Vernetzung und wollen auch noch stärker zum Wissens- und Kompetenzaufbau in unserer Gesellschaft beitragen“.

Disclaimer: Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll sind zu je 25 Prozent an der Darwin’s Lab GmbH, dem Organisator von Darwin’s Circle, und zu je 5,68 Prozent an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Die Eye-Tracking-Brille von Viewpointsystem kommt im Rahmen des EU-Projekts Manufactor in der Industrie zum Einsatz | (c) viewpointsystem
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Einarbeitungszeiten um mehr als 35 Prozent und Fertigungsfehler um 20 Prozent reduzieren; gleichzeitig das Vertrauen der Mitarbeitenden in die eigenen Fähigkeiten um mehr als 20 Prozent steigern und die körperliche und mentale Belastung senken – das sind die ambitionierten Ziele des Projekts Manufactor.

Mit sechs Millionen Euro von Horizon Europe gefördert

14 Partner aus zehn EU-Ländern sind daran beteiligt, darunter Universitäten wie TU Darmstadt (Deutschland) und Universität Uppsala (Schweden), Industriebetriebe wie Hitachi Energy Sweden und Volkswagen Autoeuropa (Portugal) und Startups wie u-sense.it (Italien) und Viscando (Schweden). Mit dem oberösterreichischen Maschinenbauer Fill und dem Wiener Datenbrillen-Startup Viewpointsystem sind auch zwei österreichische Unternehmen bei dem im Rahmen von Horizon Europe mit sechs Millionen Euro geförderten EU-Projekt dabei.

Zusammenführung mehrerer Technologien

Um die zuvor genannten Ziele zu erreichen, sollen im Rahmen des auf drei Jahre angesetzten Forschungs- und Entwicklungsprojekts mehrere Technologien zusammengeführt werden und ein validierter Prototyp entstehen: tragbare Sensoren, XR-Brillen, Eye Tracking, 3D-Bildsensoren, KI-Agenten und Human Digital Twins. „Zusammen liefern sie Informationen über die körperliche und kognitive Situation der Mitarbeitenden und ermöglichen eine situationsgerechte Unterstützung direkt am Arbeitsplatz. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und die Frage, wie Technologie ihn bei seiner Arbeit bestmöglich unterstützen kann“, heißt es von Projektpartner Viewpointsystem in einer Aussendung.

Vom Eye-Tracking zum „Human Digital Twin“

Das Wiener Startup steuert als einer von vier zentralen Technologiepartnern eine Weiterentwicklung seiner Eye-Tracking-Brille bei. Die Eye-Tracking- und Kameradaten der Brille sollen im Projektverlauf mit weiteren Sensordaten zusammengeführt werden. Daraus soll ein Echtzeitbild der körperlichen und kognitiven Situation von Mitarbeitenden, also ein sogenannter „Human Digital Twin“ entstehen. KI-Agenten sollen diese Informationen dann nutzen, um die Unterstützung an die jeweilige Situation anzupassen, etwa durch Audioanweisungen oder direkt in der XR-Brille eingeblendete Informationen.

„KI kann ihre Unterstützung an die Person und die jeweilige Situation anpassen“

„Wirklich adaptive Unterstützung beginnt damit, den Menschen hinter der Aufgabe zu verstehen. Eye Tracking gibt uns in Echtzeit Aufschluss über die Aufmerksamkeit und kognitive Belastung eines Menschen“, erklärt Frank Linsenmaier, CTO von Viewpointsystem. „Auf dieser Grundlage kann KI ihre Unterstützung an die Person und die jeweilige Situation anpassen und damit über eine reine Automatisierung von Assistenz hinausgehen.“

Test in der Next World Factory von Fill

Getestet wird das unter anderem bei Industriepartner Fill, konkret im firmeneigenen Ausbildungs- und Lernzentrum Next World Factory. Im Projekt soll untersucht werden, wie adaptive, KI-gestützte Assistenz den Kompetenzerwerb beschleunigen und die sichere Anwendung im Arbeitsalltag unterstützen kann. Martin Muik, Forschung und Entwicklung bei Fill, nennt auch den Fachkräftemangel als Grund für das Projekt. „Mit Manufactor wollen wir erproben, wie intelligente Assistenz das Lernen individueller, effizienter und motivierender gestalten und Menschen dabei unterstützen kann, ihr Potenzial bestmöglich zu entfalten.“

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