05.05.2020

Hektar Nektar erhält sechsstelliges Investment von OÖ Landwirtschafts-Versandhändler

Der oberösterreichische Versandhändler für landwirtschaftliche Produkte FAIE aus Regau beteiligt sich am Wiener Bienen Startup Hektar Nektar. Das Investment liegt im sechsstelligen Bereich.
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Hektar Nektar
Martin Poreda, Gründer und CEO Hektar Nektar | (c) Hektar Nektar

Der oberösterreichische Versandhändler für landwirtschaftliche Produkte FAIE steigt beim Wiener Startup Hektar Nektar ein, das einen digitalen Marktplatz für Bienenhandel und eine Plattform für Bienenschutz-Initiativen betreibt.

FAIE gilt als Spezialist für Landtechnik, Tierzucht und Agrarbedarf und hat seinen Sitz in Regau. Das Investment liegt im sechsstelligen Bereich, wie Hektar Nektar auf Rückfrage des brutkastens bestätigt.

+++ zum Thema Impact & Enviroment +++ 

FAIE als neuer Investor

Wie es in einer Aussendung heißt, erfolgte der erste Kontakt zwischen FAIE und dem Wiener Startup bereits 2019.

Der familiengeführte Versandhändler FAIE galt bereits in den 60er Jahren als ein Vorreiter für den Handel über den Versandweg und entwickelte sich zu einem der größten Versandprogramme für die Landwirtschaft in Europa. Mittlerweile umfasst das Sortiment über 30.000 landwirtschaftliche Artikel.

Fritz Berger, Geschäftsführer von FAIE, über die Beteiligung. „Wir sind 2019 auf Hektar Nektar aufmerksam geworden und wollten uns nun auch finanziell beteiligen. Mit der Initiative PROJEKT 2028 möchte Hektar Nektar die Bienenpopulation in Österreich und Deutschland innerhalb von zehn Jahren um zehn Prozent steigern. Diesen ambitionierten Weg wollen wir mitgehen.“

Hektar Nektar CEO über den Einstieg

Martin Poreda, CEO des Bienen-Startups, über den Einstieg von FAIE: „Mit FAIE haben wir einen sehr starken Partner gewonnen. Als eines der führenden Versandhandelsunternehmen für die Landwirtschaft haben wir mit Fritz Berger und seinem Team nicht nur einen passenden Investor von uns überzeugen können, wir profitieren auch von FAIEs Know-How im Bereich Bestäubung und Nachhaltigkeit. Dass wir selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen weiteren Investor von uns überzeugen konnten, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Bisher konnte Hektar Nektar mit dem 2018 initiierten Projekt 2028 laut eigenen Angaben rund 20 Millionen Bienen in Österreich und Deutschland retten. Mehr über das Projekt erfährt ihr im brutkasten Hintergrund-Interview mit Martin Poreda (siehe unten).


=> zur Page des Startups

Videoarchiv: Martin Poreda im Hintergrund-Interview

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(c) Startups for Europe
(c) Startups for Europe

Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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Hektar Nektar erhält sechsstelliges Investment von OÖ Landwirtschafts-Versandhändler

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